Research Professional
Clarivate (Ex Libris)
Redaktionelle Einschätzung auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen (Anbieterangaben, Preislisten, unabhängige Bewertungsplattformen), kein Hands-on-Produkttest, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben. Die Sternebewertung ist eine Meinung der Redaktion.
Tool öffnenEditorial geprägtes Förderintelligenz- und Nachrichtenprodukt von Clarivate (über Ex Libris betrieben), hervorgegangen aus dem britischen Anbieter ResearchResearch. Kombiniert eine durchsuchbare Datenbank globaler Förderausschreibungen mit redaktionell unabhängigem Journalismus zu Forschungspolitik und Fördergebern. Stärke ist die kuratierte, journalistische Aufbereitung, KI spielt im Kernprodukt anders als beim Schwesterprodukt Pivot-RP kaum eine Rolle.
Kosten: Ausschließlich institutionelle Lizenzen, Preise nur auf Anfrage. Keine öffentliche Preisliste und keine Einzelnutzer-Lizenzen; der Preis hängt von Einrichtungsgröße und Modulumfang (Funding und/oder News) ab und wird individuell verhandelt.
Stärken
- Redaktionell unabhängiger Journalismus zu Forschungspolitik und Förderlandschaft (Research Professional News)
- Durchsuchbare Datenbank globaler Förderausschreibungen mit personalisierten E-Mail-Alerts
- Tägliche und wöchentliche Bulletins, frei konfigurierbare Inhaltsfilter nach Fachgebiet und Region
- Über 200 angebundene Universitäten und Forschungsorganisationen mit institutionellem SSO-Zugang
- Betrieb über die etablierte Ex-Libris-/Clarivate-Infrastruktur mit institutionellem SSO und geregelter Beschaffung über die Universitätsbibliothek
Einschränkungen
- Keine öffentliche Preisliste, nur institutionelle Lizenzen über den Vertrieb
- Kein KI-gestütztes Profil-Matching im Kernprodukt (das leistet das Schwesterprodukt Pivot-RP)
- Interface und Inhalte überwiegend englischsprachig, kein deutschsprachiger Support
- Für einzelne Forschende oder kleine Gruppen nicht rentabel und kaum zugänglich
- Funktionale Überschneidung mit Pivot-RP führt im Clarivate-Portfolio zu Verwirrung
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Deine Institution braucht globales Förder-Monitoring mit redaktioneller Einordnung
- Du willst nicht nur Calls, sondern auch Hintergründe zur Forschungspolitik (Förderpolitik, Ausschreibungstrends)
- Eure Universitätsbibliothek oder das Forschungsdezernat verwaltet bereits Ex-Libris-/Clarivate-Produkte
- Ihr braucht institutionelles SSO und planbare Alert-Workflows für viele Forschungsgruppen
Wann nein
- Du bist Einzelforscher oder eine kleine Gruppe ohne institutionelles Budget
- Du erwartest KI-gestütztes Matching deiner Publikationen gegen passende Calls (dann ist Pivot-RP näher dran)
- Du brauchst primär deutsche Quellen wie Förderdatenbank.de oder Länderförderbanken
- Du suchst ein günstiges, sofort nutzbares Tool ohne Lizenzverhandlung
Kurzfazit
Research Professional ist das editorial geprägte Förderintelligenz-Produkt im Clarivate-Portfolio, hervorgegangen aus dem britischen Anbieter ResearchResearch und heute über Ex Libris betrieben. Es kombiniert eine durchsuchbare Datenbank globaler Förderausschreibungen mit etwas, das die meisten Konkurrenten nicht bieten: redaktionell unabhängigen Journalismus zu Forschungspolitik, Fördergebern und Ausschreibungstrends. Wichtig zu wissen, und in der bisherigen Beschreibung oft verwechselt: Anders als das Schwesterprodukt Pivot-RP setzt Research Professional nicht auf KI-gestütztes Profil-Matching. Sein Wert liegt in der kuratierten, menschlich-redaktionellen Aufbereitung. Für Forschungsdezernate, die Förder-Monitoring und politische Einordnung in einem Werkzeug wollen, ist das stark. Wer reines algorithmisches Matching sucht, ist bei Pivot-RP besser aufgehoben, und einzelne Forschende sind aus Kosten- und Zugangsgründen oft mit kostenlosen Quellen gleich gut bedient.
Für wen ist Research Professional?
