Zum Inhalt springen
Bezahlt Low-Code ⚠️ Hybrid Geprüft: Mai 2026

Marine Digital FOS

Marine Digital GmbH

2/5
Tool öffnen

Marine Digital betreibt eine ML-gestützte Fleet-Intelligence-Plattform für die Handels- und Logistikschifffahrt. Kernprodukt ist das Fuel Optimisation System (FOS), das Schiffszustandsdaten mit Wetter-, AIS- und Satellitendaten kombiniert und tagesaktuelle Geschwindigkeits- und Routenempfehlungen liefert. Der Hersteller wirbt mit 5–12 % Bunkerersparnis und rund 600 t CO2 weniger pro Schiff und Jahr. Die Plattform deckt zusätzlich Wetterrouting, Predictive Maintenance, Digital Noon Report und CII/SEEMP/EEOI-Reporting ab, die Transparenz zu Datenhaltung und Unternehmenssitz ist allerdings dürftig.

Kosten: SaaS-Modell; Preise auf Anfrage je nach Flottengröße und Integrationstiefe. Ein Monat kostenlose Testphase, Deployment wahlweise in der Marine-Digital-Cloud, Private Cloud oder on-premise.

Stärken

  • Breite Funktionsabdeckung: FOS, Wetterrouting, Predictive Maintenance, Noon Report und CII-Reporting in einer Plattform
  • Ein Monat kostenlose Testphase und Pilotprojekte auf Einzelschiffbasis möglich
  • ML-Modelle nutzen Sensor-, AIS-, Satelliten- und öffentliche Daten zur Verbrauchsoptimierung
  • Offene API für Anbindung an ERP-, Analyse- und Buchhaltungssysteme
  • CII-, SEEMP-, EEOI- und ESG-Reporting für die IMO-Effizienzregulierung integriert

Einschränkungen

  • Datenschutzerklärung verweist auf russisches Datenschutzrecht (152-ФЗ), nicht auf die DSGVO
  • Kein Impressum, kein Unternehmenssitz und kein Hosting-Standort auf der Website auffindbar
  • Junges Startup mit wenigen öffentlich nachprüfbaren Flottenreferenzen
  • Preistransparenz gleich null, kein Self-Service-Preis, alles auf Anfrage
  • Kalibrierung braucht 6–12 Monate historische Reisedaten für ein belastbares Verbrauchsmodell
  • Sparpotenzial-Spanne (5–12 %) ist Herstellerangabe; unabhängige Validierung fehlt weitgehend

Passt gut zu

Kleinreedereien, die ein günstiges Pilotprojekt zur Bunkeroptimierung testen wollen Reedereien unter CII-Druck, die Reporting und Routenoptimierung in einem Tool bündeln möchten Technisch experimentierfreudige Flottenmanager mit guter Noon-Report-Datenbasis

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du willst Bunkerverbrauch und CO2-Bilanz mit einem datengetriebenen System senken
  • Du brauchst CII-, SEEMP- und EEOI-Reporting und Optimierung aus einer Hand
  • Du hast 6–12 Monate saubere Reisedaten und willst ein günstiges Pilotprojekt fahren

Wann nein

  • Dein Unternehmen verlangt nachweisbares EU-Hosting und einen DSGVO-konformen AVV
  • Du brauchst einen etablierten Anbieter mit vielen prüfbaren Flottenreferenzen
  • Du willst belastbare, unabhängig validierte Sparquoten vor dem Kauf sehen
  • Du betreibst Segel- oder Windhilfsantriebe als primären Optimierungsfall

Kurzfazit

Marine Digital FOS löst ein reales, teures Problem: Bunker ist der größte variable Kostenblock eines Schiffs, und jede gesparte Tonne HFO senkt zugleich die CO2-Bilanz und das CII-Rating. Die ML-gestützte Plattform deckt dafür ein erstaunlich breites Spektrum ab, von der Geschwindigkeits- und Routenoptimierung über Predictive Maintenance bis zum regulatorischen Reporting. Das Produkt ist KI im Kern, nicht aufgesetzt. Was uns zurückhaltend macht, ist nicht die Technik, sondern die Transparenz: Die Datenschutzerklärung beruft sich auf russisches Datenschutzrecht statt auf die DSGVO, ein Impressum mit Unternehmenssitz fehlt, und der Hosting-Standort ist nirgends benannt. Für eine EU-Reederei, die unter DSGVO- und CII-Druck steht, ist genau das ein Problem. Wir vergeben 2 von 5 Sternen, solide Technik, aber mit Compliance-Fragezeichen, die vor jedem Einsatz geklärt werden müssen.

