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PDF Accessibility Checker (PAC)

axes4 GmbH (Schweiz)

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De-facto-Standardwerkzeug für die Prüfung der PDF/UA-Konformität nach BFSG. Seit Version PAC 2026 ergänzt eine KI-gestützte Prüfung die regelbasierten Tests, sie soll den manuellen Prüfaufwand spürbar reduzieren. Kostenlos und seit 2010 etabliert; ursprünglich von der Schweizer Stiftung Zugang für Alle initiiert, heute entwickelt von der axes4 GmbH (Zürich) und gefördert vom deutschen BMAS.

Kosten: Vollständig kostenlos; Desktop-Version nur für Windows 10/11 (benötigt .NET Framework 4.8). Förderung durch das deutsche Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS).

Stärken

  • Kostenlos, etabliert, in der Barrierefreiheits-Community akzeptiert
  • Prüft die kompletten PDF/UA-Kriterien plus relevante WCAG-Punkte
  • Seit PAC 2026 mit KI-gestützten Prüfungen, die den manuellen Aufwand reduzieren sollen
  • BMAS-Förderung sichert die Weiterentwicklung des kostenlosen Tools
  • Screen-Reader-Vorschau und Strukturvisualisierung als manuelle Prüfhilfen integriert

Einschränkungen

  • Desktop-Version nur für Windows 10/11 (.NET Framework 4.8 erforderlich)
  • KI-Hinweise müssen manuell validiert werden, kein One-Click-Fix
  • Behebt keine Probleme automatisch; nur Diagnose
  • Kein offizieller Bulk- oder Kommandozeilen-Modus, eher Einzeldatei-Tool
  • Keine direkte Integration in CMS- oder DMS-Workflows

Passt gut zu

Kommunen und Behörden mit BITV-Pflicht für PDF-Veröffentlichungen Marketing- und Vertriebsteams mit PDF-Datenblättern und Whitepapern Bildungseinrichtungen mit barrierefreien Lernmaterialien Verlage und Agenturen mit BFSG-pflichtigen Kundenpublikationen

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du musst PDF-Dokumente nach BFSG oder BITV auf Barrierefreiheit prüfen
  • Du suchst ein etabliertes, kostenloses Tool für die PDF/UA-Konformitätsprüfung
  • Du willst die neuen KI-gestützten Prüfungen in PAC 2026 nutzen
  • Du arbeitest mit einzelnen PDFs und brauchst keine Massenverarbeitung

Wann nein

  • Du brauchst automatische Behebung von Tagging-Fehlern, PAC diagnostiziert nur
  • Du verarbeitest tausende PDFs pro Tag im Batch-Modus
  • Du arbeitest ausschließlich auf macOS oder Linux ohne Windows-Zugang
  • Du suchst eine integrierte Lösung mit DMS- oder CMS-Anbindung

Kurzfazit

PAC ist der de-facto-Standard für die Prüfung von PDF/UA-Konformität im deutschsprachigen Raum, und seit dem Inkrafttreten des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes (BFSG) im Juni 2025 wichtiger denn je. Mit Version PAC 2026 ergänzt erstmals eine KI-gestützte Prüfung die rein regelbasierten Tests: Sie soll laut Hersteller den manuellen Prüfaufwand spürbar reduzieren. Das Tool bleibt kostenlos, wird heute von der axes4 GmbH (Zürich) entwickelt und vom deutschen Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert. Ursprünglich stammt PAC aus der Schweizer Stiftung Zugang für Alle. Schwächen: Nur Diagnose, keine automatische Reparatur; Desktop nur unter Windows 10/11; die KI-Hinweise müssen manuell geprüft werden.

Für wen ist PAC?

Kommunen, Ministerien und Behörden: BITV-Pflicht für alle veröffentlichten PDFs, und PAC ist das Standardwerkzeug, das Auditoren und Prüforganisationen selbst einsetzen. Wer hier prüft, prüft also mit dem gleichen Maßstab wie die externe Aufsicht.

Marketing- und Vertriebsteams im B2C-Bereich: Datenblätter, Broschüren, Anleitungen, seit BFSG müssen viele dieser PDFs barrierefrei sein, sobald sie produktbezogen oder kundeninformierend sind. PAC zeigt schnell, ob ein bestehendes PDF ausreicht oder neu gebaut werden muss.