Forschungsdezernate an Universitäten: Wer für viele Forschungsgruppen die Förderlandschaft beobachten und gleichzeitig die politischen Hintergründe (Budget-Entscheidungen, neue Programmlinien, Reform der Fördergeber) verstehen muss, bekommt beides in einem Produkt. Die redaktionelle Einordnung ist das, was Research Professional von reinen Datenbanken abhebt.
Research-Manager und Förderreferentinnen: Personen, die Forschende bei der Antragsplanung beraten, profitieren von den frei konfigurierbaren Bulletins. Statt selbst Dutzende Fördergeber-Webseiten zu durchsuchen, kommen relevante Calls und Politik-News gefiltert ins Postfach.
Bibliotheken und Informationsabteilungen: Einrichtungen, die ohnehin Ex-Libris- oder Clarivate-Produkte verwalten (Alma, Primo, Web of Science), können Research Professional in den bestehenden Beschaffungs- und SSO-Rahmen integrieren.
Internationale Forschungseinrichtungen: Die globale Abdeckung (UK, Europa, Nordamerika, Australien/Neuseeland, Afrika) macht das Produkt für Institutionen attraktiv, die über den DACH-Raum hinaus Förderung beobachten.
Weniger geeignet für: Einzelne Forschende und kleine Gruppen ohne institutionelles Budget (es gibt keine Einzelnutzer-Lizenzen), Teams, die primär deutsche Förderquellen brauchen, und alle, die ein KI-gestütztes Matching ihrer Publikationen gegen Calls erwarten, das leistet im Clarivate-Portfolio das Schwesterprodukt Pivot-RP, nicht Research Professional.
Preise im Detail
| Plan | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Funding | Institutionelle Lizenz, auf Anfrage | Durchsuchbare Datenbank globaler Förderausschreibungen, personalisierte Alerts, Filter nach Fachgebiet/Region |
| News | Institutionelle Lizenz, auf Anfrage | Redaktionell unabhängiger Journalismus zu Forschungspolitik und Fördergebern, tägliche/wöchentliche Bulletins |
| Funding + News (Bundle) | Institutionelle Lizenz, auf Anfrage | Kombination aus Datenbank und Redaktion, institutionsweiter SSO-Zugang |
| Einzelnutzer | Nicht verfügbar | - |
Einordnung: Wie bei fast allen institutionellen Forschungsprodukten von Clarivate gibt es keine öffentliche Preisliste, belastbare öffentliche Zahlen liegen uns nicht vor. Der genaue Preis hängt von Einrichtungsgröße, Modulumfang (nur Funding, nur News oder beides), Verhandlung und möglichen Konsortialrabatten ab und wird individuell festgelegt. Für eine große Universität mit dediziertem Forschungsdezernat kann sich das über eingeworbene Drittmittel rechnen; für kleine Hochschulen oder einzelne Institute ist es selten rentabel. Wer ohnehin schon Pivot-RP oder Web of Science über Clarivate bezieht, sollte ein Bundle-Gespräch suchen, statt beide funktional überlappenden Förderprodukte separat zu kaufen.
Stärken im Detail
Redaktioneller Journalismus ist das Alleinstellungsmerkmal. Research Professional News liefert „authoritative, editorially independent” Berichterstattung zu Forschungspolitik, also nicht nur die Ausschreibung selbst, sondern auch die Einordnung: Warum wurde ein Programm gekürzt, welche Reform steht beim Fördergeber an, wie verschieben sich Prioritäten? Diese journalistische Tiefe bietet keine reine Datenbank, und sie ist für strategische Förderplanung oft wertvoller als ein weiterer Call in der Liste.
Personalisierte Alerts und Bulletins. Tägliche und wöchentliche Bulletins, frei konfigurierbare Inhaltsfilter und personalisierte E-Mail-Benachrichtigungen sorgen dafür, dass relevante Calls und Politik-News automatisch ins Postfach kommen. Das spart Forschungsreferentinnen das manuelle Abgrasen von Fördergeber-Webseiten.
Globale Abdeckung mit institutioneller Reife. Über 200 angebundene Universitäten und Forschungsorganisationen weltweit, institutionelles Single Sign-On und der Betrieb über die Ex-Libris-Infrastruktur bedeuten: Das Produkt ist auf Universitäts-IT ausgelegt, nicht auf Einzelplatznutzung. Wartung, Verfügbarkeit und Beschaffungsprozesse passen in den institutionellen Rahmen.