Für wen ist Marine Digital FOS?

Kleinreedereien mit Spar-Druck: Wer eine kleine Flotte betreibt und keinen sechsstelligen Etat für etablierte Performance-Management-Suiten hat, bekommt mit dem einmonatigen Gratis-Test und dem Einzelschiff-Piloten eine niedrige Einstiegshürde. Das Versprechen: messbare Bunkerersparnis ohne große Vorabinvestition.

Reedereien unter CII-Druck: Seit 2023 bewertet die IMO jedes Schiff jährlich nach seiner Carbon Intensity (CII A–E). Wer in die Kategorien D oder E rutscht, braucht einen Korrekturplan. Marine Digital bündelt CII-, SEEMP- und EEOI-Reporting mit der eigentlichen Verbrauchsoptimierung, das spart das Jonglieren zwischen einem Reporting- und einem Optimierungstool.

Technisch versierte Flottenmanager: Die offene API, der Datenimport aus Sensoren, AIS, Satelliten und Noon-Reports und die Cloud-Dashboards belohnen Teams, die ihre Datenbasis im Griff haben und gern selbst auswerten. Wer schon ein ERP- oder Analyse-System betreibt, kann Marine Digital andocken.

Weniger geeignet für: Reedereien mit harten DSGVO-Anforderungen (siehe DSGVO-Abschnitt, die Datenlage ist hier kritisch), Betreiber, die einen etablierten Anbieter mit Dutzenden prüfbaren Flottenreferenzen verlangen, sowie alle, die Segel- oder Windhilfsantriebe als Hauptoptimierungsfall sehen, dafür ist die Plattform nicht primär ausgelegt.

Preise im Detail

ModellPreisWas du bekommst
TestphaseKostenlos (1 Monat)Zugang zur Plattform, Onboarding, Bewertung des Verbrauchspotenzials für ein Schiff
SaaS-AboAuf AnfrageVolle Plattform (FOS, Wetterrouting, Reporting, Dashboards), skaliert nach Flottengröße und Integrationstiefe
Private Cloud / On-PremiseAuf AnfrageEigenes Hosting der Plattform, relevant für Reedereien mit eigenen Datenschutzauflagen

Einordnung: Marine Digital veröffentlicht keine Preise, kein Self-Service-Rechner, keine Listenpreise, keine Staffel. Alles läuft über Angebotsanfrage und Vertrieb. Das ist im maritimen B2B-Geschäft nicht ungewöhnlich, macht aber jeden Vorab-Vergleich unmöglich: Du erfährst die Kosten erst im Sales-Gespräch. Positiv ist die einmonatige Gratis-Testphase, mit der sich das Einsparpotenzial für ein einzelnes Schiff einschätzen lässt, bevor Geld fließt. Wer Hosting-Kontrolle braucht, sollte die On-Premise- oder Private-Cloud-Option gezielt verhandeln, angesichts der unklaren Datenhaltung ist das eher Pflicht als Kür. Rechne den Business Case konservativ: Die beworbenen 5–12 % sind eine Spanne, und am unteren Ende muss die Ersparnis erst die Abogebühr und den Kalibrierungsaufwand übersteigen.

Stärken im Detail

Breite Funktionsabdeckung in einer Plattform. Marine Digital ist nicht nur ein Spritspar-Tool. Die Plattform vereint Fuel Optimisation, Weather Routing & Voyage Optimization, Vessel Performance Monitoring, Predictive Maintenance, Digital Noon Report und einen Voyage Budget Planner. Dazu kommt das regulatorische Reporting (CII, SEEMP, EEOI, ESG). Für eine kleine Reederei, die sonst mehrere Insellösungen betreiben müsste, ist diese Bündelung der eigentliche Mehrwert.

KI im Kern, nicht als Feature-Aufkleber. Das Machine-Learning-Modul wertet Onboard-Sensoren, AIS, Satellitendaten und öffentliche Datenbanken aus, um Effizienzengpässe über technische Performance, Navigation und Hafenbetrieb hinweg zu identifizieren. Die Empfehlungen, etwa Geschwindigkeit bei bestimmten Beladungs- und Windverhältnissen leicht abzusenken, ohne die ETA zu reißen, sind das Ergebnis eines schiffsspezifisch kalibrierten Verbrauchsmodells. Das ist echtes datengetriebenes Optimieren, kein Regelwerk mit KI-Label.

