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Eucon Digital (Vyda)

Vyda GmbH (ehemals Eucon Digital)

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Spezialisierter deutscher Anbieter für KI-gestütztes Schaden- und Rechnungsmanagement. Im Februar 2025 wurde Eucon Digital in Vyda GmbH umbenannt, Sitz weiterhin Münster, rund 400 Mitarbeitende, über 50 Versicherer als Kunden (u. a. Allianz, Provinzial, VGH). Vyda kombiniert automatisierte Rechnungs- und Kostenvoranschlagsprüfung, KI-basierte Schadenprüfung, automatische Fotokalkulation und Plausibilitätsprüfungen für Kfz-, Sach- und Personenschäden mit aktuellen Marktpreisdaten, der Kernprozess für Reparaturpreisinflations-Erkennung.

Kosten: Modulares Preismodell auf Anfrage; typisch projektbasierte Jahresverträge für Versicherer; kein öffentlicher Listenpreis; Einstieg meist über Pilot mit definierter Schadenkategorie

Stärken

  • Umfangreiche Echtzeit-Preisdatenbank für Ersatzteile, Werkstattlöhne und Materialkosten, speziell für den DACH-Markt
  • Automatisierte Rechnungsprüfung gegen aktuelle Marktpreise, reduziert manuellen Prüfaufwand im Schadenteam
  • Automatische Fotokalkulation: KI schätzt Schadenkosten aus Bildmaterial
  • Über 25 Jahre Erfahrung in der Versicherungsbranche; etabliertes Vertrauensverhältnis mit großen deutschen Versicherern
  • Regelbasierte und KI-gestützte Plausibilitätsprüfung kombinierbar
  • EU-Datenhaltung; deutschsprachiger Support; deutsche Niederlassung in Münster

Einschränkungen

  • Kein Self-Service-Einstieg, Implementierung und Anbindung erfordert Projektbegleitung
  • Primär auf Kfz-Schäden ausgerichtet; Gebäude- und Haftpflicht-Coverage breiter aufgebaut, aber weniger tief
  • Kosten nicht transparent ohne Vertriebsgespräch
  • Für sehr kleine Versicherer mit unter 1.000 Schäden/Jahr häufig unwirtschaftlich
  • Rebranding 2025: einige Online-Quellen und Drittsysteme verweisen noch auf den alten Eucon-Digital-Namen
  • Fotokalkulation für Kfz-Schäden tief; bei Sach- und Personenschäden weniger automatisierbar als bei Spezialisten

Passt gut zu

Kfz-Versicherer, die systematische Reparaturpreisinflation regional überwachen wollen Claims-Manager, die Kostenvoranschläge automatisiert gegen aktuelle Marktdaten prüfen lassen Versicherer, die Werkstattnetzwerk-Verhandlungen mit Preisdaten unterfüttern wollen Deutsche Versicherer mit DSGVO-Anforderung und Bedarf nach lokalem Vertragspartner

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du bist deutscher oder europäischer Versicherer mit mindestens 5.000 Kfz-Schäden pro Jahr
  • Du willst Reparaturpreisinflation systematisch und regional aufgeschlüsselt überwachen
  • Du brauchst einen lokalen Vertragspartner mit deutschem Support und EU-Hosting
  • Du hast Budget für ein 3–6-monatiges Pilotprojekt und anschließende Integration

Wann nein

  • Du bist kleinster Spezialversicherer mit unter 1.000 Schäden/Jahr
  • Du brauchst hauptsächlich Fraud-Detection ([Shift Technology](/tools/shift-technology/) ist dort besser)
  • Du erwartest Self-Service-SaaS-Onboarding ohne Vertriebsprozess
  • Dein primärer Anwendungsfall ist Bildanalyse von Schäden ([Tractable](/tools/tractable/) ist hier spezialisierter)

