Paige entwickelt CE-zertifizierte und FDA-zugelassene KI-Software für die digitale Pathologie. Das Flaggschiff Paige Prostate war die erste FDA-zugelassene KI für die primäre Krebsdiagnose in der Pathologie; die PanCancer-Produktreihe erweitert das Portfolio auf Brust, Magen-Darm-Trakt und Lunge. Pathologen erhalten einen zweiten Blick mit Konfidenzscores — keine Blackbox, sondern Heatmaps über Krebsregionen.
Kosten: Enterprise-Lizenzmodell; Preise auf Anfrage. Abrechnung üblicherweise pro Slide oder als Jahresvertrag mit Volumenstaffel.
Stärken
- Erste FDA-Zulassung für KI-gestützte Primärdiagnose in der Pathologie (Paige Prostate)
- CE-IVD-Zertifizierung für EU-Einsatz (inkl. Deutschland)
- Klinisch validiert: +7,9 % Sensitivität in Prostatakarzinom-Detektion, 65,5 % Zeitreduktion je Slide
- Heatmap-Overlay zeigt krebsverdächtige Regionen — interpretierbar, nicht nur ein Score
- Integration in gängige PACS/LIS-Systeme via API
Einschränkungen
- Kein deutschsprachiger Support; Kommunikation auf Englisch
- Datenhaltung primär US-seitig — AVV erforderlich, EU-Datenresidenz auf Anfrage prüfen
- Abdeckung aktuell: Prostata, GI, Brust, Lunge — nicht alle Biopsietypen
- Enterprise-only: kein Self-Service-Einstieg, Implementierung erfordert IT-Ressourcen
- Scanner-Kompatibilität vorab klären (nicht jeder Hersteller wird unterstützt)
Passt gut zu
So steigst du ein
Schritt 1: Kontakt über paige.ai — Demo-Anfrage für dein Institut. Teile Slide-Volumen pro Monat, Gewebetype-Mix (Prostata, GI, Brust) und LIS/PACS-System mit. Paige bewertet die Scanner-Kompatibilität in der ersten Woche.
Schritt 2: Proof-of-Concept mit eigenem Datensatz. Paige validiert typischerweise mit 60–100 eigenen Fällen (CAP-Mindestanforderung). Dieser Schritt ist MDR-Pflicht und dauert 4–8 Wochen.
Schritt 3: LIS-Integration und Workflow-Konfiguration. Paige stellt eine REST-API bereit; die Prioritäts-Flags werden in die bestehende Queue-Verwaltung des LIS eingespeist. Pilotstart mit einem Biopsietyp — dann Ausweitung.
Ein konkretes Beispiel
Ein deutsches Uniklinikum mit 600 Prostata-Einsendungen pro Quartal führt Paige Prostate ein. Nach 8 Wochen Validierungsphase läuft das System im Parallelbetrieb: Krebsverdächtige Fälle (Paige Score > 0,5) landen automatisch oben in der Befundungsqueue. Ergebnis nach 6 Monaten: Die mittlere Befundungszeit für Hochrisikofälle sinkt von 6 auf 2,5 Tage. Die Rate falsch-negativer Befunde (übersehener Krebs in der Erstbewertung) sinkt um 70 Prozent — drei Fälle pro Quartal, die vorher übersehen wurden, werden jetzt erkannt.
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