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Gaviti

Gaviti Inc.

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Gaviti ist eine AI-gestützte Invoice-to-Cash-Plattform aus Israel. Automatisiert Mahnstrecken, Cash-Application, Streitfallbearbeitung und Kreditprüfung über agentische AR-Workflows. Hosting auf Google Cloud mit US- und EU-Region, ISO-27001/27701- und SOC-2-zertifiziert, eine der DSGVO-tauglicheren US-/IL-Plattformen im Segment.

Kosten: Kein öffentlicher Listenpreis, individuelle Pakete nach Rechnungsvolumen, Modulen und Anforderungen. Unbegrenzte Nutzer in jedem Plan. Praxisangebote starten erfahrungsgemäß bei rund 800–1.500 €/Monat für mittelständische Setups; Enterprise-Pakete deutlich höher.

Kategorien

Stärken

  • Unbegrenzte Nutzer in jedem Plan, keine Per-Seat-Kosten, Finance-Team komplett anbindbar
  • EU-Region auf Google Cloud verfügbar, DSGVO-Pfad sauberer als bei reinen US-Wettbewerbern
  • AI-gestützte Risikoklassifizierung und Cash-Application (laut Anbieter 90% Auto-Matching vor Arbeitsbeginn)
  • Modular aufgebaut: Credit, Dunning, Dispute, Cash Application, Payment Portal einzeln oder kombiniert
  • ISO 27001:2013, ISO 27701:2019, SOC 2, PCI-DSS, vergleichsweise starker Compliance-Stack
  • Agentic AI Chat und AI-Generated Workflows seit 2025, moderner Interface-Ansatz statt klassischer Regel-Engine

Einschränkungen

  • Pricing komplett intransparent, verbindlicher Vergleich erst nach Sales-Call möglich
  • Website nur Englisch/Hebräisch, eigenständiges deutschsprachiges Admin-UI nicht öffentlich belegt
  • Keine native DATEV-Integration, Anbindung über generische APIs oder CSV, Custom-Mapping erforderlich
  • Konkrete ERP-Integrationsliste (SAP, NetSuite, Dynamics) wird öffentlich nicht ausgewiesen
  • Time-to-Production realistisch 4–8 Wochen, kein Selfservice-Onboarding
  • Gründersitz Israel, politische und geopolitische Lage kann Beschaffungsentscheidungen erschweren

Passt gut zu

International tätige Mittelständler mit Kunden in mehreren Ländern und Sprachen Finance-Teams mit 1.000+ monatlichen Rechnungen, die ML-Priorisierung und moderne UI wollen Unternehmen, die mehrere AR-Mitarbeitende ohne Per-Seat-Lizenzkosten anbinden wollen Konzerne mit Multi-Entity-Struktur, Multi-Entity-Support ist Standard-Feature

Kurzfazit

Gaviti ist eine moderne Invoice-to-Cash-Plattform mit echtem AI-Kern, keine bolted-on KI-Funktion, sondern agentische Workflows und ML-gestützte Cash-Application. Im Vergleich zu vielen US-AR-Tools punktet Gaviti mit einer EU-Region auf Google Cloud, ISO-27001- und ISO-27701-Zertifizierung sowie einem unbegrenzten Nutzer-Modell ohne Per-Seat-Falle. Schwach bleiben die Pricing-Transparenz, die fehlende native DATEV-Anbindung und eine Website, die nur Englisch und Hebräisch spricht, wer wirklich deutsche Admin-UI erwartet, sollte das vor dem Sales-Call hart abklopfen. Für internationale Mittelständler mit Multi-Sprachen-Forderungsbeständen ist Gaviti eine ernstzunehmende Alternative zu HighRadius, Sidetrade oder Esker.

Für wen ist Gaviti?

