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Aaronia AARTOS

Aaronia AG

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Aaronia AG (Strickscheid, Eifel) entwickelte 2013 das weltweit erste kommerzielle Drohnendetektionssystem AARTOS. Das System kombiniert breitbandige RF-Spektrumanalyse (SPECTRAN-Sensoren) mit optischer Verfolgung, akustischer Erkennung und Radar. London Heathrow, Flughäfen in Oman und Singapur zählen zu den Referenzinstallationen. Als deutsches Unternehmen bietet Aaronia vollständige On-Premise-Datenhaltung in Deutschland.

Kosten: Modulares System; kleinste Konfigurationen (RF-only) ab mittlerem fünfstelligen Bereich; vollständige multi-sensorische Flughafeninstallation ca. 6 Mio. EUR (Referenz: London Heathrow). Keine öffentlichen Listenpreise.

Stärken

  • Deutsches Unternehmen — vollständige DSGVO-Compliance, On-Premise möglich, kein US-Datentransfer
  • Weltweite Pionierrolle: AARTOS seit 2013 im Betrieb, umfangreiche Referenzinstallationen
  • Proprietäre SPECTRAN RF-Spektrumanalysatoren mit hoher Empfindlichkeit und Echtzeit-Bandbreite bis 245 MHz
  • Modularer Aufbau: RF-only als Einstieg, beliebig erweiterbar mit Radar, Optik, Akustik
  • ML-basierte Signaturdatenbank erkennt Drohnenmodelle und Steuersignal-Protokolle anhand ihrer Funkmuster
  • Komplette vertikale Fertigung in Deutschland — Hard- und Software aus einer Hand

Einschränkungen

  • RF-Detektion funktioniert nur bei Drohnen mit aktiver Funkkommunikation — autonome, GPS-only Drohnen ohne Funklink können nicht per RF erkannt werden
  • Leistung der RF-Analyse in hochfrequentierten Umgebungen (Flughafenterminals, Städte) durch Funkhintergrundrauschen eingeschränkt
  • Preisgestaltung komplex und projektspezifisch — direkter Kostenvergleich mit Wettbewerbern schwierig
  • Keine vollautomatische Gegenmaßnahme (Jamming/Spoofing) — rechtlich in Deutschland nicht ohne behördliche Sondergenehmigung erlaubt
  • Software-UX im Vergleich zu Dedrone weniger poliert; Bedienung wirkt ingenieursnah, nicht endkundentauglich

Passt gut zu

Flughäfen und kritische Infrastruktur in Deutschland mit Bedarf an On-Premise-Datenhaltung Betreiber, die aus datenschutzrechtlichen Gründen keine US-Cloud-Anbindung akzeptieren Installationen, bei denen RF-Detektion als primäre Erkennungsebene ausreicht und Radar ergänzend eingesetzt wird Bundeswehr, BOS und Polizeibehörden mit Geheimschutzanforderungen

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du brauchst ein Counter-UAS-System mit deutscher Lieferkette und On-Premise-Datenhaltung
  • Du willst RF-Spektrumanalyse als primären Erkennungsweg und planst spätere Erweiterung um Radar/Optik
  • Du betreibst kritische Infrastruktur in Deutschland und hast Geheimschutz- oder VS-Anforderungen
  • Du suchst einen Hersteller, der Hardware und Software aus einer Hand fertigt

Wann nein

  • Du brauchst eine schlüsselfertige SaaS-Lösung mit poliertem Cloud-Dashboard (eher Dedrone)
  • Dein Hauptproblem ist die Unterscheidung Vogel/Drohne im Echtzeit-Radar (eher Robin Radar)
  • Du erwartest transparente Listenpreise vor dem ersten Kontakt
  • Du brauchst Erkennung autonomer Drohnen ohne aktiven Funklink — RF allein reicht nicht

Kurzfazit

Aaronia AARTOS ist die deutsche Antwort auf Counter-UAS: ein modular aufgebautes Drohnenerkennungssystem aus der Eifel, das seit 2013 am Markt ist und an Flughäfen wie London Heathrow, im Oman oder in Singapur eingesetzt wird. Der KI-Anteil liegt vor allem in der Signaturanalyse, mit der das System Drohnentypen und Steuerprotokolle aus RF-Mustern klassifiziert. Wer ein Counter-UAS-System mit deutscher Fertigung, On-Premise-Datenhaltung und Geheimschutzfähigkeit sucht, kommt an Aaronia kaum vorbei. Wer dagegen eine schlüsselfertige Cloud-Lösung mit poliertem Dashboard erwartet, wird mit der ingenieursnahen Bedienoberfläche fremdeln.