Geringe Datennutzung, geregelte Beschaffung. Weil im Kernprodukt kein KI-Training stattfindet, dienen Nutzungs- und Profildaten primär der Personalisierung von Alerts und Bulletins, die Datennutzung ist damit weniger weitreichend als bei generativen KI-Tools. Beschaffung, AVV und Datenschutzprüfung laufen über den etablierten Clarivate-/Ex-Libris-Rahmen, den viele Universitätsbibliotheken ohnehin kennen. Die konkrete Datenverarbeitungsregion ist allerdings nicht öffentlich dokumentiert und sollte vertraglich fixiert werden.
Schwächen ehrlich betrachtet
Kein KI-Matching im Kernprodukt. Das ist der wichtigste Punkt für unsere Leserschaft: Research Professional ist im Kern ein kuratiertes, redaktionell geführtes Datenbank- und Nachrichtenprodukt, keine KI-Plattform. Das oft erwartete „Match meine Publikationen automatisch gegen passende Calls” leistet im Clarivate-Portfolio das Schwesterprodukt Pivot-RP, nicht Research Professional. Wer KI-Funktionalität braucht, ist hier am falschen Ort. (Workaround: Pivot-RP für Matching, Research Professional für redaktionelle Einordnung, beide aus demselben Haus.)
Keine öffentliche Preisliste. Wie bei allen institutionellen Clarivate-Produkten muss man in eine Vertriebsverhandlung. Das verhindert schnelle Vergleichbarkeit und benachteiligt kleinere Einrichtungen ohne Verhandlungsmacht. (Workaround: Konsortial- oder Bundle-Angebote prüfen, oft über die Universitätsbibliothek.)
Englischsprachig, kein deutscher Support. Interface und redaktionelle Inhalte sind überwiegend englisch. Für rein deutsche Förderquellen (Förderdatenbank.de des Bundes, Länderförderbanken, DFG-Detailprogramme) ist die native Abdeckung dünner als bei spezialisierten deutschen Quellen. (Workaround: deutsche Quellen parallel als kostenlose Ergänzung führen.)
Funktionale Überschneidung mit Pivot-RP verwirrt. Im Clarivate-Portfolio existieren mit Research Professional und Pivot-RP zwei Produkte im selben Feld „institutionelles Förder-Scouting”, deren Abgrenzung selbst für Beschaffer nicht offensichtlich ist. Wer beide kauft, zahlt potenziell doppelt für überlappende Funktionen. (Workaround: vor dem Kauf klar definieren, ob redaktionelle Tiefe oder algorithmisches Matching im Vordergrund steht.)
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| KI-gestütztes Förder-Matching gegen Publikationsprofile willst | Pivot-RP |
| Forschungs- und Förderdaten analytisch auswerten willst (Bibliometrie, Trends) | Dimensions |
| KI-gestützte Literaturrecherche statt Förder-Scouting brauchst | Elicit |
| Zitations-Kontext und Belastbarkeit von Studien prüfen willst | scite_ |
| Thematische Paper-Netzwerke visuell erkunden willst | Connected Papers |
Erwähnenswert ohne hier verlinkte Tool-Seite: die Förderdatenbank des Bundes (förderdatenbank.de) ist für rein deutsche Programme kostenlos und oft tagesaktueller als kommerzielle Anbieter, GrantForward und Foundation Directory decken den US-Markt ab, und für freie wissenschaftliche Suche eignet sich Semantic Scholar. Research Professional spielt seine Stärke aus, wenn redaktionelle Einordnung gefragt ist, für reines Matching oder reine Datenanalyse gibt es passgenauere Werkzeuge.
So steigst du ein
Schritt 1: Prüfe, ob deine Institution bereits eine Lizenz hat, typischerweise verwaltet das Forschungsdezernat oder die Universitätsbibliothek den Zugang. Über das institutionelle Login (200+ angebundene Einrichtungen) kommst du per SSO hinein, ohne einen eigenen Account anzulegen.
Schritt 2: Konfiguriere deine Suchfilter und Alert-Profile: Fachgebiet, Region, Fördergeber, Antragsvolumen. Trenne dabei bewusst zwischen Funding-Alerts (neue Calls) und News-Bulletins (politische Einordnung), beides lässt sich getrennt steuern.
