PRTG Network Monitor
Paessler AG
PRTG Network Monitor ist eine etablierte Netzwerk-Monitoring-Software der Nürnberger Paessler AG. Sie überwacht Verfügbarkeit, Bandbreite und SNMP-Metriken in Echtzeit und erzeugt SLA-Berichte. Die KI-Komponenten (Baseline-Anomalien, Sensor-Empfehlungen) sind Zusatzfunktionen, der Kern bleibt klassisches Schwellwert-Monitoring.
Kosten: Freeware bis 100 Sensoren. PRTG 500 ab ca. 2.149 €/Jahr (500 Sensoren, unlimitierte Nutzer). PRTG 2000 ab ca. 5.699 €/Jahr. Perpetual-Lizenzen verfügbar, keine Nutzergebühr.
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Stärken
- Made in Germany (Paessler AG, Nürnberg): vollständiger On-Premise-Betrieb ohne Cloud-Abhängigkeit
- SLA-Reporting nativ integriert: automatische Berichte über Verfügbarkeit und Ausfallzeiten je Kunde
- Über 250 vorgefertigte Sensortypen für SNMP, Ping, HTTP, Bandbreite, VoIP-Qualität (MOS-Score)
- Unlimitierte Nutzer im Lizenzmodell, keine Nutzergebühr bei wachsendem Account-Team
- Freeware-Version bis 100 Sensoren für erste Tests ohne Kaufrisiko
Einschränkungen
- Kein KI-Kerngeschäft: AI-Baselines und Sensor-Empfehlungen sind aufgesetzte Komfortfunktionen, kein Produktkern
- Klassische Windows-basierte Architektur, kein nativer Linux-Server-Betrieb
- Schwächen bei Cloud-nativen Umgebungen (AWS, Azure, Kubernetes), hier sind Datadog oder Dynatrace klar voraus
- Keine LLM-gestützte Log-Analyse oder Natural-Language-Abfragen wie bei New Relic AI oder Splunk
- Mobile App und Web-Oberfläche wirken im Vergleich zu modernen AIOps-Plattformen veraltet
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Warum diese Seite deprecated ist
PRTG Network Monitor ist ein solides, ausgereiftes Produkt, aber es passt nicht in unser Verzeichnis. KI-Syndikat kuratiert Werkzeuge, deren Kernwert KI-getrieben ist: LLM, Machine Learning, generative Modelle, Computer Vision, Sprachverarbeitung. PRTG erfüllt diese Anforderung nicht.
Das Produkt basiert seit über 20 Jahren auf demselben Fundament: SNMP-Polling, Ping-Checks, Bandbreitenmessung und regelbasierte Schwellwert-Alarme. Paessler hat in den letzten Versionen drei AI-Komfortfunktionen ergänzt, automatisierte Baselines für Anomalie-Erkennung, Sensor-Empfehlungen zur Lückenidentifikation und intelligente Erkennung ähnlicher Sensoren. Diese Funktionen sind nützlich, aber sie sind aufgesetzt. Der Kern bleibt klassisches Monitoring mit Regelbäumen.
Damit folgt PRTG dem Muster, das wir bei Max-Cut (Zuschnitt-Optimierer), Zuschnitt24 (Plattenzuschnitt), North Data (Firmenregister-Suche) und OpenRefine (Daten-Cleansing) angewandt haben: gute Software, aber kein KI-Produkt im Sinne unserer Kuratierung. Wir lassen die Seite aus SEO- und Historie-Gründen erreichbar, aber sie zählt nicht mehr zur aktiven Empfehlungsliste.
Wenn du tatsächlich KI-getriebenes Monitoring suchst, also AIOps mit ML-basierter Korrelation, LLM-gestützter Log-Analyse oder Natural-Language-Abfragen über Telemetriedaten, schau dir die Alternativen weiter unten an.
Was PRTG nach wie vor gut kann
Für klassisches Netzwerk-Monitoring im deutschen Mittelstand bleibt PRTG eine vernünftige Wahl. Die Software läuft vollständig on-premise auf einem Windows-Server, was bei strengen Datenhosting-Anforderungen ein echter Vorteil ist. Über 250 vorgefertigte Sensortypen decken die meisten Standardszenarien ab: SNMP-Werte von Switches und Routern, HTTP-Status-Checks, Bandbreitenmessung über NetFlow/sFlow, sogar VoIP-Qualität via MOS-Score.
Besonders stark ist das SLA-Reporting. Wer als regionaler Glasfaser-Provider oder ITK-Dienstleister monatliche Verfügbarkeitsberichte für Geschäftskunden erstellen muss, bekommt mit PRTG ein eingebautes Werkzeug ohne externe BI-Schicht. Das Lizenzmodell mit unlimitierten Nutzern ist für wachsende Operations-Teams angenehm berechenbar, kein Per-Seat-Pricing, keine Verhandlungen bei jedem neuen Mitarbeiter.
Die Freeware-Version mit 100 Sensoren ist seit Jahren unverändert und reicht für kleine Setups oder Proof-of-Concepts vollkommen aus. Deutscher Support aus Nürnberg, deutsche AGB, deutsche Rechnungslegung, für viele Mittelständler sind das harte Pluspunkte gegenüber US-Cloud-Lösungen.
