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Kostenlos 🇺🇸 US-Server Geprüft: April 2026

InfluxDB

InfluxData

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InfluxDB ist eine Open-Source-Zeitreihendatenbank, optimiert für hochfrequente Sensor-, SCADA- und IoT-Daten. Sie eignet sich besonders für Anwendungen, bei denen Zeitstempel und schnelle Write/Read-Zyklen im Vordergrund stehen — etwa für Druck- und Durchflussmessdaten in Energieverteilnetzen. Die OSS-Version kann on-premise betrieben werden, die Cloud-Version läuft auf US-Servern.

Kosten: Open Source (OSS); InfluxDB Cloud ab 0 €/Monat (Free Tier), Nutzungsbasierte Preise für höhere Volumen

Stärken

  • Sehr hohe Write-Performance für Zeitreihendaten (Millionen Datenpunkte/Sekunde)
  • Integrierte Flux-Abfragesprache für Zeitreihenaggregationen und Anomalieerkennung
  • Open-Source-Kern: on-premise Betrieb ohne Lizenzkosten möglich
  • Gut dokumentierte REST-API und Clients für Python, Go, Java, Node.js

Einschränkungen

  • Kein relationales Datenmodell — für strukturierte Stammdaten (z.B. Anlagenbuchhaltung) ungeeignet
  • Cloud-Version hostet Daten auf US-Servern (AWS) — für KRITIS-relevante Daten problematisch
  • Skalierung der OSS-Version für Multi-Node-Setups erfordert erheblichen Betriebsaufwand
  • Kein deutschsprachiger Support

Passt gut zu

SCADA- und Historian-Datenspeicherung für Energienetze (on-premise OSS) Zeitreihen-Anomalieerkennung als Vorstufe zu ML-Modellen IoT-Sensor-Datenspeicherung in industriellen Umgebungen

So steigst du ein

Schritt 1: Lade die aktuelle OSS-Version von influxdata.com herunter oder starte einen Docker-Container (docker run influxdb). Für Produktionsumgebungen mit KRITIS-Daten: ausschließlich on-premise betreiben.

Schritt 2: Konfiguriere einen Bucket für deine SCADA-Daten (z.B. Druckmesswerte je Netzabschnitt) und richte den InfluxDB-Client in deiner SCADA-Software oder Historisierungsschicht ein.

Schritt 3: Nutze die Flux-Abfragesprache für erste Aggregationen und Anomalie-Queries — z.B. gleitende Mittelwerte über 24-Stunden-Fenster als Basis für Druckabweichungsanalysen.

Ein konkretes Beispiel

Ein Gasnetzbetreiber mit 300 km Leitungsnetz und 45 Druckmesspunkten speichert alle 5 Minuten Messwerte in InfluxDB (on-premise, 1 Server). Pro Tag entstehen ca. 13.000 Datenpunkte. Flux-Queries aggregieren Tagesprofile je Netzabschnitt und berechnen temperaturkorrigierte Sollwerte — die Ausgabe speist ein Python-ML-Modell zur Leckageerkennung, das täglich auf dem aktuellen Datensatz trainiert und Verdachtsbereiche mit Konfidenzwerten ausgibt.

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Empfohlen in 2 Use Cases

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