Pflegesoftware im Vergleich: MEDIFOX DAN, myneva, Connext Vivendi, euregon .snap und DMRZ.de
Kurzfazit: Fünf Systeme, ein öffentlicher Preis. Für ambulante Dienste mit vielen Touren ist MEDIFOX DAN der Kandidat, als Einziger mit beworbener KI-Tourenplanung. Stationäre Einrichtungen schauen auf myneva, dessen KI allerdings in myneva.care sitzt und nicht in heimbas. Träger mit mehreren Hilfefeldern nehmen Connext Vivendi, das streng regelbasiert plant. Kleine und neu gegründete Dienste finden nur bei DMRZ.de echte Tarife, ab 59,99 € netto im Monat. KI im Dienstplan heißt heute: Vorschläge ja, Entscheidungen nein.
Stand: September 2026. Alle Angaben laut Anbieterseiten, abgerufen am 17.09.2026, Quellen unten. Keine Preise für unsere eigenen Leistungen, keine Angaben zur Abrechnungssicherheit, die wir nicht belegen können.
Die fünf Systeme in der Übersicht
Neun Kriterien, die eine Pflegedienstleitung wirklich abwägt. Wo ein Anbieter schweigt, steht das auch so in der Tabelle: In diesem Markt ist die Lücke selbst ein Ergebnis. Namen mit Link führen zu unserem ausführlichen Tool-Profil.
| Kriterium | MEDIFOX DAN MEDIFOX DAN GmbH (ResMed) | myneva myneva Group | Connext Vivendi Connext | euregon .snap euregon AG | DMRZ.de Deutsches Medizinrechenzentrum |
|---|---|---|---|---|---|
| Einsatzbereich | Ambulante Pflege, stationäre Pflege, Tagespflege, Intensivpflege und Betreuungsdienst, dazu Therapie und Jugendhilfe | Altenpflege stationär und ambulant, Kinder- und Jugendhilfe, Eingliederungshilfe, soziale Dienste. Laut Anbieter über 6.400 Kundeneinrichtungen, 610.000 tägliche Nutzer und 1,7 Mio. Klienten in 9 Ländern | Altenhilfe, Eingliederungshilfe, Jugendhilfe, Kindertageseinrichtungen, Beratungsstellen, Fachdienste und Kliniken | Ambulante Pflege, Tagespflege, Intensivpflege, Betreutes Wohnen, Nachbarschaftshilfe, Essen auf Rädern, Hausnotruf, neu .snap stationär für Pflegeheime | Ambulante Pflege, Intensivpflege, Tagespflege und Betreuungsdienste |
| Dokumentation und SIS | Pflege- und Betreuungsdokumentation als Kernmodul von MD Ambulant. SIS®-Berichte und Maßnahmenpläne nennt der Anbieter bei der Integration Care.One, die die Kundenaufnahme KI-gestützt automatisiert | Dokumentation in myneva.care, Erfassung am Einsatzort per Spracheingabe. myneva.heimbas ist die klassische Heimverwaltung. Das Strukturmodell oder die SIS nennen die geprüften Seiten nicht | Vivendi PD für Planung und Dokumentation, Vivendi MOBIL als mobile Klientenakte | Pflegedokumentation und Medikationsmanagement als Modulblöcke in .snap ambulant | Pflegedokumentation und Wunddokumentation gibt es erst im Tarif Premium, nicht in Basic und Advanced |
| Abrechnung | Abrechnung und Verwaltung als Kernmodul, MD Finance als Abrechnungsservice. Eine Aufschlüsselung nach SGB V und SGB XI steht auf der geprüften Produktseite nicht | Abrechnung gehört zum heimbas-Portfolio. Eine öffentliche Aufschlüsselung nach SGB V und SGB XI haben wir auf den geprüften Seiten nicht gefunden | Vivendi NG für Verwaltung, Leistungsabrechnung und Auswertung, Rechnungswesen über Diamant/4. Ohne Aufschlüsselung nach SGB V und SGB XI | Vollelektronische Abrechnung wird genannt, ohne Aufschlüsselung nach SGB V und SGB XI | Abrechnung mit gesetzlichen und privaten Kostenträgern für SGB V und SGB XI, in allen drei Tarifen enthalten |
| Dienst- und Tourenplanung | Personaleinsatzplanung plus KI-gestützte Tourenplanung, die laut Anbieter auf Knopfdruck Planvorschläge nach euren Präferenzen erstellt | Im Produktverzeichnis steht myneva.stationäre-ablaufplanung. Eine eigene Dienstplanseite mit Funktionsbeschreibung haben wir nicht gefunden | Vivendi PEP mit unbegrenzten Planungszeiträumen, automatischer Vertretungssuche, Szenario-Manager für Was-wäre-wenn-Fälle und automatischen Prüfungen auf tarifliche, gesetzliche und individuelle Regeln | .snap Assist als digitaler Assistent, beworben mit hocheffizienter Tourenplanung ohne Stress. Eine eigene Dienstplanbeschreibung steht dort nicht | Tourenplanung inklusive automatischer Tourenoptimierung in allen Tarifen. Eine Dienstplanung nennt die Tarifübersicht nicht |
| Mobil und offline | Mobile Datenerfassung und MD CarePad. Zum Offline-Betrieb schreibt der Anbieter: alle Eingaben werden zwischengespeichert und synchronisieren automatisch, sobald wieder eine Verbindung besteht | myneva.care dokumentiert mobil am Einsatzort. Zum Offline-Betrieb steht auf der Produktseite nichts | Vivendi MOBIL als mobile Klientenakte. Zum Offline-Betrieb steht auf den geprüften Seiten nichts | Mobile Lösungen als eigener Modulblock. Zum Offline-Betrieb steht auf der geprüften Seite nichts | Mobile Leistungserfassung in allen Tarifen. Zum Offline-Betrieb steht auf der Tarifseite nichts |