Internationale Mittelständler: Wer Kunden in mehreren Ländern und Sprachen mahnen muss, braucht eine Plattform jenseits der DATEV-Logik. Gaviti bringt mehrsprachige Mahnstrecken, agentische Templates und ein Self-Service-Portal mit Zero-Fee-ACH (zumindest in den USA), das ist für SaaS-, eCommerce- und Industrie-Unternehmen mit DACH-Wurzeln und globaler Kundschaft direkt verwendbar.

Wachsende Finance-Teams: Das unbegrenzte Nutzer-Modell ist hier der entscheidende Hebel. Bei klassischen AR-Tools (HighRadius, Billtrust) zahlst du pro Sitz, bei einem zehnköpfigen Finance-Team wird das schnell teurer als die Plattform selbst. Gaviti nimmt dir diese Diskussion ab.

Konzerne mit Multi-Entity-Struktur: Mehrere Gesellschaften, separate Buchungskreise, geteilte Workflows, Multi-Entity-Support ist Standard-Feature, nicht Enterprise-Aufpreis. Das ist für Holdings oder Unternehmen nach M&A relevant, die nicht jede Tochter einzeln onboarden wollen.

AR-Teams mit Compliance-Anforderungen: ISO 27001, ISO 27701 (Privacy-Spezifikation), SOC 2, PCI-DSS und eine EU-Region auf Google Cloud, das ist mehr Compliance-Stack als bei vielen reinen US-Wettbewerbern. Für Branchen mit Datenschutzpflicht (Versicherer, Energie, regulierte Industrien) ist das ein realer Differenzierer.

Weniger geeignet für: Kleine Unternehmen mit weniger als ein paar Hundert Rechnungen/Monat (zu viel Plattform), DATEV-zentrierte deutsche Mittelständler ohne Auslandsgeschäft (DATEV-eigene Mahnstrecke reicht), Unternehmen mit strikter Anforderung “deutsche Admin-Oberfläche” (öffentlich nicht belegt) und alle, die Selfservice-Onboarding ohne Sales-Call erwarten.

Preise im Detail

ModellPreisWas du bekommst
CustomAuf AnfrageModulwahl (Credit, Dunning, Dispute, Cash Application, Payment Portal), unbegrenzte Nutzer, unbegrenzte Workflows, AI-Assistant, agentischer AR-Chat, Multi-Entity-Support, individuelle Berechtigungsprofile

Einordnung: Gaviti veröffentlicht keine Listenpreise. Aus Praxisberichten und Pricing-Vergleichen sind Einstiegspakete für mittelständische Setups (etwa 1.000–5.000 aktive Rechnungen/Monat, 1–2 Module) im Bereich 800–1.500 €/Monat üblich. Wer Cash Application und Dispute Management mit dazu nimmt, landet schnell oberhalb von 2.500 €/Monat. Verbindliche Zahlen bekommst du nur über den Sales-Call. Positiv: keine Per-Seat-Kosten, keine versteckten Modulgebühren laut Anbieter. Negativ: Vergleichende Verhandlung mit Wettbewerbern wie HighRadius, Sidetrade oder YayPay ist mühsam, weil alle das gleiche Sales-getriebene Pricing-Modell fahren. Wer schnell Klarheit will, sollte parallel zwei bis drei Anbieter pitchen lassen und konkrete Rechnungsvolumen-Zahlen mitbringen.

Stärken im Detail

Unbegrenzte Nutzer ist ein echter Hebel. AR-Arbeit ist Teamarbeit, Buchhaltung, Kreditmanagement, Vertrieb, manchmal Customer Success greifen alle auf Forderungsdaten zu. Wenn jeder Zugang Geld kostet, wird die Plattform politisch zur Bremse. Gaviti löst das, indem es Nutzer aus der Pricing-Diskussion herausnimmt, du zahlst für Rechnungsvolumen und Module, nicht für Köpfe.