Bildungseinrichtungen und Verlage: Hochschulen, Schulbuchverlage, E-Learning-Anbieter, alle erstellen viele PDFs, die unter Barrierefreiheitspflicht fallen. PAC eignet sich für die einzelne Qualitätssicherung jeder Publikation.

Agenturen mit Kundenpublikationen: Wer für Kunden PDFs gestaltet, kann mit PAC vor der Auslieferung die Konformität nachweisen, ein Verkaufsargument seit BFSG, weil viele Kunden inzwischen explizit BITV/PDF-UA-Konformität fordern.

Weniger geeignet für: Teams ohne Windows-Geräte (dann: axesCheck als Webvariante), Anwender mit tausenden PDFs pro Tag (dann: kommerzielle Bulk-Tools wie axes4 oder CIB doKument), und Anwender, die nicht nur diagnostizieren, sondern direkt reparieren wollen (dann: Adobe Acrobat Pro mit Tagging-Werkzeugen).

Preise im Detail

PlanPreisWas du bekommst
PAC 2026 Desktop0 €Vollständige PDF/UA- und WCAG-Prüfung, KI-gestützte Prüfungen, Screen-Reader-Vorschau, Strukturvisualisierung, Export von Prüfberichten (nur Windows 10/11, benötigt .NET Framework 4.8)
axes4 PDF Accessibility SuitekostenpflichtigErweitertes kommerzielles Produkt von axes4 für Korrektur und Mengenverarbeitung, separat lizenziert

Einordnung: PAC ist komplett kostenlos, kein Freemium, keine versteckten Kosten, kein Lizenzmodell. Entwickelt wird das Tool von der axes4 GmbH und durch eine Förderung des deutschen BMAS finanziert. Wichtig zu wissen: axes4 ist ein kommerzieller Anbieter, der weitere Barrierefreiheits-Werkzeuge (etwa die kostenpflichtige PDF Accessibility Suite und den Online-Prüfer axesCheck) verkauft. PAC selbst bleibt kostenlos, das kostenlose Prüf-Tool ist aber auch ein Einstieg in das übrige Produktportfolio. Kommerzielle Alternativen mit ähnlichem oder erweitertem Funktionsumfang (axes4 PDF Accessibility Suite, CIB doKument) kosten schnell vierstellig pro Jahr.

Stärken im Detail

Branchenstandard mit jahrzehntelanger Akzeptanz. Seit 2010 ist PAC das Tool, mit dem Prüfstellen, Behörden und Auditoren in der DACH-Region PDF-Barrierefreiheit bewerten. Wer ein PAC-konformes PDF abliefert, erfüllt damit den Maßstab, der auch von der externen Aufsicht angelegt wird, eine seltene Eindeutigkeit im Compliance-Bereich.

KI-gestützte Prüfung in PAC 2026. Die wirkliche Neuerung des aktuellen Releases: Eine KI-Schicht ergänzt die harten Regeln und soll laut Hersteller den manuellen Prüfaufwand deutlich reduzieren. Damit zielt PAC genau auf den Bereich, den rein regelbasierte Prüfung bisher nicht abdeckte, nämlich die semantischen Fragen (sollte ein Textblock eine Überschrift sein, ist die Lesereihenfolge sinnvoll), die bislang nur Menschen aufwändig beurteilen konnten. Wie zuverlässig die KI hier im Alltag arbeitet, muss sich in der Praxis noch zeigen; die Hinweise bleiben Vorschläge, keine fertigen Korrekturen.

Vollständige PDF/UA- und relevante WCAG-Abdeckung. PAC testet gegen alle Kriterien des ISO-14289-1-Standards (PDF/UA-1) plus die relevanten WCAG-2.1-Erfolgskriterien. Das deckt sowohl den deutschen BFSG-Pflichtenkatalog als auch internationale Anforderungen ab.

Manuelle Prüfhilfen integriert. Neben der automatischen Prüfung bietet PAC eine Screen-Reader-Vorschau (zeigt, wie ein Screenreader das PDF interpretiert) und eine Strukturvisualisierung (macht die Tag-Hierarchie sichtbar). Beides sind essenzielle Hilfen für die manuelle Nachprüfung, denn automatische Tools können maximal 30–50 % aller Barrierefreiheitskriterien zuverlässig prüfen.