| TI und ePA | KIM-Schnittstelle für den Austausch mit Ärztinnen und Kassen, dazu ein Wissenshub TI. Zur ePA steht auf den geprüften Seiten nichts | Telematikinfrastruktur wird als eigene Komponente genannt, ohne ePA-Details | Eigene Themenseiten zu Telematik-KIM und E-Rezept | Telematikinfrastruktur wird als Modul geführt | Eigene Ratgeberseite zur TI in der Pflege, der Funktionsumfang steht nicht in der Tarifübersicht |
| Hosting | 100 % Hosting in Deutschland laut Startseite, MD Hosting als eigenes Angebot | Laut myneva.care werden alle Daten DSGVO-konform in Deutschland verarbeitet und ausschließlich in der EU gespeichert | Auf den geprüften Seiten nicht angegeben | .snap Cloud als Hosting-Option, der Serverstandort ist öffentlich nicht dokumentiert | Cloud-Software, der Serverstandort ist auf der geprüften Seite nicht benannt |
| KI laut Anbieter | KI-gestützte Tourenplanung, VEA Sprachassistenz (Sprechen statt tippen, direkt in der Software), Care.One erstellt SIS®-Berichte und Maßnahmenpläne KI-gestützt | KI-gestützte Spracheingabe, KI-gestützte Übersetzung in 99 Sprachen mit Dialekterkennung, automatisierte Erfassung von Gesundheitsdaten, alles in myneva.care statt in heimbas | Keine KI-Funktion beworben. PEP arbeitet mit Regelprüfung und Simulation, das ist Regelwerk, kein lernendes Verfahren | .snap Speech für Spracherkennung in der Dokumentation. Ob hinter .snap Assist ein lernendes Verfahren oder ein klassischer Optimierer steckt, sagt die Seite nicht | Keine KI beworben. Genannt wird OCR zur automatischen Texterkennung von Verordnungen |
| Preis laut Anbieter | Nicht veröffentlicht, Angebot nach Beratungsgespräch | Nicht veröffentlicht | Nicht veröffentlicht | Nicht veröffentlicht, .snap STARTER wird als günstiger Einstieg für kleine Dienste beworben | Basic 59,99 €, Advanced 119,99 €, Premium 179,99 € pro Monat zzgl. MwSt., mit 10.000, 20.000 bzw. 30.000 € Abrechnungsvolumen inklusive und 0,8, 0,7 bzw. 0,6 % auf jeden Euro darüber. Laufzeit 12 Monate, Servicepakete 3,99 bis 24,99 € zzgl. MwSt., 14 Tage kostenlos testen |
MEDIFOX DAN GmbH (ResMed)
- Einsatzbereich
- Ambulante Pflege, stationäre Pflege, Tagespflege, Intensivpflege und Betreuungsdienst, dazu Therapie und Jugendhilfe
- Dokumentation und SIS
- Pflege- und Betreuungsdokumentation als Kernmodul von MD Ambulant. SIS®-Berichte und Maßnahmenpläne nennt der Anbieter bei der Integration Care.One, die die Kundenaufnahme KI-gestützt automatisiert
- Abrechnung
- Abrechnung und Verwaltung als Kernmodul, MD Finance als Abrechnungsservice. Eine Aufschlüsselung nach SGB V und SGB XI steht auf der geprüften Produktseite nicht
- Dienst- und Tourenplanung
- Personaleinsatzplanung plus KI-gestützte Tourenplanung, die laut Anbieter auf Knopfdruck Planvorschläge nach euren Präferenzen erstellt
- Mobil und offline
- Mobile Datenerfassung und MD CarePad. Zum Offline-Betrieb schreibt der Anbieter: alle Eingaben werden zwischengespeichert und synchronisieren automatisch, sobald wieder eine Verbindung besteht
- TI und ePA
- KIM-Schnittstelle für den Austausch mit Ärztinnen und Kassen, dazu ein Wissenshub TI. Zur ePA steht auf den geprüften Seiten nichts
- Hosting
- 100 % Hosting in Deutschland laut Startseite, MD Hosting als eigenes Angebot
- KI laut Anbieter
- KI-gestützte Tourenplanung, VEA Sprachassistenz (Sprechen statt tippen, direkt in der Software), Care.One erstellt SIS®-Berichte und Maßnahmenpläne KI-gestützt
- Preis laut Anbieter
- Nicht veröffentlicht, Angebot nach Beratungsgespräch
myneva Group
- Einsatzbereich
- Altenpflege stationär und ambulant, Kinder- und Jugendhilfe, Eingliederungshilfe, soziale Dienste. Laut Anbieter über 6.400 Kundeneinrichtungen, 610.000 tägliche Nutzer und 1,7 Mio. Klienten in 9 Ländern
- Dokumentation und SIS
- Dokumentation in myneva.care, Erfassung am Einsatzort per Spracheingabe. myneva.heimbas ist die klassische Heimverwaltung. Das Strukturmodell oder die SIS nennen die geprüften Seiten nicht
- Abrechnung
- Abrechnung gehört zum heimbas-Portfolio. Eine öffentliche Aufschlüsselung nach SGB V und SGB XI haben wir auf den geprüften Seiten nicht gefunden
- Dienst- und Tourenplanung
- Im Produktverzeichnis steht myneva.stationäre-ablaufplanung. Eine eigene Dienstplanseite mit Funktionsbeschreibung haben wir nicht gefunden
- Mobil und offline
- myneva.care dokumentiert mobil am Einsatzort. Zum Offline-Betrieb steht auf der Produktseite nichts
- TI und ePA
- Telematikinfrastruktur wird als eigene Komponente genannt, ohne ePA-Details