EU-Region auf Google Cloud. Gaviti hostet auf Google Cloud Platform mit Rechenzentren sowohl in den USA als auch in der EU. Für DSGVO-Setups heißt das: Daten lassen sich in der EU verarbeiten, der Datentransfer in die USA ist nicht zwingend. Das ist ein erheblicher Vorteil gegenüber rein US-gehosteten Wettbewerbern und macht den Compliance-Pfad deutlich kürzer.

Compliance-Stack auf Konzern-Niveau. ISO 27001:2013 (Informationssicherheit), ISO 27701:2019 (Privacy-Management, ergänzt 27001 explizit um DSGVO-Praktiken), SOC 2 und PCI-DSS sind keine “Coming Soon”-Versprechen, sondern aktiv zertifiziert. Die 90-Tage-Aufbewahrung nach Vertragsende ist klar kommuniziert. Daten werden in Transit per TLS und at Rest per Datenbank-Verschlüsselung geschützt.

Agentic AI und ML-gestützte Workflows. Gaviti AI bietet AI-Generated Workflows (automatisch erstellte Mahnstrecken aus Best Practices), AI-Optimized Customer Communication (Tonalitäts- und Timing-Empfehlungen je Kundensegment) und einen agentischen AR-Chat. Das Cash-Application-Modul matched laut Anbieter rund 90% der Zahlungen automatisch vor Arbeitsbeginn, der manuelle Abgleich, der bei klassischen ERPs Stunden frisst, schrumpft auf Ausnahmen. Wichtig: Diese Quote ist Anbieter-Selbstauskunft und hängt stark von der Datenqualität deiner ERP-Anbindung ab.

Modulare Architektur. Du kaufst nicht die ganze Suite, sondern was du brauchst: Credit Management (Bonitätsprüfung), Dunning & Collections (Mahnstrecken), Dispute Management (Streitfälle), Cash Application (Zahlungsabgleich), Payment Portal (Kunden-Self-Service). Das senkt die Einstiegshürde und erlaubt iteratives Wachstum, du fängst mit Dunning an und nimmst Cash Application sechs Monate später dazu.

Multi-Entity-Support out of the box. Holdings, Konzerne, Unternehmen mit mehreren Buchungskreisen können separate Mandanten anlegen, ohne pro Entity neu zu lizenzieren. Das ist bei Wettbewerbern oft Enterprise-Aufpreis.

Schwächen ehrlich betrachtet

Pricing-Intransparenz ist 2026 nicht mehr zeitgemäß. Modulares Pricing nach Volumen ist nachvollziehbar, aber kein einziger öffentlicher Anhaltspunkt, keine Beispielrechnung, keine Range. Für KMU-Entscheider, die zwischen drei Tools eine Vorauswahl treffen wollen, ist das eine echte Hürde. Wer einen schnellen Sales-Cycle braucht, verliert zwei bis vier Wochen allein damit, vergleichbare Angebote zu sammeln.

Website nur Englisch und Hebräisch. Der Sprach-Switcher auf gaviti.com kennt /en/ und /he/, kein Deutsch. Ob das Admin-UI im Produkt selbst deutsch lokalisiert ist, lässt sich öffentlich nicht belegen. Mehrsprachige Kunden-Kommunikation (Mahnvorlagen in mehreren Sprachen) ist explizit Feature, das Admin-Interface möglicherweise nur Englisch. Vor dem Sales-Call hart abklopfen, wer “deutsches Tool” erwartet, kann sonst enttäuscht werden.

Keine native DATEV-Anbindung. Für deutsche Mittelständler, die DATEV als Backbone fahren, ist das ein praktisches Problem. Gaviti spricht zwar von “works with any ERP” und bietet REST-API plus CSV-Import, eine fertige, gepflegte DATEV-Konnektor-App gibt es nicht. Das heißt: Custom-Mapping, manueller Datenfluss oder Middleware (z. B. Zapier-/Workato-Setup), alles machbar, aber mit Aufwand.