Niedriger Einstieg über Testphase und Einzelschiff-Pilot. Ein Monat kostenloser Zugang plus die Möglichkeit, mit einem einzigen Schiff zu starten, senkt das Risiko erheblich. Du musst nicht die ganze Flotte umstellen, um zu sehen, ob das Verbrauchsmodell für deine Routen und Schiffstypen taugt.

Offene API und flexible Datenanbindung. Daten lassen sich über API, E-Mail, Excel, XML und CSV einspeisen; die offene Schnittstelle erlaubt die Anbindung an ERP-, Analyse- und Buchhaltungssysteme. Wer bereits ein gewachsenes IT-Ökosystem hat, muss Marine Digital nicht als isolierte Insel betreiben.

Reporting und Optimierung aus einer Hand. Dass CII-, SEEMP- und EEOI-Reporting direkt neben der Optimierung sitzen, ist mehr als Bequemlichkeit: Die Maßnahmen zur Verbrauchssenkung fließen unmittelbar in die regulatorische Bilanz ein. Das schließt die Lücke zwischen „wir optimieren” und „wir können es der IMO gegenüber belegen”.

Schwächen ehrlich betrachtet

Die Datenschutzerklärung passt nicht zu einer EU-Reederei. Das ist der gravierendste Punkt. Die auf der Website verlinkte Privacy Policy beruft sich auf das russische Datenschutzgesetz (Föderales Gesetz Nr. 152-ФЗ vom 27. Juli 2006 „Über personenbezogene Daten”), nicht auf die DSGVO. Für ein Unternehmen, das als „GmbH” auftritt und europäische Reedereien adressiert, ist das ein Widerspruch, der vor jedem Vertragsabschluss aufgeklärt werden muss. Workaround: schriftliche AVV nach DSGVO einfordern und den Verarbeitungsstandort vertraglich fixieren, wenn der Anbieter das nicht liefern kann, ist das ein K.-o.-Kriterium für regulierte Branchen.

Keine Transparenz zu Sitz und Hosting. Auf der Website ist kein vollständiges Impressum auffindbar, kein Unternehmenssitz und kein Server-Standort benannt. Der einzige Kontakt ist eine E-Mail-Adresse. Wer wissen muss, wo seine Flotten- und ggf. Crew-Daten physisch liegen, bekommt diese Information nicht ohne Nachfrage. Workaround: Hosting-Standort und Subunternehmer (z. B. Cloud-Provider) explizit erfragen und dokumentieren lassen.

Dünne, schwer prüfbare Referenzlage. Marine Digital taucht in Startup- und Climate-Tech-Landschaften auf, aber öffentlich nachprüfbare Flottenreferenzen mit Namen und Zahlen sind rar. Die beworbene Sparquote von 5–12 % ist eine Herstellerangabe; eine unabhängige Validierung über mehrere Schiffstypen liegt nicht breit vor. Workaround: im Piloten eine saubere Vorher-Nachher-Messung mit Kontrollschiff aufsetzen, statt der Marketingzahl zu vertrauen.

Hoher Kalibrierungsaufwand vor dem Ertrag. Das schiffsspezifische Verbrauchsmodell braucht typischerweise 6–12 Monate historische Noon-Reports und Reisedaten, um belastbar zu werden. In den ersten Monaten sind die Empfehlungen entsprechend vorsichtiger zu bewerten. Wer keine saubere historische Datenbasis hat, verlängert die Anlaufphase deutlich.

Kein Self-Service, alles über Vertrieb. Ohne veröffentlichte Preise lässt sich Marine Digital nicht gegen Wettbewerber rechnen, ohne mehrere Sales-Gespräche zu führen. Das ist für die schnelle Vorauswahl ein echter Reibungspunkt.

Alternativen im Vergleich

Marine Digital steht im Wettbewerb mit etablierten maritimen Performance- und Wetterrouting-Anbietern, die jedoch keine eigene Tool-Seite bei uns haben, daher hier ohne Link, aber mit klarer Einordnung.

Wenn du……prüfe stattdessen
Etablierte Performance-Suite mit großer Flottenreferenz willstStormGeo s-Insight, NAPA Fleet Intelligence (ohne eigene Seite)
Reines Wetterrouting mit langer Marktpräsenz brauchstDTN/Theyr, StormGeo Bon Voyage System (ohne eigene Seite)
Eine universelle KI für Datenanalyse und Reporting-Texte willst oder
Recherche zu Anbietern, Regulierung und Markt mit Quellen brauchst

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Im maritimen Optimierungsmarkt sind StormGeo, NAPA, DTN, ZeroNorth und Nautilus Labs die Schwergewichte mit großer Referenzbasis und etablierten DSGVO-Strukturen. Marine Digital positioniert sich darunter als günstiger, breit aufgestellter Herausforderer, der Preis dafür sind weniger Referenzen und die oben beschriebenen Transparenzlücken. Wer DSGVO-Sicherheit über alles stellt, fährt mit einem etablierten europäischen Anbieter ruhiger. Wer ein günstiges Pilotprojekt sucht und die Compliance-Fragen vorab vertraglich klärt, kann Marine Digital testen.