Kostenlos trotz kommerziellem Hintergrund. PAC wird von der axes4 GmbH entwickelt, einem kommerziellen Schweizer Anbieter für Barrierefreiheits-Software, und vom deutschen BMAS gefördert. Die staatliche Förderung gibt dem Tool zusätzliche Legitimation und sichert die Weiterentwicklung. Dass ein Werkzeug dieser Qualität dauerhaft kostenlos bleibt, ist im KI- und Compliance-Bereich selten. Man sollte aber wissen, dass das Gratis-Tool auch das Schaufenster für das kostenpflichtige axes4-Portfolio ist.

Schwächen ehrlich betrachtet

Nur Diagnose, keine Reparatur. PAC sagt dir, was falsch ist, aber du musst die Korrektur in einem anderen Tool durchführen (Adobe Acrobat Pro, axes4 PAC PDF Editor, Word mit korrekter Strukturierung). Das macht den Workflow mehrstufig: prüfen, korrigieren, neu prüfen. Für Mengen-PDFs ist das mühsam.

Windows-Beschränkung. Die Desktop-Version läuft ausschließlich unter Windows 10/11 und benötigt das Microsoft .NET Framework 4.8. macOS- oder Linux-Nutzer müssen entweder eine Windows-VM einrichten oder auf den ebenfalls von axes4 betriebenen Online-Prüfer axesCheck ausweichen, der jedoch nicht den vollen Funktionsumfang bietet und einen Online-Upload erfordert (datenschutzrechtlich nicht immer unproblematisch).

KI-Hinweise brauchen menschliches Urteil. Die neue KI-Prüfung in PAC 2026 soll Arbeit abnehmen, ist aber kein Selbstläufer. Ihre Hinweise bleiben Vorschläge, ob ein als normaler Text markierter Block semantisch wirklich eine Überschrift ist, muss am Ende ein Mensch entscheiden. Wer Hinweise ungeprüft übernimmt, kann die Barrierefreiheit sogar verschlechtern. Wie treffsicher die KI im Alltag arbeitet, lässt sich seriös erst nach längerer Praxiserfahrung beurteilen.

Kein Bulk-Modus. PAC ist auf einzelne PDFs ausgelegt. Wer hunderte oder tausende Dokumente prüfen muss (etwa ein Verlag oder ein großes Ministerium), braucht kommerzielle Tools wie axes4 PDF Accessibility Suite oder eigene Skripte. Eine Kommandozeilen-Variante existiert in offizieller Form nicht.

Keine CMS- oder DMS-Integration. PAC ist ein eigenständiges Desktop-Tool. Wer PDFs aus einem Redaktionssystem (TYPO3, AEM, SharePoint) oder DMS (DocuWare, ELO) automatisch prüfen will, muss den Workflow manuell oder über Eigenentwicklungen abbilden.

Dokumentation auf hohem Niveau. PAC setzt voraus, dass du die Grundbegriffe der PDF-Barrierefreiheit kennst (Tags, Strukturbaum, Lesereihenfolge, Alt-Text, Sprachattribute). Wer ohne Vorkenntnisse startet, sollte vorher zumindest eine BITV/PDF-UA-Einführung lesen, sonst sind die Prüfergebnisse schwer zu interpretieren.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
PDFs nicht nur prüfen, sondern direkt taggen und reparieren willstAdobe Acrobat Pro mit KI
Eine macOS- oder Linux-Lösung brauchstaxesCheck (Online-Prüfer von axes4) oder veraPDF
Tausende PDFs im Batch prüfen musstaxes4 PDF Accessibility Suite (kommerziell)
Auf Quelldokumente (Word, InDesign) statt PDFs prüfen willstCommonLook Office, axesWord

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: veraPDF (Open-Source-Validator für PDF/A und PDF/UA, weniger umfangreiche UX, dafür auf jedem System), CIB doKument (kommerzielle DACH-Lösung mit DMS-Anbindung) und Grackle (Google-Workspace-Add-on für Barrierefreiheit). PAC bleibt für die manuelle Einzelprüfung der unumstrittene Standard, alle anderen Tools bauen darauf auf oder vergleichen sich daran.