Kurzfazit

Vyda (vormals Eucon Digital, umbenannt im Februar 2025) ist einer der etablierten deutschen Spezialisten für Kostencontrolling in der Schadenregulierung, über 25 Jahre Branchenerfahrung, rund 400 Mitarbeitende in Münster, mehr als 50 Versicherer als Kunden (Allianz, Provinzial, VGH und weitere). Die Plattform kombiniert KI-basierte Schadenprüfung, automatische Fotokalkulation für Kfz, Plausibilitätsprüfungen und eine umfangreiche Echtzeit-Preisdatenbank für Ersatzteile, Werkstattlöhne und Materialkosten, speziell auf den DACH-Markt zugeschnitten. Stärken: tiefe DACH-Datenbasis, deutscher Support, EU-Hosting, jahrzehntelange Vertrauensbeziehungen zu deutschen Versicherern. Schwächen: kein Self-Service, intransparente Preise, primär Kfz-Fokus (Sach- und Personenschäden schwächer), und das Rebranding zu Vyda ist noch nicht überall durchgesickert. Für deutsche Versicherer ab 5.000 Kfz-Schäden/Jahr eine seriöse Wahl; kleinere oder spezialisierte Anwendungsfälle (reine Fraud-Detection, reine Bildanalyse) sind bei Shift Technology oder Tractable besser aufgehoben.

Für wen ist Vyda (Eucon Digital)?

Mittelgroße und große Kfz-Versicherer: Die Kern-Zielgruppe. Wer als Versicherer 10.000+ Kfz-Schäden pro Jahr abwickelt, profitiert von der automatisierten Rechnungs- und Kostenvoranschlagsprüfung am stärksten. Die DACH-Preisdatenbank für Ersatzteile, Werkstattlöhne und Material schlägt jeden internationalen Wettbewerber, weil sie regional aufgeschlüsselt ist, Werkstattpreise unterscheiden sich zwischen München und Bremen deutlich, und Vyda kennt diese Spreads.

Claims-Manager mit Prüfvolumen-Druck: In Versicherungs-Schadenabteilungen sind Prüfer eine knappe Ressource. Vyda reduziert die manuelle Rechnungsprüfung erheblich, die KI markiert auffällige Positionen, der Prüfer entscheidet nur noch über die Markierungen statt jede Rechnung Zeile für Zeile durchzugehen. Bei großen Volumina amortisiert sich das schnell.

Versicherer mit Werkstattnetzwerk-Verhandlungen: Wer Partnerwerkstätten-Konditionen verhandelt, will harte Daten als Argumentationsgrundlage. Vyda liefert die Marktpreise als Benchmark, Werkstätten, die systematisch über dem regionalen Median liegen, sind im Gespräch identifiziert und können gezielt adressiert werden.

Compliance- und Audit-Verantwortliche: Die automatisierte Prüfung erzeugt einen Audit-Trail, der für interne Compliance, BaFin-Inspektionen und Wirtschaftsprüfer relevant ist. Statt manueller Stichproben hast du eine systematische Coverage über alle Rechnungen, wichtiger geworden, seit Versicherer strengere Nachweispflichten gegenüber der BaFin haben.

Real-Estate-/Immobilien-Versicherer und Verwalter: Vyda hat das Produktportfolio um Real-Estate-Lösungen erweitert (costREview wurde 2024 mehrfach ZIA-Innovation-Radar-prämiert). Für Hausverwaltungen und Immobilien-Versicherer öffnet sich damit ein zweites Anwendungsfeld jenseits Kfz.

Weniger geeignet für: Sehr kleine Spezialversicherer mit unter 1.000 Schäden/Jahr (Wirtschaftlichkeit fehlt), reine Fraud-Detection-Anwendungsfälle (dort ist Shift Technology besser), Bildanalyse-Spezialfälle wie Total-Loss-Erkennung aus Fotos (Tractable ist hier präziser), und Versicherer, die ein modernes Self-Service-SaaS-Tool ohne Vertriebsprozess erwarten.

Preise im Detail

ModellPreisWas du bekommst
Pilotprojekt30.000–80.000 EUR einmalig3–6 Monate, definierte Schadenkategorie, Spiegelung historischer Daten gegen Preisdatenbank
Standard-Integration (mittlerer Versicherer)150.000–500.000 EUR/JahrVollintegration in Schadensystem, API-Anbindung, Standard-Support
Enterprise-Vertrag (Großversicherer)Siebenstellig/JahrKonzernweite Implementierung, Multi-Sparten, dedizierter Customer Success
Implementierung (einmalig)100.000–500.000 EURAnbindung an Guidewire, SAP, in-house-Systeme, Datenmigration