Für wen ist Aaronia AARTOS?

Flughäfen und kritische Infrastruktur: Die Pionier-Referenz Heathrow zeigt, was das System leisten kann. Für deutsche Flughäfen ist Aaronia oft die naheliegende Wahl, weil keine Daten in die USA fließen — ein nicht-trivialer Punkt, seit Schrems II und die zunehmende behördliche Sensibilität bei Luftraum-Daten.

Bundeswehr, BOS, Sicherheitsbehörden: Geheimschutzanforderungen (VS-NfD, VS-VERTRAULICH) lassen sich mit US-Anbietern nur über Umwege erfüllen. Aaronia liefert direkt in geschützte Bereiche, mit deutscher Lieferkette und ohne Cloud-Pflicht.

Strom-, Wasser- und Industrieanlagen: Pumpwerke, Umspannwerke, Chemieparks. Wer KRITIS-Pflichten erfüllen muss, profitiert von der modularen Skalierung: RF-only als Einstieg, später ergänzt um Radar oder Kamera.

Veranstaltungssicherheit (temporär): Aaronia bietet auch mobile Konfigurationen für G7/G20-artige Lagen, Großveranstaltungen oder VIP-Schutz. Aufbau in Stunden, Betrieb über Tage bis Wochen.

Weniger geeignet für: Kleine Betreiber, die ein Plug-and-Play-Tool für ein paar tausend Euro suchen — AARTOS spielt in einer anderen Liga. Auch Anwender, die ausschließlich autonome Drohnen ohne Funklink erwarten, sollten primär auf Radar setzen (siehe Robin Radar IRIS).

Preise im Detail

KonfigurationPreisrahmenWas du bekommst
RF-only Einstiegab mittlerem fünfstelligen EUR-BereichEin bis zwei SPECTRAN-Sensoren, AARTOS-Software, Basis-Lageanzeige
Mehrsensor-Standorthoher sechsstelliger bis niedriger siebenstelliger EUR-BereichRF + Radar + Optik, mehrere vernetzte Sensoren, vollständige Leitstellenintegration
Komplettinstallation Großflughafenca. 6 Mio. EUR (Referenz Heathrow)Multi-Standort-Abdeckung, Radar-Ketten, optische Verfolgung, Akustik, 24/7-Operations
Mobile/Temporäre LösungprojektbasiertMobile Sensorik im Trailer, Aufbau in Stunden, Mietoption möglich
Service & Wartungjährliche WartungspauschaleFirmware-Updates, Signaturdatenbank-Pflege, Hardware-Wartung

Einordnung: Aaronia veröffentlicht bewusst keine Listenpreise — das ist Branchenstandard im Counter-UAS-Segment. Wer einsteigt, sollte mit mindestens 80.000 EUR für eine sinnvolle RF-only-Erstinstallation rechnen. Skaleneffekte greifen erst ab dem zweiten Standort. Verglichen mit US-Wettbewerbern ist Aaronia bei der Hardware oft günstiger, beim Software-Lizenzmodell konservativer (Kauf statt Subskription), in der Software-UX dagegen weniger ausgereift. Für Behörden mit Investitionsbudget gerade die richtige Reihenfolge; für privatwirtschaftliche Betreiber mit OpEx-Logik gewöhnungsbedürftig.

Stärken im Detail

Deutsche Fertigung, deutsche Datenhaltung. Aaronia entwickelt und fertigt komplett in Strickscheid (Eifel) — Hardware, Firmware, Software. Das ist nicht nur eine Marketingfloskel: Für DSGVO-Compliance, BSI-Zertifizierungspfade und Geheimschutzfähigkeit ist die fehlende US-Verflechtung ein echter struktureller Vorteil, den weder Dedrone (Axon, USA) noch viele US-orientierte Wettbewerber leisten können.