- Hosting
- Laut myneva.care werden alle Daten DSGVO-konform in Deutschland verarbeitet und ausschließlich in der EU gespeichert
- KI laut Anbieter
- KI-gestützte Spracheingabe, KI-gestützte Übersetzung in 99 Sprachen mit Dialekterkennung, automatisierte Erfassung von Gesundheitsdaten, alles in myneva.care statt in heimbas
- Preis laut Anbieter
- Nicht veröffentlicht
Connext
- Einsatzbereich
- Altenhilfe, Eingliederungshilfe, Jugendhilfe, Kindertageseinrichtungen, Beratungsstellen, Fachdienste und Kliniken
- Dokumentation und SIS
- Vivendi PD für Planung und Dokumentation, Vivendi MOBIL als mobile Klientenakte
- Abrechnung
- Vivendi NG für Verwaltung, Leistungsabrechnung und Auswertung, Rechnungswesen über Diamant/4. Ohne Aufschlüsselung nach SGB V und SGB XI
- Dienst- und Tourenplanung
- Vivendi PEP mit unbegrenzten Planungszeiträumen, automatischer Vertretungssuche, Szenario-Manager für Was-wäre-wenn-Fälle und automatischen Prüfungen auf tarifliche, gesetzliche und individuelle Regeln
- Mobil und offline
- Vivendi MOBIL als mobile Klientenakte. Zum Offline-Betrieb steht auf den geprüften Seiten nichts
- TI und ePA
- Eigene Themenseiten zu Telematik-KIM und E-Rezept
- Hosting
- Auf den geprüften Seiten nicht angegeben
- KI laut Anbieter
- Keine KI-Funktion beworben. PEP arbeitet mit Regelprüfung und Simulation, das ist Regelwerk, kein lernendes Verfahren
- Preis laut Anbieter
- Nicht veröffentlicht
euregon AG
- Einsatzbereich
- Ambulante Pflege, Tagespflege, Intensivpflege, Betreutes Wohnen, Nachbarschaftshilfe, Essen auf Rädern, Hausnotruf, neu .snap stationär für Pflegeheime
- Dokumentation und SIS
- Pflegedokumentation und Medikationsmanagement als Modulblöcke in .snap ambulant
- Abrechnung
- Vollelektronische Abrechnung wird genannt, ohne Aufschlüsselung nach SGB V und SGB XI
- Dienst- und Tourenplanung
- .snap Assist als digitaler Assistent, beworben mit hocheffizienter Tourenplanung ohne Stress. Eine eigene Dienstplanbeschreibung steht dort nicht
- Mobil und offline
- Mobile Lösungen als eigener Modulblock. Zum Offline-Betrieb steht auf der geprüften Seite nichts
- TI und ePA
- Telematikinfrastruktur wird als Modul geführt
- Hosting
- .snap Cloud als Hosting-Option, der Serverstandort ist öffentlich nicht dokumentiert
- KI laut Anbieter
- .snap Speech für Spracherkennung in der Dokumentation. Ob hinter .snap Assist ein lernendes Verfahren oder ein klassischer Optimierer steckt, sagt die Seite nicht
- Preis laut Anbieter
- Nicht veröffentlicht, .snap STARTER wird als günstiger Einstieg für kleine Dienste beworben
Deutsches Medizinrechenzentrum
- Einsatzbereich
- Ambulante Pflege, Intensivpflege, Tagespflege und Betreuungsdienste
- Dokumentation und SIS
- Pflegedokumentation und Wunddokumentation gibt es erst im Tarif Premium, nicht in Basic und Advanced
- Abrechnung
- Abrechnung mit gesetzlichen und privaten Kostenträgern für SGB V und SGB XI, in allen drei Tarifen enthalten
- Dienst- und Tourenplanung
- Tourenplanung inklusive automatischer Tourenoptimierung in allen Tarifen. Eine Dienstplanung nennt die Tarifübersicht nicht
- Mobil und offline
- Mobile Leistungserfassung in allen Tarifen. Zum Offline-Betrieb steht auf der Tarifseite nichts
- TI und ePA
- Eigene Ratgeberseite zur TI in der Pflege, der Funktionsumfang steht nicht in der Tarifübersicht
- Hosting
- Cloud-Software, der Serverstandort ist auf der geprüften Seite nicht benannt
- KI laut Anbieter
- Keine KI beworben. Genannt wird OCR zur automatischen Texterkennung von Verordnungen
- Preis laut Anbieter
- Basic 59,99 €, Advanced 119,99 €, Premium 179,99 € pro Monat zzgl. MwSt., mit 10.000, 20.000 bzw. 30.000 € Abrechnungsvolumen inklusive und 0,8, 0,7 bzw. 0,6 % auf jeden Euro darüber. Laufzeit 12 Monate, Servicepakete 3,99 bis 24,99 € zzgl. MwSt., 14 Tage kostenlos testen
Warum die Zeile "Dokumentation und SIS" zuerst kommt
Die Strukturierte Informationssammlung ist der Einstieg in den Pflegeprozess nach dem Strukturmodell zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation. Es gilt laut Projektbüro EinSTEP für ambulante Pflege, stationäre Langzeitpflege, Tages- und Kurzzeitpflege und arbeitet unter Schirmherrschaft des Bundesgesundheitsministeriums. Die nützliche Frage im Vertriebstermin lautet deshalb nicht, ob die Software dokumentieren kann, sondern ob sie die SIS als Einstieg abbildet und wie viele Klicks ein Verlaufseintrag braucht. Ausdrücklich auf seinen öffentlichen Seiten schreibt die SIS von den fünf nur MEDIFOX DAN, über die Integration Care.One. CuraSoft, hier nicht in der Tabelle, nennt SIS-Standards in der Modulübersicht.