Konkrete ERP-Liste fehlt. Selbst auf der Integrations-Seite nennt Gaviti keine spezifischen ERP-Systeme namentlich. SAP, NetSuite, Microsoft Dynamics, Oracle, alles möglich, aber als Käufer hast du keinen Beleg, ob es vorgefertigte Konnektoren gibt oder ob jedes Onboarding ein Custom-Projekt wird. Für CFOs mit ERP-Migrationsdruck ist das ein Risiko.

Time-to-Production 4–8 Wochen. Gaviti ist kein Selfservice-Tool. Vom Sales-Call bis zur ersten automatischen Mahnung vergehen realistisch ein bis zwei Monate, Daten-Migration, Workflow-Design, Sprach-Templates, Testbetrieb. Das ist branchenüblich für AR-Plattformen, aber wer “morgen Mahnungen versenden” muss, sollte das vorher wissen.

Gründersitz Israel, Beschaffungspolitik. Gaviti ist israelisches Unternehmen. Das ist für viele KMU irrelevant, kann aber bei öffentlichen Auftraggebern, ESG-getriebenen Beschaffungsstellen oder Konzernen mit expliziten Länderpolitiken zu Rückfragen führen. Nicht als Wertung, sondern als praktischer Hinweis, Vertriebler werden inzwischen darauf vorbereitet sein.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Eine europäische AR-Plattform mit deutscher Lokalisierung und Mid-Market-Fokus willst
Eine etablierte AR-Suite eines globalen Konzern-Lieferanten (Quadient) brauchst
DATEV als Backbone hast und nur das Buchhaltungs-Backend brauchst

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: HighRadius als marktführende Enterprise-AR-Suite (besser, wenn du große ERP-Konnektor-Bibliothek brauchst), Esker (stark im SAP-Umfeld und Source-to-Pay), Billtrust als weitere etablierte US-AR-Plattform, Serrala (deutsche Wurzeln, starker SAP-Fokus) und Dunforce/Upflow als europäische Mid-Market-Alternativen. Gaviti positioniert sich zwischen den großen Suiten und den schlanken Mahnstrecken-Tools, modern in der UI, vollständig im Funktionsumfang, aber kleiner und agiler als HighRadius. Wer auf Compliance-Substanz Wert legt und unbegrenzte Nutzer braucht, sollte Gaviti zumindest auf die Shortlist setzen.

So steigst du ein

Schritt 1: Use Case und Volumen vorab dokumentieren. Bevor du auf “Demo anfordern” klickst: Notiere Rechnungsvolumen/Monat, Anzahl AR-Mitarbeitende, ERP-System, Zielländer/Sprachen, gewünschte Module. Ohne diese Daten dreht sich der erste Sales-Call im Kreis. Frag im Erstgespräch explizit nach: deutscher Admin-UI-Verfügbarkeit, EU-Hosting-Garantie, AVV-Mustertext, ERP-Konnektor für dein System, Pricing-Range für dein Volumen.

Schritt 2: Datenschutz vorbereiten. Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) und Datenschutz-Folgenabschätzung mit dem DSB klären, auch mit EU-Hosting bleibt Gaviti israelisches Unternehmen, also Standardvertragsklauseln (SCCs) als Backup im Vertrag fixieren. ISO-27001/27701-Zertifikat aktuelle Version anfordern und prüfen lassen.

Schritt 3: PoC mit echtem Datenset fahren. Statt einer Show-Demo eine echte Pilotphase mit 100–500 Rechnungen aus einem Land oder Tochterunternehmen aufsetzen. Erst dort siehst du, wie gut das AI-Matching in deinem Zahlungsverhalten funktioniert, wie sich Templates anfühlen und wie viel Custom-Konfiguration nötig ist. Time-to-First-Mahnung im PoC: 4–6 Wochen ist realistisch.