SPECTRAN-Sensoren als technologisches Herz. Die Echtzeit-Bandbreite von bis zu 245 MHz erlaubt es, Drohnen-Funksignale aus einem dichten Spektrum herauszufiltern — auch wenn parallel WLAN, Mobilfunk und LTE auf den gleichen Bändern aktiv sind. Die Empfindlichkeit der Sensoren ist seit Jahren Referenz im Markt; Mitbewerber kaufen teils SPECTRAN-Hardware als OEM-Komponente zu.

ML-Signaturanalyse für Drohnenklassifikation. Das System lernt RF-Signaturen ein und erkennt anhand der Funkmuster Drohnenmodelle (DJI Mavic, Autel EVO, Yuneec), Hersteller und Steuerprotokolle. Die Signaturdatenbank wird kontinuierlich gepflegt — neue Drohnen-Generationen lassen sich nachpflegen, ohne neue Hardware zu installieren. Der KI-Anteil ist hier konkret und nicht “AI-washed”.

Modularer Systemaufbau. Ein Standort beginnt mit zwei RF-Sensoren, wächst auf vier, ergänzt später Radar, ein Jahr drauf optische Verfolgung. Diese inkrementelle Skalierung ist im Branchenvergleich ungewöhnlich gut umgesetzt und ermöglicht Pilotphasen mit überschaubarem Initialbudget.

Referenzliste mit Substanz. Heathrow, Singapur Changi (in Teilen), Oman, mehrere europäische Militärstandorte, deutsche KRITIS-Betreiber. Aaronia veröffentlicht nicht alle Kunden öffentlich (oft NDA-gebunden), aber die Liste der bekanntwerdenden Installationen ist substantiell.

Vertikale Integration als Wartungsvorteil. Weil Aaronia Hardware und Software selbst entwickelt, fällt der bei Multi-Vendor-Lösungen typische Finger-Pointing-Effekt weg. Wenn etwas nicht funktioniert, gibt es genau einen verantwortlichen Hersteller.

Schwächen ehrlich betrachtet

RF allein reicht nicht. Drohnen, die autonom per GPS-Wegpunkten fliegen und nur am Ziel kurz funken, sind per RF-Detektion schwer fassbar. Wer dieses Szenario (zunehmend relevant im militärischen Kontext) ernst nehmen will, muss Radar oder optische Sensorik dazukaufen — und damit die Investition deutlich erhöhen. Aaronia liefert das, aber es ist nicht im RF-only-Einstiegsbudget enthalten.

Software-UX ingenieursnah. Die AARTOS-Benutzeroberfläche ist funktional und tiefgehend, aber wirkt im Vergleich zur poliert-cloudigen Dedrone-Oberfläche eher wie ein Engineering-Tool. Sicherheitsleitstellen mit nicht-technischem Bedienpersonal brauchen Schulung; bei Dedrone ist die Lernkurve sanfter.

Funkhintergrundrauschen begrenzt Empfindlichkeit. In innerstädtischen Hochlasten — etwa Innenstadt-Flughäfen mit dichtem Mobilfunk und WLAN — sinkt die RF-Reichweite. Das ist physikalisch und betrifft alle RF-Systeme, aber gerade hier wäre das Versprechen “kleine Drohne auf 3 km” oft optimistisch.

Keine aktive Gegenmaßnahme inklusive. AARTOS detektiert und klassifiziert, aber jammt nicht. Das ist in Deutschland rechtlich auch korrekt — Jamming ist Behörden vorbehalten — bedeutet aber, dass nach der Detektion separat reagiert werden muss (Personal alarmieren, BOS rufen, Übergabe an militärische Einheiten). Wer eine integrierte Effektor-Kette erwartet, muss diese zusätzlich beschaffen.

Preisintransparenz erschwert Vergleichbarkeit. Anders als bei SaaS gibt es keine Listpreise. Ein belastbares Angebot setzt eine Standortbegehung und mehrere Iterationen voraus. Für Beschaffungsstellen mit knapper Vorbereitungszeit ist das mühsam.

