SEEBURGER BIC Platform
SEEBURGER AG
SEEBURGER BIC Platform ist eine der führenden deutschen EDI- und B2B-Integrationsplattformen für die Energiewirtschaft. Speziell für MaKo-Prozesse (GPKE, GeLi Gas) ausgebaut: EDIFACT-Verarbeitung, automatische APERAK-Generierung und Anpassung an BNetzA-Festlegungen.
Kosten: Preise auf Anfrage; Lizenzierung nach Nachrichtenvolumen und Modulen; typische Jahreskosten für mittelgroße Netzbetreiber im fünf- bis sechsstelligen Bereich. On-Premise und Cloud (in EU) verfügbar.
Stärken
- Langjährige Spezialisierung auf Energiewirtschaft-MaKo — GPKE, GeLi Gas, UTILMD, MSCONS, APERAK vollständig implementiert
- Regelbasierte Validierung eingehender EDIFACT-Nachrichten gegen aktuelle BNetzA-Formatbeschreibungen
- Hosting in deutschen/europäischen Rechenzentren — DSGVO-konform, keine US-Cloud-Abhängigkeit
- Aktive Pflege bei Format-Updates durch edi@energy — Formatänderungen ohne Neuprojekt
- Anbindung an marktübliche ERP- und Abrechnungssysteme (SAP IS-U, Wilken, Powercloud)
Einschränkungen
- Kein Self-Service — Implementierung und laufende Anpassungen erfordern SEEBURGER-Partner oder eigenes EDI-Team
- Hohe Einstiegsinvestition macht die Plattform für sehr kleine Netzbetreiber (<50.000 Zählpunkte) wirtschaftlich uninteressant
- KI-gestützte Mustererkennung und Anomalie-Flagging ist Zusatzmodul — nicht im Basispaket enthalten
- Proprietäre Konfigurationssprache erhöht die Abhängigkeit von Spezialisten
Passt gut zu
So steigst du ein
Schritt 1: Analysiere dein aktuelles EDIFACT-Fehlerlog aus den letzten 12 Monaten — welche APERAK-Codes (Z17, Z18, Z19) tauchen wie oft auf? Das ist die Grundlage für die Priorisierung der Automatisierungsregeln.
Schritt 2: Lass von SEEBURGER oder einem zertifizierten Partner ein Mapping deiner Prozesse (Lieferantenwechsel, Einspeisung, Messwertnachrichten) auf die BIC-Plattform durchführen. Typisch: 8–12 Wochen Implementierung für den Kerndatenaustausch.
Schritt 3: Aktiviere das Monitoring-Dashboard — alle eingehenden und ausgehenden Nachrichten mit Status, Fehlertyp und Fristüberwachung. Erst wenn du hier 4 Wochen lang Baseline-Daten hast, ist die Automatisierung der Ausnahmebehandlung sinnvoll.
Ein konkretes Beispiel
Ein regionaler Gasnetzbetreiber mit 85.000 Zählpunkten verarbeitet monatlich ca. 3.200 EDIFACT-Nachrichten (UTILMD, MSCONS, APERAK). Bisher prüft ein zweiköpfiges MaKo-Team manuell auf Fristkonformität. Nach Einführung der SEEBURGER BIC Platform sinkt die manuelle Prüfquote auf unter 15 % — der Rest wird automatisch validiert, fristenkonform beantwortet oder als APERAK abgelehnt. Das Team wendet sich stattdessen den 80–100 monatlichen Grenzfällen zu.
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Gasversorgung & Netzbetrieb
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