Welches System passt zu eurer Versorgungsform?
Die schnelle Orientierung nach dem, was ihr betreibt und was gerade weh tut.
Die Anbieter im Einzelnen
Was jedes System gut kann, wo es schweigt und für wen es gebaut ist. Alle Angaben stammen von den Anbieterseiten, abgerufen am 17.09.2026. Einen eigenen Test haben wir nicht gefahren.
MEDIFOX DAN
MEDIFOX DAN GmbH (ResMed)MEDIFOX DAN hat im Vergleich die breiteste Abdeckung: ambulante Pflege, stationäre Pflege, Tagespflege, Intensivpflege und Betreuungsdienst laufen unter einem Dach, dazu Therapie und Jugendhilfe. Die KI-gestützte Tourenplanung ist die einzige Funktion im Feld, die ein Hersteller ausdrücklich als KI im Planungsalltag beschreibt. Sie kalkuliert laut Anbieter Qualifikationen, Wunschzeiten, gemeinsame Haushalte und Besuchshäufigkeiten ein und erstellt auf Knopfdruck Planvorschläge.
Eine Zahl zur Zeitersparnis nennt die Funktionsseite nicht, nur das Bild von der Kaffeelänge. Welche Technik rechnet, sagt sie ebenfalls nicht. Dazu kommen die Sprachassistenz VEA und die Integration Care.One, die laut Anbieter die Kundenaufnahme automatisiert und SIS®-Berichte und Maßnahmenpläne KI-gestützt erstellt. Gehostet wird laut Startseite zu 100 % in Deutschland, Preise stehen nirgends.
myneva
myneva Groupmyneva ist kein einzelnes Produkt, sondern eine Gruppe: heimbas für die Heimverwaltung, go-on aus der früheren Godo-Software, care als neuere Plattform, dazu ein Dutzend weiterer Linien. Für den Einkauf zählt eine Unterscheidung: Die KI-Versprechen hängen an myneva.care, nicht an heimbas. Dort sitzen mobile Spracheingabe, KI-gestützte Übersetzung in 99 Sprachen mit Dialekterkennung und die automatisierte Erfassung von Gesundheitsdaten. Wer heimbas kauft und KI erwartet, kauft das falsche Modul.
Beim Datenschutz ist myneva von allen fünf am deutlichsten: Verarbeitung in Deutschland, Speicherung ausschließlich in der EU, so steht es auf der care-Produktseite. Die Größe stimmt auch, über 6.400 Kundeneinrichtungen in neun Ländern. Dienstplanung und Abrechnung sind auf den öffentlichen Seiten dagegen dünn beschrieben, danach fragt ihr im Termin.
Connext Vivendi
ConnextConnext Vivendi deckt Pflege und Sozialwirtschaft im selben System ab, von der Altenhilfe über die Eingliederungshilfe bis zu Kitas, Beratungsstellen und Kliniken. Wer als Träger mehrere Hilfefelder betreibt, findet hier die größte fachliche Breite im Vergleich. Vivendi PEP ist zudem das ausführlichste Dienstplanmodul: unbegrenzte Planungszeiträume, automatische Vertretungssuche, ein Szenario-Manager für Was-wäre-wenn-Fälle und automatische Prüfungen auf tarifliche, gesetzliche und individuelle Regeln.
Bemerkenswert ist, was Connext dabei nicht tut: Nichts davon heißt bei ihnen KI. Das ist genauer als die Konkurrenz, denn Regelprüfung und Simulation sind genau das, ein Regelwerk und ein Rechenverfahren. Ein eigenes Tool-Profil hat Vivendi bei uns nicht, klassische Pflegesoftware ohne KI-Kern bekommt bei uns keine Tool-Seite. Preise und Serverstandort nennt der Anbieter öffentlich nicht.
euregon .snap
euregon AGDie euregon AG aus Augsburg fährt die Suite .snap, ursprünglich für ambulante Dienste gebaut und inzwischen bis in Tagespflege, Intensivpflege, Betreutes Wohnen, Hausnotruf und neuerdings Pflegeheime hinein erweitert. Für kleine Dienste und Gründer gibt es .snap STARTER, für die Dokumentation .snap Speech mit Spracherkennung, für die Touren .snap Assist.
Hier lohnt genaues Lesen. .snap Speech ist Spracherkennung und damit eine echte KI-Anwendung. Bei .snap Assist steht auf der Seite digitaler Assistent und hocheffiziente Tourenplanung ohne Stress, aber nicht, welches Verfahren rechnet. Der Serverstandort der .snap Cloud ist öffentlich nicht dokumentiert. Lasst ihn euch schriftlich geben, bevor Gesundheitsdaten dorthin wandern. Bei uns beschrieben ist bisher nur das Angehörigen-Modul, nicht die Suite.
DMRZ.de
Deutsches MedizinrechenzentrumDMRZ.de ist der Ausreißer im Feld, im positiven Sinn: der einzige Anbieter, der Preise auf die Website schreibt. Basic 59,99 €, Advanced 119,99 €, Premium 179,99 € pro Monat zzgl. MwSt., jeweils mit 10.000, 20.000 oder 30.000 € Abrechnungsvolumen inklusive und 0,8, 0,7 oder 0,6 % auf jeden Euro darüber, bei 12 Monaten Laufzeit. Vierzehn Tage testen kostet nichts.
Der Schwerpunkt liegt auf der Abrechnung mit gesetzlichen und privaten Kostenträgern für SGB V und SGB XI. Tourenplanung mit automatischer Optimierung und mobile Leistungserfassung sind in allen Tarifen dabei, die Pflegedokumentation dagegen erst im Premium-Tarif. Das ist beim Vergleichen leicht zu übersehen und verschiebt die Rechnung. KI bewirbt DMRZ nicht, genannt wird OCR zur Texterkennung von Verordnungen.
Nicht in der Tabelle, aber oft gesucht: CuraSoft aus Deutschland bewirbt eine KI, die Pflegedienste bei allem unterstützt, was zeitaufwendig ist, vor allem bei der Doku, und nennt Module für Verwaltung, Dokumentation nach AEDL- und SIS-Standards, Planung, Abrechnung und die mobile Plattform cura.go. Wie die KI arbeitet, beschreibt die Seite nicht. Wer nach Godo sucht, landet bei myneva: Die frühere Godo-Software läuft dort als myneva.go-on.
KI in der Dienstplanung: was heute geht, wo es aufhört
Die Dienstplanung ist in der Pflege ein eigenes Thema, nicht ein Unterpunkt der Software-Auswahl. Wer danach sucht, bekommt meistens Werbung oder Allgemeinplätze. Also getrennt: was Hersteller heute anbieten, wo es zuverlässig aufhört und wer mitreden muss, bevor der erste automatisch erzeugte Plan aushängt.
Planvorschlag aus der Pflegesoftware
KI laut HerstellerMEDIFOX DAN nennt seine Tourenplanung eine Planungsassistentin, die auf Knopfdruck Planvorschläge nach euren Präferenzen erstellt und dabei Qualifikationen, Wunschzeiten, gemeinsame Haushalte und Besuchshäufigkeiten einrechnet, samt Frage, ob das Team mit Auto, Fahrrad oder zu Fuß unterwegs ist.
Spezialisierte Dienstplan-Software
Algorithmus laut HerstellerPlanerio wirbt für die Pflege mit dem Satz "Auf Knopfdruck zum optimalen Plan: Dank intelligentem Algorithmus bis zu 90 % mehr Zeit für Wichtiges" und nennt über 4.000 Standorte. Die Schichtfolgeplanung achtet laut Anbieter auf Ruhezeiten, ein Qualifikationsmanagement soll Fehlbesetzungen verhindern, Wünsche hinterlegen die Mitarbeitenden selbst. Die Kosten hängen laut Anbieter an der Zahl der Mitarbeitenden.
Regelwerk ohne KI-Etikett
Keine KI genanntConnext Vivendi PEP plant mit unbegrenzten Planungszeiträumen, automatischer Vertretungssuche, Szenario-Manager und automatischen Überprüfungsfunktionen zur Einhaltung von tariflichen, gesetzlichen und individuellen Regeln. Als KI verkauft Connext das nicht, und das trifft die Sache genauer.
Die Grenzen, ehrlich
- Der Vorschlag ist nur so gut wie die Stammdaten. Qualifikationen, Fest- und Wunschzeiten, Besuchshäufigkeiten und Verfügbarkeiten müssen gepflegt sein, sonst optimiert das System an eurer Realität vorbei.
- "Bis zu 90 %" ist eine Anbieterangabe, kein Messwert aus eurem Betrieb, und "bis zu" ist die entscheidende Einschränkung. Fragt im Termin, worauf sich die Zahl bezieht und gegen welchen Ausgangswert gerechnet wurde.
- Ein Optimierer optimiert die Zielfunktion, die ihr einstellt. Kürzeste Fahrzeit, gleichmäßige Belastung und wenig Wechsel bei den Klienten sind drei verschiedene Ziele, die einander widersprechen können. Wer nicht sagt, was wichtiger ist, bekommt die Antwort des Herstellers.
- Der kurzfristige Ausfall bleibt Handarbeit. Vertretungsvorschläge helfen, aber wer um 6:10 Uhr absagt, wird nicht vom Algorithmus ersetzt, sondern von einem Menschen, den jemand anruft.
- Keiner der geprüften Anbieter verspricht, dass sein Plan rechtssicher ist. Die Systeme prüfen die Regeln, die ihr hinterlegt habt. Die Verantwortung für den veröffentlichten Plan bleibt bei der Leitung.
Mitbestimmung: der Dienstplan gehört nicht der Software
Ein Dienstplan legt Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit einschließlich der Pausen fest und verteilt die Arbeitszeit auf die einzelnen Wochentage. Das ist wörtlich der Tatbestand aus § 87 Abs. 1 Nr. 2 BetrVG: Wo ein Betriebsrat besteht, hat er mitzubestimmen, soweit keine gesetzliche oder tarifliche Regelung besteht. Für kurzfristige Planänderungen kommt Nr. 3 dazu (vorübergehende Verkürzung oder Verlängerung der betriebsüblichen Arbeitszeit). Soll das System Verhalten oder Leistung auswerten, greift zusätzlich Nr. 6, die Einführung und Anwendung technischer Einrichtungen, die dazu bestimmt sind, Verhalten oder Leistung der Arbeitnehmer zu überwachen.