Begrenzte Cloud-/Remote-Komponente. Die On-Premise-Stärke ist gleichzeitig eine Schwäche, wenn man als Konzern mit vielen verteilten Standorten eine zentrale Übersicht möchte. Aaronia bietet Vernetzung, aber das ist näher an klassischer SCADA als an einem modernen Multi-Tenant-Dashboard.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Eine schlüsselfertige Cloud-Plattform mit poliertem Dashboard willstDedrone (Axon)
Drohnen ohne Funklink mit Radar erkennen willst (Vogel/Drohne-Unterscheidung wichtig)Robin Radar IRIS
Eine reine Drohnen-Vermessungs- oder -Mapping-Software brauchst (kein Counter-UAS)DroneDeploy

Im Counter-UAS-Markt erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Hensoldt (deutsche Radar/Optik-Expertise, eher schwergewichtige militärische Sensorik), Rheinmetall (Effektoren und Systemintegration), CerbAir (französischer RF-Spezialist), D-Fend Solutions (israelisch, RF-Übernahme von Drohnen), Squarehead (norwegisch, akustische Erkennung) und Fortem Technologies (US-Radar, eigene Abfangdrohne). Aaronia ist die seltene Kombination aus deutscher Fertigung, RF-Expertise und realer Referenzgröße — wer eines dieser drei Kriterien nicht braucht, findet anderswo günstigere oder polished-ere Lösungen.

So steigst du ein

Schritt 1: Bedarfsanalyse und Erstkontakt. Kontakt zu Aaronia AG über die Website oder über regionale Vertriebspartner. Bereite vor: Standorttyp (Flughafen, KRITIS, Militär), Schutzbereich (Quadratkilometer, Höhenprofil), Bedrohungsszenario (private Multikopter vs. militärische Aufklärungsdrohnen), Datenschutzanforderungen (DSGVO, BSI, VS-Stufen). Aaronia bietet Beratung direkt ab Werk in der Eifel.

Schritt 2: RF-Standortanalyse durchführen lassen. Aaronia misst das lokale Funkhintergrundrauschen über einen Zeitraum von Tagen bis Wochen, um zu bewerten, welche Drohnen-Funksignaturen am Standort zuverlässig erkennbar sind. Diese Messung ist die Grundlage für die spätere Sensorpositionierung und realistisches Performance-Versprechen — und kostet typischerweise einen vierstelligen Betrag.

Schritt 3: Modular planen und in Phasen aufbauen. Beginne mit RF-Sensoren als Basisebene. Validiere die Detektionsleistung über mehrere Wochen Echtbetrieb. Ergänze in Phase 2 Radar (für funklose Drohnen) und optische Verfolgung (für gerichtsfeste Beweissicherung). Phase 3 fügt Akustik und ggf. eine zentrale Leitstellenintegration hinzu. Diese stufige Beschaffung ist budgetfreundlicher und reduziert das Risiko von Fehlplanung.

Ein konkretes Beispiel

Ein mittelgroßer deutscher Verkehrsflughafen (rund 5 Mio. Passagiere/Jahr) installiert AARTOS in modularer Konfiguration. Phase 1 (Q3/2025): Sechs SPECTRAN-RF-Sensoren im Perimeter, vernetzt mit der bestehenden Flughafensicherheitsleitstelle. Das System meldet RF-Signaturen von Drohnen, kategorisiert Hersteller (DJI Mavic 3, Yuneec H520) und zeigt Annäherungsrichtung und geschätzte Pilotenposition. Investition Phase 1: ca. 800.000 EUR brutto inkl. Installation und Erstwartung. Phase 2 (Q2/2026): Drei Radarkuppeln auf Tower und zwei Hangardächern ergänzen das System, um auch Drohnen ohne aktiven Funklink zu erfassen, sowie eine PTZ-Kamera für gerichtsfeste Beweissicherung bei Anflug. Zusatzinvestition: rund 1,1 Mio. EUR. Resultat: 14 dokumentierte Drohnenvorfälle in den ersten zwölf Monaten, davon zwei mit nachfolgender Ermittlung durch die Bundespolizei dank gespeicherter RF-Signatur und Kamerabild. Die Datenhaltung läuft vollständig on-premise — relevant für die interne Compliance und für die Aufsichtsbehörde.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Deutschland. AARTOS läuft on-premise; alle Sensor- und Lagebildner Daten verbleiben in den Systemen des Betreibers. Keine zwingende Cloud-Anbindung.
  • Personenbezogene Daten: Bei optischer Verfolgung können Personen erfasst werden (insbesondere Piloten). Aaronia liefert Konfigurationen mit automatischer Schwärzung und Aufbewahrungsfristen, die mit Datenschutzbeauftragten abzustimmen sind.
  • AVV: Bei reinem On-Premise-Betrieb ist Aaronia kein Auftragsverarbeiter, sondern reiner Hardware-/Softwarelieferant. Wartungs- oder Remote-Service-Verträge erfordern AVV — Aaronia stellt diesen bereit.
  • Geheimschutz: Aaronia liefert in VS-NfD- und höhere Bereiche; die genaue Eignung ist projektspezifisch zu prüfen.
  • BSI/IT-Sicherheit: Hardware und Software sind für den Einsatz in KRITIS-Umgebungen ausgelegt. Penetrationstests und Audit-Begleitung sind über Aaronia oder Drittpartner verfügbar.
  • Empfehlung: Vor Beschaffung Datenschutz-Folgenabschätzung mit eigenem DSB, IT-Sicherheit und Justiziar; bei Behördenkontext zusätzlich VS-Einstufung klären.