So steigst du ein

Schritt 1: Kostenlose Testphase und Assessment. Nimm über marine-digital.com Kontakt auf und nutze den einmonatigen Gratis-Zugang. Lass das Verbrauchspotenzial und den Integrationsbedarf für ein einzelnes Schiff einschätzen, und kläre in diesem Gespräch direkt die zwei kritischen Fragen: Wo liegen die Daten, und welcher Rechtsrahmen (DSGVO-AVV?) gilt.

Schritt 2: Historische Reisedaten übergeben. Stelle 6–12 Monate Noon-Reports und Reisedaten bereit. Darauf kalibriert das ML-Modell ein schiffsspezifisches Verbrauchsprofil. Je sauberer und vollständiger die Datenbasis, desto verlässlicher die späteren Empfehlungen, lückenhafte Noon-Reports verlängern die Anlaufphase.

Schritt 3: Pilot mit Kontrollmessung fahren. Lass den Kapitän die täglichen Geschwindigkeits- und Routenempfehlungen über App oder Bordterminal umsetzen und vergleiche den Verbrauch gegen eine vergleichbare Referenzfahrt oder ein Kontrollschiff. So bekommst du eine eigene Sparquote, unabhängig von der Marketingzahl. Die Reederei sieht parallel Flottendaten und CO2-Bilanz im Online-Dashboard.

Ein konkretes Beispiel

Eine norddeutsche Reederei mit drei 5.000-DWT-Frachtern im Ostsee-Linienverkehr startet einen dreimonatigen Piloten mit Marine Digital FOS auf einem Schiff. Bevor Daten fließen, lässt die Geschäftsführung sich schriftlich bestätigen, in welchem Rechenzentrum die Daten liegen, und verhandelt einen DSGVO-AVV nach, denn die Standard-Datenschutzerklärung verwies auf russisches Recht. Erst dann übergibt das Team die historischen Noon-Reports. Das System identifiziert, dass bei bestimmten Beladungszuständen und Windwinkeln die Reisegeschwindigkeit um 0,5–0,8 Knoten gesenkt werden kann, ohne die ETA zu gefährden. Im Piloten sinkt der Bunkerverbrauch auf dieser Route um 5,8 %, bei einem Jahresverbrauch von 400 Tonnen HFO entspricht das rund 80.000–90.000 € Ersparnis pro Schiff. Die Reederei verlängert den Vertrag erst, nachdem die Datenhaltung vertraglich geklärt ist, die Technik überzeugt, die Compliance war die eigentliche Hürde.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Nicht öffentlich benannt. Weder Website noch Datenschutzerklärung nennen einen Server-Standort. Die im Frontmatter ältere Annahme „EU-Hosting” ließ sich nicht belegen, daher als unbekannt eingestuft.
  • Rechtsrahmen: Die verlinkte Privacy Policy beruft sich auf das russische Datenschutzgesetz (Nr. 152-ФЗ vom 27.07.2006), nicht auf die DSGVO. Standard-DSGVO-Angaben (Verantwortlicher, Betroffenenrechte, Aufbewahrungsfristen) fehlen.
  • Impressum: Auf der Website nicht auffindbar. Kein Unternehmenssitz, keine Handelsregisternummer, kein Geschäftsführer benannt, nur die E-Mail hello@marine-digital.com.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Nicht öffentlich dokumentiert. Muss aktiv eingefordert und vertraglich vereinbart werden.
  • Datennutzung: Die Policy erklärt nur allgemein, dass „alle möglichen Maßnahmen” zum Schutz personenbezogener Daten getroffen würden, ohne konkrete technische oder organisatorische Details.
  • Empfehlung für Unternehmen: Vor jedem Einsatz schriftlich klären: (1) physischer Hosting-Standort, (2) DSGVO-AVV mit Standardvertragsklauseln, (3) Liste der Subverarbeiter. Für regulierte Branchen und Schiffe mit Crew-Personaldaten an Bord ist die On-Premise- oder Private-Cloud-Variante zu bevorzugen, bei der die Daten das eigene Haus nicht verlassen. Ohne belastbare Zusagen ist von der Standard-SaaS-Variante abzuraten.