Schritt 3: Abonniere die täglichen oder wöchentlichen Bulletins für deinen Fachbereich. Wer Forschende berät, sollte zusätzlich die News-Inhalte abonnieren, um bei strategischen Förderentscheidungen (Programmkürzungen, neue Linien) frühzeitig informiert zu sein, das ist der Mehrwert gegenüber einer reinen Call-Liste.
Ein konkretes Beispiel
Das Forschungsdezernat einer mittelgroßen deutschen Universität nutzt Research Professional für die Fachgruppe Pharmakologie. Konfiguriert sind zwei Profile: ein Funding-Alert („ERC, Horizon Europe, nationale Calls; Zielländer Deutschland, Österreich, Schweiz”) und ein News-Abonnement zur EU-Forschungspolitik. Jede Woche kommen automatisch fünf bis zehn passende Calls ins Postfach. Als ein Cluster-Call zur psychiatrischen Versorgungsforschung erscheint, liefert die Redaktion am selben Tag einen Hintergrundartikel zur Neuausrichtung des Programms, die Förderreferentin erkennt dadurch, dass der Schwerpunkt sich verschoben hat, und berät einen Kliniker entsprechend bei der Antragsstrategie. Ohne die redaktionelle Einordnung hätte er den Call zwar gefunden, aber die strategische Stoßrichtung verpasst. Vorher wäre er über die Ausschreibung möglicherweise gar nicht rechtzeitig informiert gewesen.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Betrieb über die Ex-Libris-/Clarivate-Infrastruktur; Datenschutzerklärungen laufen über Ex Libris. Betreiber und Mutterkonzern ist die börsennotierte Clarivate Plc (Sitz London/Philadelphia). Clarivate wendet nach eigener Darstellung konzernweit einheitliche, globale Datenschutzstandards über die Regionen an, in denen der Konzern tätig ist. Eine EU-exklusive Datenhaltung ist öffentlich nicht dokumentiert, ein Transfer in Nicht-EU-Länder (und damit potenziell der Zugriff nach dem US CLOUD Act) ist nicht auszuschließen. Die genaue Verarbeitungsregion sollte vertraglich festgelegt werden.
- Datennutzung: Nutzungs- und Profildaten dienen primär der Personalisierung von Alerts und Bulletins. Da kein KI-Training im Kernprodukt stattfindet, ist die Datennutzung weniger weitreichend als bei generativen KI-Tools.
- Account-Zugang: Erfolgt institutionell über SSO/Shibboleth; individuelle Accounts werden von der Einrichtung verwaltet.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Für institutionelle Kunden über den Clarivate-/Ex-Libris-Vertrag verfügbar, Teil des regulären Beschaffungsprozesses an Universitäten.
- Empfehlung für Unternehmen und Einrichtungen: Die Beschaffung sollte über die Universitätsbibliothek oder das Justiziariat laufen, das die AVV- und Datenschutzbedingungen prüft. Weil der Mutterkonzern US-börsennotiert und global aufgestellt ist, sollte die Verarbeitungsregion vertraglich fixiert und der internationale Datentransfer (Standardvertragsklauseln, mögliche US-Zugriffe) explizit adressiert werden.
Gut kombiniert mit
- Pivot-RP, das KI-gestützte Schwesterprodukt aus demselben Haus. Research Professional liefert redaktionelle Einordnung und kuratierte News, Pivot-RP das algorithmische Matching von Publikationsprofilen gegen Calls. Wer beides braucht, sollte ein Bundle verhandeln statt doppelt zu lizenzieren.
- Dimensions, für die analytische Auswertung der Förderlandschaft (Welche Fördergeber finanzieren mein Feld? Welche Trends zeichnen sich ab?). Research Professional zeigt die einzelnen Calls, Dimensions liefert die bibliometrische Vogelperspektive.
- Elicit, wenn aus einem gefundenen Call ein Antrag werden soll, hilft Elicit bei der KI-gestützten Literaturrecherche für den Stand der Forschung. Research Professional findet die Förderung, Elicit unterfüttert den Antrag inhaltlich.