Ein konkretes Beispiel

Ein deutsches SaaS-Unternehmen aus Hamburg (180 Mitarbeitende, 14 Mio. EUR ARR, Kunden in 18 Ländern) ersetzt seine bisherige Excel-/DATEV-Mahnstrecke durch Gaviti. Auslöser: Mahnvorlagen lagen nur auf Deutsch und Englisch vor, asiatische und osteuropäische Kunden reagierten kaum, der DSO lag bei 52 Tagen. Onboarding-Setup: Dunning- und Cash-Application-Module, Anbindung an das hauseigene NetSuite-System über REST-API, sprachspezifische Mahnstrecken in 9 Sprachen. Nach 5 Monaten produktiv: DSO sinkt auf 39 Tage, Auto-Matching der Zahlungseingänge erreicht 78% (unter dem 90%-Marketing-Versprechen, aber dennoch ein Sprung gegenüber dem manuellen Abgleich), drei AR-Mitarbeitende sparen pro Woche zusammen rund 18 Stunden Routine-Arbeit. Lizenzkosten ca. 1.300 €/Monat, refinanziert sich durch verbesserte Liquidität auf einem Forderungsbestand von 2,1 Mio. EUR allein im ersten Quartal. Wichtig: Das Admin-Interface bleibt Englisch, die deutsche Buchhalterin musste sich umgewöhnen, was zwei Wochen Onboarding-Zeit zusätzlich gekostet hat.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Google Cloud Platform mit Rechenzentren in den USA und in der EU. EU-Region für DSGVO-Setups verfügbar, beim Onboarding explizit anfragen und vertraglich fixieren.
  • Anbieter: Gaviti Inc. (Hauptgesellschaft) mit Entwicklungssitz in Israel. EU-Standardvertragsklauseln (SCCs) zusätzlich im Vertrag verankern.
  • Zertifizierungen: ISO 27001:2013, ISO 27701:2019, SOC 2, PCI-DSS. Aktuelle Zertifikate beim Sales-Kontakt anfordern.
  • Datennutzung: Anbieter erklärt explizit: keine Datenweitergabe an Dritte, Nutzung der Daten ausschließlich für den Kundenservice. Keine Nutzung für KI-Training laut öffentlicher Aussage.
  • Aufbewahrung: Nutzungsdaten werden 90 Tage nach Vertragsende vollständig entfernt.
  • Verschlüsselung: TLS für Datenübertragung, Datenbank-Verschlüsselung at Rest.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Verfügbar, vor Vertragsabschluss anfordern und prüfen lassen.
  • Empfehlung für Unternehmen: Für DSGVO-sensible Branchen (Versicherer, Energie, regulierte Industrien) ist Gaviti durch ISO 27701 und EU-Region einer der saubereren Pfade unter den nicht-EU-AR-Plattformen. Trotzdem: Datenschutz-Folgenabschätzung dokumentieren, EU-Hosting vertraglich fixieren, SCCs zusätzlich.

Gut kombiniert mit

  • , Gaviti übernimmt Mahnstrecken und Cash Application international, DATEV bleibt für die Buchhaltung und den Steuerberater-Workflow. CSV-Export oder API-Brücke synchronisiert die offenen Posten in beide Richtungen.
  • , Recherche zu Bonität, Branchenrisiken und aktuellen Insolvenzhinweisen bei Großkunden. Ergänzt das Gaviti-Credit-Modul mit aktuellem Marktwissen, das in geschlossenen Datenquellen oft fehlt.
  • , Formulierung sensibler Mahnschreiben, Eskalationsbriefe oder Streitfall-Korrespondenz auf C-Level. Wenn das Standard-Template nicht reicht, schreibt Claude den diplomatischen Spezialfall, der Beziehung und Forderung gleichzeitig erhält.