So steigst du ein

Schritt 1: Lade PAC 2026 kostenlos von pac.pdf-accessibility.org herunter und installiere es auf einem Windows-10/11-Rechner, du brauchst keine Administratorrechte, aber das Microsoft .NET Framework 4.8. Wer keinen Windows-Zugang hat, nutzt parallel den Online-Prüfer axesCheck von axes4, sollte aber den Datenschutzhinweis für Upload-Inhalte vorab prüfen.

Schritt 2: Öffne ein PDF per Drag-and-Drop in PAC. Innerhalb weniger Sekunden bekommst du eine Bewertung gegen alle PDF/UA-Kriterien plus relevante WCAG-Punkte. Roter Status bedeutet harten Verstoß, gelber Status bedeutet Hinweis (oft KI-basiert oder manuell zu prüfen). Die Strukturvisualisierung zeigt dir die Tag-Hierarchie, die Screen-Reader-Vorschau die akustische Reihenfolge.

Schritt 3: Nutze die KI-gestützten Prüfungen in PAC 2026, die laut Hersteller den manuellen Aufwand reduzieren. Sie liefern Hinweise auf semantische Probleme, etwa einen Textblock, der eine Überschrift sein sollte, oder eine fragwürdige Lesereihenfolge. Wichtig: Hinweise nicht ungeprüft übernehmen, sondern als Anhaltspunkt nutzen, die finale Entscheidung trifft immer ein Mensch mit Fachkenntnis.

Schritt 4: Exportiere den Prüfbericht. Er dient als Nachweis gegenüber Auditoren, Vorgesetzten oder Auftraggebern. Für die Korrektur fehlerhafter Tags wechselst du in dein Bearbeitungswerkzeug (Adobe Acrobat Pro, axes4 PAC PDF Editor, originaldokumentbasierte Korrektur in Word/InDesign).

Ein konkretes Beispiel

Eine Hamburger Steuerberatungskanzlei muss ihre 40 PDF-Mandanteninformationen vor dem BFSG-Stichtag auf Barrierefreiheit prüfen. Sie zieht alle PDFs einzeln durch PAC 2026. Ergebnis: 18 sind grundsätzlich barrierefrei, 22 haben Tagging-Probleme, fehlende Überschriftenstruktur, ungetaggte Tabellen, Bilder ohne Alt-Text. Mit den neuen KI-gestützten Prüfungen in PAC 2026 bekommt sie zusätzlich Hinweise auf semantische Probleme und spart so manuelle Prüfzeit. Eine externe Designerin setzt die Korrekturen in 2 Tagen mit Adobe Acrobat Pro um, die Kanzlei prüft jedes Dokument anschließend erneut mit PAC und exportiert die Prüfberichte als BFSG-Compliance-Nachweis. Kosten: 0 Euro für die Prüfung, 1.200 Euro für die Designerin, kein Lizenzaufwand. Vergleichswert: Eine externe Audit-Beauftragung hätte schätzungsweise 4.000–6.000 Euro gekostet.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Lokale Verarbeitung auf deinem Windows-Rechner. PAC sendet keine Inhalte an externe Server. Damit ist die Desktop-Version unproblematisch auch für vertrauliche oder personenbezogene PDFs.
  • axesCheck (Online): Hier werden PDFs zur Prüfung auf einen Server der Schweizer Firma axes4 hochgeladen. Für vertrauliche Inhalte nicht geeignet, Datenschutzhinweis vorab prüfen.
  • Anbieter: axes4 GmbH, Frauentalweg 117, 8045 Zürich (Schweiz). Die Entwicklung wird vom deutschen Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert.
  • Datennutzung für KI-Training: Da die Desktop-Prüfung lokal stattfindet, werden keine Inhalte an Anbieter-Server gesendet, auch nicht für die neuen KI-gestützten Prüfungen.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Nicht erforderlich für die Desktop-Variante, da keine Datenübertragung an Dritte. Für axesCheck (Online) gelten die Bedingungen von axes4.
  • Empfehlung für Unternehmen: PAC Desktop ist auch für hochsensible Branchen (Anwälte, Ärzte, Behörden) bedenkenlos einsetzbar. axesCheck nur für unkritische, öffentlich bestimmte PDFs verwenden.