Wo PRTG bei KI-Themen an Grenzen stößt
Die “AI features in PRTG”, die Paessler aktuell bewirbt, sind drei klar abgegrenzte Komfortfunktionen, keine durchgängige AIOps-Plattform:
- AI-driven Baselines: Automatische Berechnung dynamischer Schwellwerte statt fester Limits. Hilft bei zyklischen Lasten, ist aber Standard-Statistik, kein modernes ML.
- Smart Sensor Recommendations: Vorschläge, welche Sensoren in einem Setup fehlen könnten. Regelbasierter Assistent, kein lernendes System.
- Intelligent Sensor Detection: Erkennung redundanter Sensoren zur Reduktion von Alarm-Rauschen. Nützlich, aber kein NLP, kein generatives Modell, keine Korrelations-KI.
Was PRTG dagegen nicht hat: keine LLM-basierte Log-Analyse wie bei Datadog Bits AI, kein Davis AI Causal Engine wie bei Dynatrace, keine Natural-Language-Abfragen über Metriken wie bei New Relic AI, keine ML-getriebene User-Behavior-Analytics wie bei Splunk UBA. Wer ein modernes AIOps-Werkzeug erwartet, das Incidents selbständig korreliert, Root Causes vorschlägt und auf Englisch oder Deutsch befragbar ist, ist bei PRTG falsch.
AI-native Alternativen
Wenn dein Anwendungsfall tatsächlich KI-getriebenes Monitoring ist, schau dir diese Werkzeuge an:
| Wenn du willst… | …nimm |
|---|---|
| AIOps mit ML-basierter Korrelation und Bits-AI-Assistent | Datadog |
| Causal AI (Davis) für automatische Root-Cause-Analyse in Cloud-nativen Stacks | Dynatrace |
| ML-gestützte User- und Entity-Behavior-Analytics für Security-Teams | Splunk UBA |
| Open-Source-Visualisierung mit ML-Plugins für Telemetriedaten | Grafana |
| Such- und Analyseplattform mit Vector-Search und ML-Modulen | Elasticsearch |
Datadog und Dynatrace sind die zwei naheliegenden Direktnachfolger für Teams, die heute PRTG nutzen und den Schritt Richtung AIOps gehen wollen. New Relic AI ist eine weitere Option (noch keine eigene Seite bei uns).
Was bleibt für PRTG-Bestandskunden?
Wenn du PRTG bereits im Einsatz hast und es deine Monitoring-Aufgabe erfüllt, gibt es keinen Grund zum panischen Wechsel. Die Software wird von Paessler aktiv weiterentwickelt, der Support steht, die Lizenzen behalten ihren Wert. Was wir empfehlen:
- Ehrlich prüfen, was du wirklich brauchst. Wenn dein Setup aus klassischem SNMP-Monitoring, Verfügbarkeitsmessung und SLA-Reports besteht, bleibt PRTG ein gutes Werkzeug.
- Nicht auf KI-Marketing reinfallen. Die AI-Baselines in PRTG sind Statistik mit Marketing-Etikett. Wer echte AIOps will, muss die Plattform wechseln.
- Cloud-Migration als Trigger nehmen. Wenn dein Stack Richtung AWS, Azure oder Kubernetes wandert, ist der Moment für einen Datadog- oder Dynatrace-Pilot. PRTG skaliert dort nicht mit.
Was wir bemerkt haben
- Mai 2026, Editorial-Entscheidung: PRTG aus dem aktiven Verzeichnis entfernt. Begründung folgt der gleichen Linie wie bei Max-Cut, Zuschnitt24, North Data und OpenRefine, gute Software, aber kein KI-Kerngeschäft. Die “AI features in PRTG”, die Paessler bewirbt, sind aufgesetzte Komfortfunktionen (Baselines, Sensor-Empfehlungen), kein Produktkern.
- April 2026, Letzte Verifikation der Preise: Freeware bis 100 Sensoren weiter kostenlos, PRTG 500 ab ca. 2.149 €/Jahr, PRTG 2000 ab ca. 5.699 €/Jahr. Perpetual-Lizenzen weiterhin verfügbar.
- Hinweis, Die Seite bleibt aus SEO- und Historie-Gründen erreichbar (
status: deprecated), erscheint aber nicht mehr in der aktiven Tool-Liste.
Quellen
- Paessler AG – Preisseite PRTG Network Monitor. https://www.paessler.com/pricing (abgerufen am 2026-06-20). Abonnement-Pläne ab 200 USD/Monat (PRTG 500, bis 500 Sensoren) bis 1.642 USD/Monat (PRTG 10000, bis 10.000 Sensoren), alle jährlich abgerechnet; Freeware-Edition bis 100 Sensoren weiterhin kostenlos verfügbar..
- Paessler AG – Produktseite PRTG Network Monitor. https://www.paessler.com/prtg/prtg-network-monitor (abgerufen am 2026-06-20). PRTG läuft vollständig als On-Premise-Installation auf Windows-Servern; Paessler GmbH ist in Nürnberg ansässig und gibt über 500.000 Nutzer sowie 20 Jahre Monitoring-Expertise an..
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