Gut kombiniert mit

  • Robin Radar IRIS — Aaronia liefert RF und optische Klassifikation, Robin Radar fügt die Micro-Doppler-Radarschicht hinzu. Diese Kombination ist im hochpreisigen Flughafen-Segment Standard, weil sie sowohl funkende als auch autonome Drohnen abdeckt.
  • Dedrone (Axon) — als reines Datenfusion-Frontend nutzbar, wenn der Betreiber bereits in das Dedrone-Ökosystem investiert hat. Aaronia-Sensoren können (mit Integrationsaufwand) als RF-Datenlieferanten dienen.
  • Klassische SIEM/SOC-Plattformen (Splunk, IBM QRadar) — AARTOS-Events lassen sich per Standardschnittstellen in die Sicherheitsleitstelle des Betreibers integrieren, sodass Drohnenvorfälle im selben Workflow wie Cyber-Incidents bearbeitet werden.

Unser Testurteil

Aaronia AARTOS verdient 4 von 5 Sternen. Die Kombination aus deutscher Fertigung, On-Premise-Datenhaltung, ausgereifter SPECTRAN-Hardware und realer Referenzgrößenordnung ist im europäischen Markt selten. Wer DSGVO-Compliance, Geheimschutzfähigkeit und die Möglichkeit zu modularer Skalierung braucht, findet bei Aaronia eines der wenigen Systeme, die diese Kombination liefern. Den fünften Stern verliert das System durch die ingenieursnahe Benutzeroberfläche, die fehlende Cloud-Multi-Standort-Übersicht und die Tatsache, dass RF-only-Konfigurationen autonome Drohnen ohne Funklink konstruktionsbedingt verfehlen — eine Bedrohungslage, die mit dem Reifegrad militärischer Drohnen weiter wachsen wird. Für Beschaffer ist Aaronia in Deutschland eine seriöse Default-Option; für globale Konzerne mit US-IT-Standard bleibt Dedrone oft die einfachere Wahl.

Was wir bemerkt haben

  • 2022–2023 — Aaronia erweiterte AARTOS um die Radar-Komponente “AARTOS DDS Radar” und positionierte sich damit deutlicher gegen reine Radarspezialisten wie Robin Radar.
  • Oktober 2024 — Mit der Übernahme von Dedrone durch Axon (USA) verschärfte sich die Marktdifferenzierung: Aaronia blieb explizit europäisch-unabhängig, was für deutsche Beschaffer ein zusätzlicher Pluspunkt wurde — vor allem in Behörden- und KRITIS-Ausschreibungen mit Souveränitätsanforderungen.
  • 2024–2025 — Im Zuge des Ukraine-Konflikts und vermehrter Drohnen-Sichtungen über deutscher kritischer Infrastruktur (Pipelines, militärische Liegenschaften) stieg die Nachfrage spürbar. Aaronia wurde mehrfach in Bundestagsdebatten und KRITIS-Berichten als deutscher Anbieter genannt.
  • Mai 2026 — Aaronia veröffentlicht weiterhin keine öffentlichen Listenpreise. Die Strategie hat Bestand: Counter-UAS bleibt Projektgeschäft, nicht SaaS.

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