Gut kombiniert mit

  • Adobe Acrobat Pro mit KI, Standard-Werkzeug für die eigentliche Korrektur fehlerhafter Tags und Strukturen. PAC diagnostiziert, Acrobat Pro repariert. Gemeinsam decken sie den vollständigen Workflow ab.
  • veraPDF, kostenloser Open-Source-Validator als Zweitmeinung. Wer ganz sicher gehen will, lässt sein PDF durch beide Tools laufen und prüft Differenzen manuell nach.
  • Word- oder InDesign-Quelldokument, die nachhaltigste Strategie ist nicht, fertige PDFs zu reparieren, sondern bereits in der Quelle korrekte Strukturen anzulegen. Word seit 2021 und InDesign mit dem MadeToTag-Plugin liefern dafür gute Werkzeuge.

Unser Testurteil

PAC verdient 4 von 5 Sternen. Es ist kostenlos, etabliert, technisch sauber, mit den neuen KI-gestützten Prüfungen in Version 2026 erweitert, und die einzige Lösung, die in der deutschsprachigen Compliance-Praxis quasi konsensuell akzeptiert ist. Den fünften Stern verliert es durch zwei strukturelle Schwächen: Es behebt Probleme nicht selbst, und die Windows-Beschränkung ist 2026 spürbar antiquiert. Für die Aufgabe, für die es gemacht ist, die Diagnose von PDF-Barrierefreiheitsproblemen nach BFSG, BITV und PDF/UA, bleibt PAC die erste und meistens auch ausreichende Wahl. Wer Massen-PDFs oder integrierte Workflows braucht, ergänzt es mit kommerziellen Tools; alle anderen kommen mit PAC plus einem Reparaturwerkzeug (Acrobat Pro) komplett aus.

Was wir bemerkt haben

  • Juni 2026, Die offizielle Website weist PAC 2026 als aktuelle Version aus. Das Release ergänzt die regelbasierten Tests laut Hersteller um KI-gestützte Prüfungen, die den manuellen Prüfaufwand reduzieren sollen, der erste echte KI-Schritt in einem Werkzeug, das seit 2010 rein regelbasiert arbeitet.
  • Juni 2026, Faktische Korrektur: PAC wird heute von der axes4 GmbH (Zürich) herausgegeben und entwickelt, nicht von der Stiftung Zugang für Alle. Die Stiftung hat das Tool ursprünglich initiiert, das Impressum nennt heute aber axes4 als verantwortliche Stelle. Die Entwicklung wird vom deutschen BMAS gefördert. Wer PAC wegen vermeintlich rein gemeinnütziger Trägerschaft wählt, sollte wissen: axes4 ist ein kommerzieller Anbieter weiterer (kostenpflichtiger) Barrierefreiheits-Produkte.
  • Juni 2025, Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) ist in Kraft getreten. Seitdem fallen viele kommerziell tätige Unternehmen erstmals unter Barrierefreiheitspflicht und brauchen ein anerkanntes Prüfwerkzeug, was PAC zusätzliche Relevanz verschafft.
  • Juni 2026, Eine native macOS- oder Linux-Version ist weiterhin nicht angekündigt. Die Download-Seite nennt ausschließlich Windows 10/11 (plus .NET Framework 4.8). Anwender außerhalb der Windows-Welt sind auf den Online-Prüfer axesCheck oder eine Windows-VM angewiesen, eine seit Jahren unveränderte Lücke.

Quellen

  1. PAC – Offizielle Website. https://pac.pdf-accessibility.org/ (abgerufen am 2026-06-14). Aktuelle Version PAC 2026, kostenlos, KI-gestützte Prüfungen reduzieren den manuellen Prüfaufwand, etabliert seit 2010, gefördert vom deutschen BMAS.
  2. PAC – Download und Systemanforderungen. https://pac.pdf-accessibility.org/en/download (abgerufen am 2026-06-14). Desktop-Version nur für Windows 10/11, benötigt Microsoft .NET Framework 4.8 oder höher.
  3. PAC – Impressum. https://pac.pdf-accessibility.org/en/imprint (abgerufen am 2026-06-14). Herausgeber ist die axes4 GmbH, Frauentalweg 117, 8045 Zürich, Schweiz.

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