Einordnung: Vyda kommuniziert keine öffentlichen Preise, alle Zahlen oben sind Erfahrungswerte aus Versicherungs-RFPs und Branchen-Vergleichen. Realistischer Sweetspot für deutsche Kfz-Versicherer mit 20.000–100.000 Schäden/Jahr: 200.000–600.000 EUR Jahreslizenz plus initiale Implementierungskosten. Das ist substanziell, refinanziert sich aber typisch in 12–18 Monaten, wenn die automatisierte Prüfung 2–4 % der Schadenkosten einspart und das Schadenvolumen 50 Mio. EUR übersteigt, sind die Einsparungen im niedrigen siebenstelligen Bereich. Für sehr kleine Versicherer (unter 5.000 Schäden/Jahr) lohnt sich der Aufwand der Implementierung selten, die Fixkosten dominieren dort über den variablen Nutzen.

Stärken im Detail

DACH-Preisdatenbank als Differenzierungsmerkmal. Vyda hat in über 25 Jahren eine Datenbasis aufgebaut, die Ersatzteilpreise, Werkstattlöhne, Materialkosten und Sachschaden-Preise nach Postleitzahl und Periode auflöst. Diese regionale Tiefe ist im DACH-Raum einzigartig, internationale Wettbewerber wie Tractable bringen starke Bildanalyse mit, aber keine vergleichbar tiefe Preisdatenbank für deutsche Werkstattlandschaft. Für Reparaturpreis-Inflation-Erkennung ist das die entscheidende Grundlage.

Automatisierte Rechnungsprüfung in industrieller Skalierung. Anstatt Stichproben durchzuführen, prüft Vyda jede Rechnung gegen die aktuelle Preisdatenbank und markiert Abweichungen über definierten Schwellwerten (typisch 15 % über Markt). Bei Großversicherern bedeutet das: 100 % Coverage statt 5–10 % Stichprobe. Die Prüfer fokussieren sich auf die markierten Fälle und arbeiten qualitativ statt quantitativ, eine echte Verschiebung der Arbeitslast.

Automatische Fotokalkulation für Kfz. Vyda hat KI-basierte Bilderkennung integriert, die aus Schadenfotos eine erste Kostenschätzung ableitet. Das beschleunigt den Erstkontakt mit dem Versicherten und reduziert die Notwendigkeit, einen Gutachter physisch zu schicken, besonders relevant bei Bagatellschäden, wo Gutachterkosten den Schadenwert übersteigen würden. Wichtige Einschränkung: Bei komplexeren Schäden bleibt der menschliche Gutachter Pflicht; die KI ist Erstindikator, nicht Endurteil.

Langjährige Vertrauensbeziehungen. Vyda (Eucon Digital) ist seit über 25 Jahren in der deutschen Versicherungsbranche etabliert. Allianz, Provinzial, VGH und weitere große Häuser sind langjährige Kunden, das ist Vertriebshebel, schafft aber auch Stabilität: Vyda kennt die Prozesse, Datenmodelle und regulatorischen Anforderungen deutscher Versicherer in einer Tiefe, die ein Newcomer in Jahren nicht aufbaut.

EU-Hosting und deutscher Support. Für deutsche Versicherer mit BaFin-Aufsicht und DSGVO-Pflicht ist das essenziell. Schadendaten enthalten oft personenbezogene und sensible Informationen (Unfallhergänge, Verletzungsdaten, Werkstatt-Standorte), die Verarbeitung in EU-Hosting unter deutschem Vertragsrecht reduziert Compliance-Reibung erheblich. AVV mit deutschem Vertragstext ist Standard.

Erweiterung in Real Estate. Mit costREview hat Vyda 2024–2025 eine Real-Estate-Sparte etabliert und mehrere ZIA-Innovation-Radar-Auszeichnungen gewonnen. Strategisch positioniert das Vyda als horizontale Daten- und KI-Plattform jenseits reiner Versicherung, wer als Konzern auch Immobiliengeschäft hat (z. B. R+V, Allianz Real Estate), kann beides aus einer Hand beziehen.

Schwächen ehrlich betrachtet

Kein Self-Service-Einstieg. Anders als reine SaaS-Tools beginnt Vyda nicht mit einer Trial-Anmeldung, sondern mit einem Vertriebsgespräch und Scoping. