Siemens SICHARGE ist die Produktlinie für Elektrofahrzeug-Ladeinfrastruktur von Siemens — von AC-Wallboxen für Unternehmensparkplätze bis zu DC-Hochleistungsschnellladesäulen für öffentliche Infrastruktur und Autobahnen. Die Lösungen integrieren sich über das SICHARGE Control Backend in Energiemanagementsysteme und ermöglichen Lastmanagement, Abrechnung und Flottenmanagement.
Kosten: Hardware- und Softwarepreise auf Anfrage. AC-Wallboxen (SICHARGE UC) ab ca. 800 EUR, DC-Schnellladestationen (SICHARGE D) ab ca. 30.000 EUR. Netzwerksoftware für Fleet-Charging separate Lizenzierung.
Stärken
- Vollständige Ladeinfrastruktur-Produktpalette aus einer Hand: AC, DC, Backend-Software
- Integriertes Lastmanagement verhindert Netzüberlastung bei großen Flotteninstallationen
- Deutsches Unternehmen mit zertifiziertem Installateurnetzwerk und lokalem Service
- OCPP-konform für Interoperabilität mit verschiedenen Netzwerkbetreibern
Einschränkungen
- Hardware-fokussierter Ansatz — Software-Management-Funktionen weniger ausgereift als spezialisierte CPO-Plattformen
- Hohe Hardwarekosten, besonders bei DC-Schnellladestationen
- Für reine Software/Backend-Lösungen gibt es spezialisierte CPO-Software-Anbieter
Passt gut zu
So steigst du ein
Schritt 1: Wähle passende Hardware für deinen Einsatzfall — SICHARGE UC (AC, bis 22 kW) für Mitarbeiterparkplätze oder SICHARGE D (DC, bis 300 kW) für öffentliche Schnellladestationen. Beauftrage einen Siemens-zertifizierten Elektriker mit Installation und Inbetriebnahme.
Schritt 2: Registriere die Ladepunkte im SICHARGE Control Backend. Dort konfigurierst du Zugangskontrollen (RFID-Karte, App), Tarifmodelle für die Mitarbeiterabrechnung und Lastmanagement-Grenzen, um Netzanschlusskapazitäten nicht zu überschreiten.
Schritt 3: Aktiviere das dynamische Lastmanagement, wenn du mehr als fünf Ladepunkte betreibst. Das System verteilt verfügbare Leistung automatisch auf aktive Fahrzeuge und verhindert teure Lastspitzen — ohne dass jedes Fahrzeug warten muss.
Ein konkretes Beispiel
Ein Düsseldorfer Logistikunternehmen hat seinen Fuhrpark mit 60 Elektro-Transportern auf SICHARGE UC Wallboxen umgestellt. Das integrierte Lastmanagement begrenzt die gleichzeitig genutzte Ladeleistung auf 120 kW, obwohl theoretisch 1.320 kW möglich wären — so konnten teure Netzanschlusserweiterungen vermieden werden. Die Ladekosten werden automatisch nach RFID-Karte auf einzelne Fahrer und Kostenstellen aufgeteilt. Die Investition amortisiert sich nach Unternehmensangaben in unter drei Jahren.
Gut kombiniert mit
- Siemens Desigo CC — Ladeinfrastruktur ins Gebäudemanagementsystem integrieren für ganzheitliches Energiemanagement
- Webfleet — Ladestatus und Fahrzeuglokation in der Flottenmanagement-Software zusammenführen
- Wirelane — Für CPO-Betrieb mit öffentlichem Zugang ergänzende eichrechtskonforme Abrechnungssoftware einsetzen
Empfohlen in 1 Use Cases
Energie & Utilities
- EV-Ladeinfrastruktur-Optimierung Persönlicher Zugang
Redaktionell bewertet · Letzte Aktualisierung: April 2026 · Preise und Funktionen können sich ändern.