Ein großer Teil der Pflege hat gar keinen Betriebsrat, sondern eine Mitarbeitervertretung: § 118 Abs. 2 BetrVG nimmt Religionsgemeinschaften und ihre karitativen und erzieherischen Einrichtungen unbeschadet der Rechtsform vom Betriebsverfassungsgesetz aus. Bei kirchlichen Trägern gilt deshalb das jeweilige Mitarbeitervertretungsrecht, nicht der Paragraf oben. Welche Regelung bei euch greift, klärt eure Personalabteilung, nicht der Anbieter.
Dazu kommt die europäische KI-Verordnung. Ihr Anhang III Nummer 4 Buchstabe b nennt KI-Systeme, die bestimmungsgemäß für die Zuweisung von Aufgaben aufgrund des individuellen Verhaltens oder persönlicher Merkmale oder für die Beobachtung und Bewertung der Leistung im Beschäftigungsverhältnis verwendet werden sollen. Ob euer Planungswerkzeug darunter fällt, hängt daran, wonach es Aufgaben zuweist. Das ist eine Frage an eure Rechtsberatung und an den Anbieter im Termin, keine, die ein Vergleichstext für euch beantwortet.
Praktisch heißt das: Vorschlag vom System, Prüfung und Freigabe durch die Leitung, Beteiligung der Interessenvertretung vor dem Start, nicht nach der ersten Beschwerde.
Wie ein solcher Wechsel im Alltag abläuft, mit Ablauf, Aufwand und Wirtschaftlichkeit, steht in unserem Use Case KI-Dienstplanoptimierung für Pflegeeinrichtungen.
Was in diesem Markt wirklich KI ist
Fast jede Produktseite schreibt irgendwo "intelligent". Nützlich ist die Unterscheidung trotzdem, weil sie festlegt, was ihr prüfen müsst: Ein gelerntes Modell kann sich irren und braucht einen Gegenleser, ein Regelwerk tut, was jemand hineingeschrieben hat, und irrt sich genau dort.
Echte KI: Sprache wird Text
KISpracherkennung ist ein gelerntes Modell, hier ist das Etikett berechtigt. MEDIFOX DAN bietet VEA ("Sprechen statt tippen. Direkt in Ihrer Software"), myneva.care die mobile Spracheingabe samt Übersetzung in 99 Sprachen mit Dialekterkennung, euregon .snap Speech. Die Grenze: Diktiertes wird zu Text, ob der Inhalt fachlich stimmt, prüft weiterhin die Pflegekraft.
Grauzone: Touren und Dienstpläne
Optimierung, teils als KI beworbenadiutaByte, ein Anbieter für KI-basierte Touren-, Dienst- und Einsatzplanung mit Healthcare als Einsatzfeld, nennt eigene Werte wie 25 % kürzere Fahrtzeiten. Kombinatorische Optimierung ist zuerst Mathematik. Ob ein lernender Anteil dazukommt, schreibt keine der geprüften Produktseiten. Nützlich ist es trotzdem, nur eben aus einem anderen Grund als beworben.
Keine KI: Regelprüfung und Texterkennung
RegelwerkPrüfungen auf Ruhezeiten, Arbeitszeitgrenzen und Tarifregeln sind Regelwerke, die jemand einmal hinterlegt hat, bei Connext Vivendi PEP ausdrücklich so beschrieben. Auch die OCR, mit der DMRZ.de Verordnungen automatisch erkennt, ist Texterkennung und kein Assistent, der mitdenkt. Beides spart Zeit. Nur ist es keine KI, und das gehört ins Protokoll der Auswahlrunde.
Was wir nicht gefunden haben: eine Auffälligkeitserkennung in der Pflegedokumentation, also ein System, das von sich aus meldet, dass ein Eintrag nicht zum bisherigen Verlauf passt. Keiner der geprüften Anbieter beschreibt so etwas auf seinen öffentlichen Seiten. Wenn euch das im Vertriebstermin angeboten wird, lasst es euch an euren eigenen Daten vorführen und fragt, was bei einem Fehlalarm passiert und wer den Hinweis dokumentiert.
Wechsel der Software: die drei Punkte, an denen es hängt
Umstiege in diesem Markt scheitern selten am Funktionsumfang. Sie scheitern an drei Stellen, und alle drei stehen früh im Projektplan oder gar nicht.
1. Die Datenübernahme
Was genau migriert wird, gehört als Liste ins Angebot, nicht ins Kickoff-Protokoll: Klientenstammdaten, Leistungsvereinbarungen, laufende Pflegeplanungen, Abrechnungshistorie, Mitarbeiterstammdaten mit Qualifikationen. Alles, was nicht migriert wird, braucht für die Dauer der Aufbewahrungsfristen einen Lesezugriff auf das Altsystem, und dieser Zugriff kostet in der Regel weiter Lizenz. Diese Position fehlt in fast jedem ersten Angebot.
2. Der Abrechnungslauf im laufenden Betrieb
Kein Umstellungsstichtag mitten im Abrechnungszeitraum. Plant einen vollen Zyklus im Parallelbetrieb, bis die erste Abrechnung im neuen System durchgelaufen und bezahlt ist. Wer diesen Monat überspringt, finanziert den Umstieg aus dem eigenen Konto, und in der ambulanten Pflege ist Liquidität selten das Polster, das man dafür hat.
