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⚠️ Hybrid Geprüft: April 2026

ACOLITE

Royal Belgian Institute of Natural Sciences (RBINS)

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ACOLITE ist ein Python-basiertes Open-Source-Tool für atmosphärische Korrektur und Datenverarbeitung optischer Satellitensensoren, entwickelt am Royal Belgian Institute of Natural Sciences. Es unterstützt Landsat 5/7/8/9, Sentinel-2 MSI (A/B), Sentinel-3 OLCI, PlanetScope, Pléiades, SPOT und weitere Sensoren — mit Fokus auf Küsten- und Binnengewässeranwendungen, aber auch nutzbar für allgemeine Level-2-Produktgenerierung und Kalibrierungsvalidierung.

Kosten: Open Source (MIT-ähnliche Forschungslizenz), kostenlos. Entwickelt am RBINS (Belgium); keine kommerziellen Lizenzen. Kommerzielle Nutzung auf Anfrage.

Stärken

  • Unterstützt breite Sensorpalette: Landsat 5–9, Sentinel-2/3, PlanetScope, Pléiades, SPOT, QuickBird2, WorldView
  • Automatisierte Batch-Verarbeitung großer Szenenmengen — geeignet für Langzeitüberwachung
  • Offene Python-Codebasis — Kalibrierungsparameter im Code anpassbar für benutzerdefinierte Korrekturen
  • Aktiv gepflegt auf GitHub — regelmäßige Updates für neue Sensoren und Algorithmen
  • Kostenfrei und ohne Zugangsantrag nutzbar (im Gegensatz zu DIMITRI)

Einschränkungen

  • Forschungscode — keine kommerziell gehärtete Software mit SLA oder Support
  • Primär für Küsten- und Wasseranwendungen ausgelegt; Landanwendungen weniger gut dokumentiert
  • Steile Lernkurve: Python-Kenntnisse und Verständnis von Fernerkundungsphysik erforderlich
  • Keine grafische Oberfläche — nur Kommandozeile und Python-Scripting
  • Datenhosting liegt vollständig beim Nutzer — keine Cloud-Integration inklusive

Passt gut zu

Forschungsteams für Langzeitstabilität und radiometrische Konsistenz-Checks Validierung von atmosphärischen Korrekturpipelines über mehrere Sensoren hinweg Prototyping von Kalibrierungs-Monitoring-Workflows für neue Satellitenmissionen Verarbeitungspipelines für Küstenüberwachung, Algenerkennung, Wasserqualität

So steigst du ein

Schritt 1: Repository von GitHub klonen: git clone https://github.com/acolite/acolite. Python-Umgebung einrichten (Python 3.9+), Abhängigkeiten aus requirements.txt installieren. Die offizielle Dokumentation auf GitHub erklärt die Einrichtung für jede Sensorplattform.

Schritt 2: Erste Sentinel-2-Szene herunterladen (Level-1C, SAFE-Format) vom Copernicus Data Space. ACOLITE-Konfigurationsdatei für den entsprechenden Sensor anpassen — Bandauswahl, Flagging-Schwellwerte, Ausgabeprodukte definieren.

Schritt 3: Batch-Verarbeitung über mehrere Szenen zum gleichen geografischen Gebiet aufsetzen — z.B. Libya 4 PICS-Standort. Die resultierenden Reflektanzwerte über Zeit in eine Zeitreihe aggregieren und auf Driftsignale prüfen.

Ein konkretes Beispiel

Ein Forschungsinstitut nutzt ACOLITE, um über 5 Jahre Sentinel-2-Szenen über den Bodensee atmosphärisch zu korrigieren und Wasserfarbprodukte zu generieren. Im dritten Jahresgang zeigt sich für Band 3 (Grün, 560 nm) eine schrittweise Abweichung von +1,3 %, die sich im Langzeitvergleich mit zeitgleichen Landsat-9-Daten bestätigt. Der Befund wird an das Sentinel-2 Mission Performance Centre gemeldet und fließt in die nächste Kalibrierungsparameterrevision ein.

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