Unser Fazit
Research Professional verdient 3 von 5 Sternen. Die redaktionelle Tiefe ist eine echte und seltene Stärke, kaum ein Konkurrent verbindet Förderdatenbank und unabhängigen Politik-Journalismus so konsequent. Für Forschungsdezernate, die strategisch planen, ist das wertvoll. Sterne kostet das Produkt aber an drei Stellen: die intransparente, rein institutionelle Preisgestaltung, das Fehlen jeglichen KI-Matchings im Kernprodukt (das viele heute erwarten und das die Schwester Pivot-RP bietet) und die verwirrende funktionale Überschneidung im eigenen Portfolio. Für unsere KI-fokussierte Leserschaft ist außerdem ehrlich festzuhalten: Research Professional ist im Kern ein kuratiertes Redaktions- und Datenbankprodukt, kein KI-Werkzeug. Wir führen die Seite zur Abgrenzung gegenüber dem KI-gestützten Pivot-RP und zur Orientierung im Clarivate-Portfolio, wer aktiv KI im Förder-Scouting sucht, sollte direkt dort weiterlesen.
Was wir bemerkt haben
- Juli 2026: Faktencheck gegen die Anbieterquellen. Das Datenhosting haben wir von „EU” auf „global” korrigiert, denn Betreiber ist die US-börsennotierte Clarivate Plc, die nach eigener Datenschutzdarstellung konzernweit globale Standards anwendet; eine EU-exklusive Datenhaltung ist öffentlich nicht dokumentiert. Zudem haben wir die erfundene Preisspanne entfernt (Preise nur auf Anfrage) und die KI-Relevanz auf „adjacent” gesetzt, da die Produktseite keinerlei KI-, Matching- oder Machine-Learning-Funktionen zeigt.
- Mai 2026, Wichtige Korrektur gegenüber landläufiger Annahme: Research Professional und Pivot-RP sind zwei unterschiedliche Produkte im Clarivate-Portfolio, nicht dasselbe. Research Professional ist editorial-/datenbankgetrieben (kein KI-Matching), Pivot-RP ist das Produkt mit KI-gestütztem Profil-Matching. Die beiden werden regelmäßig verwechselt.
- 2021, Mit der Übernahme von ProQuest durch Clarivate wanderten ProQuest Pivot und das aus ResearchResearch stammende Research Professional unter dasselbe Konzerndach. Daraus entstand das Schwesterprodukt Pivot-RP, das Original-Brand Research Professional News besteht aber weiterhin als eigenständiges, redaktionell geführtes Produkt.
- 2026, Der Betrieb läuft sichtbar über Ex Libris (Copyright und Datenschutz-Hinweise verweisen auf Ex Libris bzw. Clarivate). Eine eigenständige öffentliche Produktseite mit detaillierter Feature- oder Preisbeschreibung fehlt weiterhin, Interessenten landen auf einer institutionellen Login-Seite und müssen über den Vertrieb gehen.
- Mai 2026, Wir haben das Rating bei 3 von 5 belassen, aber die Einordnung deutlich geschärft: Frühere Beschreibungen haben Research Professional fälschlich als integrierte KI-Plattform dargestellt. Tatsächlich liegt die Stärke in der redaktionellen Kuratierung, nicht in KI.
Quellen
- Research Professional – Login und Produktseite. https://www.researchprofessional.com (abgerufen am 2026-07-23). Copyright-Hinweis Clarivate (© 2026, Clarivate) auf der Produkt-/Login-Seite; Datenschutzverweis auf Ex Libris (exlibrisgroup.com); institutioneller Zugang per Single Sign-On über mehr als 200 angebundene Universitäten und Forschungseinrichtungen; keine KI-, Matching- oder Machine-Learning-Funktionen auf der Produktseite erkennbar..
- Clarivate – Privacy Center. https://clarivate.com/privacy-center/ (abgerufen am 2026-07-23). Clarivate wendet nach eigener Darstellung konzernweit einheitliche, globale Datenschutzstandards über die Regionen an, in denen der Konzern tätig ist; eine EU-exklusive Datenhaltung ist öffentlich nicht dokumentiert. Clarivate Plc ist ein global tätiger, US-börsennotierter Konzern..
- Ex Libris – Pressemitteilung Funding Insights Dashboard. https://exlibrisgroup.com/press-release/ex-libris-launches-funding-insights-dashboard-providing-clarity-into-the-status-of-global-research-funding/ (abgerufen am 2026-06-20). Ex Libris (Teil von Clarivate) aggregiert Daten aus Pivot und Research Professional in einem Funding Insights Dashboard mit über 75 Milliarden USD an globalen Förderausschreibungen; Research Professional News liefert dazu redaktionelle Trendberichte und Analysen..
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Arthur Atlas
KI-Analyst
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