3. Schulung und TI-Anbindung
Schulung wird in Schichten geplant, nicht an einem Nachmittag für alle. Und die Telematikinfrastruktur gehört in den Projektplan: Die gematik nennt als gesetzliche Anbindungsfrist für stationäre und ambulante Pflegeeinrichtungen sowie Tagespflegen den 1. Juli 2025 und schreibt, über Sanktionen entscheide das BMG, bisher seien sie nicht geplant, wer nicht angebunden sei, könne aber die TI-Pauschale nicht abrufen. Die Pauschale selbst regelt § 106b SGB XI für nach § 72 SGB XI zugelassene Einrichtungen. Institutionskarten und Heilberufsausweise beantragt ihr also früh, nicht in der Woche vor dem Start.
Wo KI in der Pflege wirklich Arbeit spart
Die Software-Entscheidung ist das eine. Das andere ist die Frage, welche Aufgabe ihr damit tatsächlich loswerdet. Unsere Use Cases rechnen das jeweils durch, mit Aufwand, Stolperstellen und Grenzen.
- KI-gestützte Pflegedokumentation, der Bereich, in dem Spracherfassung heute am weitesten ist
- KI-Dienstplanoptimierung für Pflegeeinrichtungen, der Ablauf hinter dem Abschnitt oben
- Qualitätssicherung in der Dokumentation, wenn die Doku vollständig sein soll, bevor die Prüfung kommt
- Personalbedarfsprognose, die Frage vor dem Dienstplan: wie viele Kräfte braucht welche Schicht
- Behördendokumentation, für den Papierkram neben der Pflege
Alle Anwendungsfälle im Überblick: KI in Pflege und Soziales
Für Unternehmen
Softwareauswahl ist die eine Hälfte, Einführung die andere
Ein System kaufen kann jeder. Der Unterschied entsteht danach: welche Aufgabe wirklich automatisiert wird, wer die Vorschläge prüft, wie eine Pflegekraft in drei Minuten lernt, statt in drei Tagen. Unser Training für Teams, bei denen niemand programmiert, arbeitet an euren echten Aufgaben, mit klarer Anweisung und einem Prüfschritt, bevor etwas rausgeht. Im kostenlosen Erstgespräch, 30 Minuten, sagen wir euch ehrlich, ob Beratung, ein Training oder ein Projekt passt, oder ob gerade nichts davon nötig ist.
KI-Training anfragenBeratung, Trainings und Projekte im Überblick: Für Unternehmen
Frage zur Auswahl? Schreibt uns
Beschreibt kurz eure Versorgungsform, die Zahl der Pflegekräfte und was gerade am meisten Zeit frisst. Wir antworten innerhalb von 1 bis 2 Werktagen. Kostenlos und unverbindlich, und ohne Provision von einem der hier genannten Anbieter.
Häufige Fragen zu Pflegesoftware
- myneva vs MEDIFOX DAN: was ist der Unterschied?
- MEDIFOX DAN kommt aus der ambulanten Pflege und deckt ambulant, stationär, Tagespflege und Intensivpflege in einer Produktfamilie ab, mit KI-gestützter Tourenplanung, der Sprachassistenz VEA und laut Startseite 100 % Hosting in Deutschland. myneva ist eine Gruppe aus vielen Produktlinien mit Schwerpunkt stationäre Altenpflege und Eingliederungshilfe, nach eigenen Angaben über 6.400 Kundeneinrichtungen in neun Ländern. Wichtig beim Vergleich: myneva hängt seine KI-Funktionen an myneva.care, nicht an heimbas. Preise veröffentlicht keiner der beiden. Wer Touren plant, fängt bei MEDIFOX DAN an, wer Heimverwaltung und Eingliederungshilfe abbilden muss, bei myneva.
- MEDIFOX DAN vs andere Pflegesoftware: welche Alternativen gibt es?
- Realistisch treten an: myneva für stationäre Einrichtungen und Eingliederungshilfe, Connext Vivendi für Träger mit mehreren Hilfefeldern, die euregon-Suite .snap für ambulante Dienste mit Spracherkennung, DMRZ.de für kleine und neu gegründete Dienste, weil dort die Preise öffentlich stehen, dazu CuraSoft als weitere deutsche Cloud-Lösung, die eine eigene KI für die Dokumentation bewirbt. Der Unterschied liegt selten im Funktionsumfang, sondern in Versorgungsform, Einrichtungsgröße und Preis. Eine ausführliche Gegenüberstellung steht auf unserer Seite zu MEDIFOX DAN.
- Gibt es KI für den Dienstplan in der Pflege?
- Ja, mit Unterschieden. MEDIFOX DAN bewirbt eine KI-gestützte Tourenplanung, die Qualifikationen, Wunschzeiten, gemeinsame Haushalte und Besuchshäufigkeiten einrechnet. Spezialisierte Dienstplan-Software wie Planerio wirbt mit einem intelligenten Algorithmus und bis zu 90 % mehr Zeit für Wichtiges bei über 4.000 Standorten. Connext Vivendi PEP prüft Regeln und simuliert Szenarien, nennt das aber ausdrücklich nicht KI. Alle drei liefern Vorschläge, keine fertigen Pläne: Prüfung, Freigabe und Verantwortung bleiben im Betrieb.
- Dienstplan Pflege mit KI: was darf die Software entscheiden?
- Entscheiden darf sie nichts, vorschlagen viel. Ein Dienstplan legt Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit einschließlich der Pausen fest und verteilt die Arbeitszeit auf die einzelnen Wochentage, und genau das ist nach § 87 Abs. 1 Nr. 2 BetrVG mitbestimmungspflichtig, soweit keine gesetzliche oder tarifliche Regelung besteht. Für kurzfristige Änderungen kommt Nr. 3 dazu, für Systeme, die Verhalten oder Leistung überwachen sollen, Nr. 6. Kirchliche Träger fallen nach § 118 Abs. 2 BetrVG nicht unter das Betriebsverfassungsgesetz, dort gilt das jeweilige Mitarbeitervertretungsrecht. Praktisch heißt das: Vorschlag vom System, Prüfung und Freigabe durch die Leitung, Beteiligung der Interessenvertretung vor dem Start.