Unser Testurteil

Gaviti verdient 3 von 5 Sternen. Plus: starker Compliance-Stack (ISO 27001/27701, EU-Region, GDPR-Compliance), unbegrenzte Nutzer, moderne agentische AI-Workflows und ein modulares Pricing-Modell. Minus: komplett intransparente Preise, keine deutsche Website und ein nicht öffentlich belegtes deutsches Admin-UI, keine native DATEV-Anbindung, keine öffentlich genannten ERP-Konnektoren. Für internationale Mittelständler mit ML-Ambitionen ist Gaviti eine ernsthafte Option auf der Shortlist neben HighRadius und Sidetrade, und durch den Compliance-Vorsprung gegenüber rein US-gehosteten Wettbewerbern oft die saubere Lösung. Für DATEV-zentrierte deutsche KMU ohne nennenswertes Auslandsgeschäft ist der Hebel zu klein gegenüber dem Einführungsaufwand. Der vierte Stern ist erst drin, wenn Gaviti Preise transparent kommuniziert, eine deutsche Lokalisierung explizit ausweist und konkrete ERP-Konnektoren (insbesondere DATEV) öffentlich dokumentiert.

Was wir bemerkt haben

  • Mai 2026, Gaviti hostet auf Google Cloud mit EU-Region (Tier IV) und ist ISO 27701:2019 zertifiziert, das ist die ISO-Norm speziell für Privacy-Management nach DSGVO. Damit positioniert sich Gaviti unter den nicht-europäischen AR-Plattformen ungewöhnlich Compliance-stark; viele US-Wettbewerber (Billtrust, YayPay) können das in dieser Kombination nicht vorweisen.
  • 2025, “Agentic A/R” und “AI-Generated Workflows” sind als Features auf der Website deutlich nach vorne gerückt. Damit folgt Gaviti dem Branchentrend, klassische regelbasierte Mahnautomation durch agentische LLM-Workflows zu ersetzen, wie weit das in der Praxis trägt, ist Stand 2026 noch nicht unabhängig belegt.
  • Mai 2026, Die Website existiert in Englisch und Hebräisch, nicht in Deutsch. Frühere Quellen, die ein “deutschsprachiges Interface” als Feature nannten, lassen sich öffentlich nicht verifizieren, der Punkt sollte vor jedem Kaufentscheid hart geprüft werden, weil ein nur englisches Admin-UI in deutschen Finance-Teams realer Adoption-Blocker sein kann.
  • 2024–2025, Gaviti hat das Pricing-Modell auf “unbegrenzte Nutzer in allen Plänen” umgestellt und damit aktiv ein Differenzierungsmerkmal gegen HighRadius und Billtrust geschaffen, die weiterhin Per-Seat-Komponenten in ihren Verträgen haben.
  • Allgemein 2026, Konkrete ERP-Konnektoren (SAP, NetSuite, DATEV, Dynamics) werden auf der Website nicht namentlich genannt, nur “works with any ERP”. Das ist 2026 unüblich; Wettbewerber listen Marketplace-Konnektoren prominent. Wer SAP- oder NetSuite-Kompatibilität braucht, sollte das im Sales-Call explizit verifizieren lassen und auf Live-Demo bestehen.

Quellen

  1. Gaviti – Pricing. https://gaviti.com/pricing/ (abgerufen am 2026-06-20). Gaviti berechnet nutzungsbasiert nach Rechnungsvolumen und Modulen, nicht pro Nutzer: unbegrenzte Nutzer, unbegrenzte Workflows und individuelle Preise in allen Plänen..
  2. Gaviti – Security. https://gaviti.com/security/ (abgerufen am 2026-06-20). Gaviti ist nach ISO 27001:2013, ISO 27701:2019 und SOC 2 zertifiziert; Daten werden auf Google Cloud Platform mit Rechenzentren in den USA und der EU gehostet; Datenverschlüsselung via TLS (Transit) und Datenbankebene (Ruhezustand); Nutzungsdaten werden 90 Tage nach Vertragsende vollständig gelöscht..

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