Gut kombiniert mit

  • , für die Vorab-Recherche zu Anbietern, IMO-Regulierung (CII, EEXI, MARPOL Annex VI) und Marktvergleichen mit nachprüfbaren Quellen, bevor du dich auf einen Optimierungsanbieter festlegst.
  • , um Pilot-Reports, Verbrauchsdaten und Vertragsentwürfe (inklusive der heiklen AVV-Klauseln) zu analysieren und in verständliche Management-Zusammenfassungen zu übersetzen.
  • , als Allzweck-Assistent für die Aufbereitung der CO2- und CII-Reportings in Präsentationen, Behördenkommunikation oder Kundenupdates.

Unser Testurteil

Marine Digital FOS bekommt 2 von 5 Sternen. Die Technik verdient mehr: Die ML-gestützte Verbrauchsoptimierung ist im Kern KI-getrieben, die Funktionsbreite (FOS, Wetterrouting, Predictive Maintenance, Reporting) ist für ein junges Unternehmen beachtlich, und der niedrige Einstieg über Gratis-Test und Einzelschiff-Pilot ist fair. Was die Bewertung deutlich drückt, ist die Compliance- und Transparenzlage: Eine Datenschutzerklärung, die russisches Datenschutzrecht statt der DSGVO zitiert, ein fehlendes Impressum und ein nirgends benannter Hosting-Standort sind für die Zielgruppe, EU-Reedereien unter DSGVO- und CII-Druck, kein Detail, sondern ein zentrales Risiko. Solange diese Punkte nicht vertraglich geklärt sind, ist das Tool schwer uneingeschränkt zu empfehlen. Wer die Technik testen will, kann das im Piloten gefahrlos tun, die produktive Einführung sollte aber erst nach geklärter Datenhaltung erfolgen. Mit transparentem EU-Hosting und einem sauberen AVV wäre hier deutlich mehr drin.

Was wir bemerkt haben

  • Mai 2026, Die auf der Website verlinkte Datenschutzerklärung beruft sich auf das russische Datenschutzgesetz Nr. 152-ФЗ und nicht auf die DSGVO. Für ein Unternehmen, das als „GmbH” firmiert und europäische Reedereien anspricht, ist das ein erheblicher Widerspruch. Wir haben unsere frühere Einschätzung „EU-Hosting, DSGVO-konform ohne Umweg” daraufhin korrigiert.
  • Mai 2026, Auf der Website ist kein vollständiges Impressum mit Unternehmenssitz, Handelsregister oder Geschäftsführung auffindbar; als Kontakt dient allein eine E-Mail-Adresse. Auch der germanSupport-Eintrag wurde mangels Nachweis auf „nicht bestätigt” gesetzt.
  • Mai 2026, Marine Digital hat das Angebot über die reine Fuel-Optimierung hinaus auf eine breite Fleet-Intelligence- und Logistik-Plattform ausgeweitet (Predictive Maintenance, Voyage Budget Planner, Terminal-/Hafenmodule wie WMS, QMS und OCR). Das Portfolio ist breit für ein Unternehmen dieser Größe, was die Frage nach der Tiefe einzelner Module aufwirft.
  • Seit 2023, Mit der Einführung des IMO-CII-Ratings ist die Nachfrage nach kombinierten Optimierungs- und Reporting-Tools deutlich gestiegen. Marine Digital positioniert sich genau in dieser Lücke als günstige Alternative zu etablierten Anbietern wie StormGeo, NAPA oder ZeroNorth.

Diesen Inhalt teilen:

Empfohlen in 1 Use Cases

Empfohlen für diese Branchen

Redaktionell bewertet · Preise und Funktionen können sich ändern.

Stimmt etwas nicht?

Preise geändert, Feature veraltet oder etwas fehlt? Wir freuen uns über Hinweise und Ergänzungen.

Feedback geben

Nicht sicher, ob Marine Digital FOS zu euch passt?

Wir helfen bei der Tool-Auswahl und begleiten die Einführung in euren Arbeitsalltag, unverbindlich und kostenlos im Erstgespräch.

Erstgespräch anfragen
Kostenloser Newsletter

Bleib auf dem neuesten
Stand der KI

Wähle deine Themen und erhalte relevante KI-News, Praxistipps und exklusive Inhalte direkt in dein Postfach – kein Spam, jederzeit abmeldbar.

Was interessiert dich? Wähle 1–4 Themen, du bekommst nur Inhalte dazu.

Mit der Anmeldung stimmst du unserer Datenschutzerklärung zu. Jederzeit abmeldbar.

Kostenlos
Kein Spam
Jederzeit abmeldbar