- Was kostet Pflegesoftware?
- Von den fünf geprüften Anbietern veröffentlicht nur DMRZ.de Preise: Basic 59,99 €, Advanced 119,99 €, Premium 179,99 € pro Monat zzgl. MwSt., mit 10.000, 20.000 oder 30.000 € inkludiertem Abrechnungsvolumen und 0,8, 0,7 oder 0,6 % auf jeden Euro darüber, bei 12 Monaten Laufzeit. MEDIFOX DAN, myneva, Connext Vivendi und euregon nennen keine Zahlen und machen ein Angebot nach dem Beratungsgespräch. Vergleichbar wird das erst, wenn ihr bei jedem Anbieter dieselbe Rechnung verlangt: Lizenz, Einführung, Datenmigration, Schulung und Support über 36 Monate, inklusive der Lizenz für den Lesezugriff auf das Altsystem.
- Welche Pflegesoftware bildet die SIS ab?
- Das Strukturmodell mit der Strukturierten Informationssammlung als Einstieg in den Pflegeprozess gilt für ambulante Pflege, stationäre Langzeitpflege, Tages- und Kurzzeitpflege, koordiniert vom Projektbüro EinSTEP unter Schirmherrschaft des Bundesgesundheitsministeriums. Von den fünf verglichenen Anbietern schreibt nur MEDIFOX DAN die SIS ausdrücklich auf seine öffentlichen Seiten, und zwar über die Integration Care.One, die SIS®-Berichte und Maßnahmenpläne KI-gestützt erstellt. CuraSoft nennt SIS-Standards in seiner Modulübersicht. Bei den übrigen fragt ihr im Termin nach und lasst euch die SIS-Erfassung an einem echten Fall vorführen.
Quellen
Alle Seiten abgerufen am 17.09.2026. Preise, Module und Fristangaben ändern sich, maßgeblich ist das Angebot des Anbieters und der jeweils geltende Gesetzestext. Diese Seite ist keine Rechtsberatung.
- MEDIFOX DAN: Startseite (Produktlinien, Einsatzbereiche, VEA, Care.One, 100 % Hosting in Deutschland)
- MEDIFOX DAN: MD Ambulant (Module, mobile Datenerfassung mit Zwischenspeicherung, KIM-Schnittstelle, Integrationen)
- MEDIFOX DAN: KI-gestützte Tourenplanung (Planungsassistentin, Qualifikationen, Wunschzeiten, gemeinsame Haushalte, Besuchshäufigkeiten)
- myneva: Produktübersicht (heimbas, go-on, care, Einsatzbereiche, 6.400+ Kundeneinrichtungen, 9 Länder)
- myneva.care: KI-gestützte Spracheingabe, Übersetzung in 99 Sprachen, Verarbeitung in Deutschland und Speicherung in der EU
- Connext: Startseite (Module Vivendi NG, MOBIL, PD, PEP, ASSIST, CC, Diamant/4, Einsatzbereiche, Themenseiten Telematik-KIM und E-Rezept)
- Connext: Vivendi PEP (Planungszeiträume, automatische Vertretungssuche, Szenario-Manager, automatische Überprüfungsfunktionen für tarifliche, gesetzliche und individuelle Regeln)
- euregon: Startseite (.snap ambulant, .snap STARTER, .snap Speech, .snap Assist, .snap Home, .snap Cloud, Einsatzbereiche, Telematikinfrastruktur)
- DMRZ.de: Ambulante Pflege (Tarife Basic, Advanced, Premium mit Abrechnungsvolumen und Prozentsätzen, Module je Tarif, OCR für Verordnungen)
- DMRZ.de: Preise und Tarife (Servicepakete Bronze 3,99 €, Silber 9,99 €, Gold 24,99 € zzgl. MwSt., 14 Tage kostenlos testen)
- Planerio: Intelligente Dienstplanung für die Pflege (intelligenter Algorithmus, bis zu 90 %, über 4.000 Standorte, Kosten nach Mitarbeiterzahl)
- CuraSoft: Startseite (KI für die Dokumentation, Module inkl. AEDL- und SIS-Standards, Telematik ab 1. Juli 2025)
- adiutaByte: KI-basierte Touren-, Dienst- und Einsatzplanung (adiutaPlan, adiutaOpt, Healthcare, 25 % kürzere Fahrtzeiten)
- Projektbüro EinSTEP: Strukturmodell und Strukturierte Informationssammlung (SIS), Geltungsbereiche, Schirmherrschaft BMG
- gematik: FAQ Pflege (Anbindungsfrist 1. Juli 2025 für stationäre und ambulante Pflegeeinrichtungen und Tagespflegen, Sanktionen, TI-Pauschale)
- § 106b SGB XI: Finanzierung der Telematikinfrastruktur für nach § 72 zugelassene Pflegeeinrichtungen (TI-Pauschale)
- § 87 BetrVG: Mitbestimmungsrechte, insbesondere Abs. 1 Nr. 2, Nr. 3 und Nr. 6
- § 118 BetrVG: Geltung für Tendenzbetriebe und Religionsgemeinschaften, Abs. 2
- KI-Verordnung, Anhang III Nummer 4: Beschäftigung, Personalmanagement und Zugang zur Selbstständigkeit
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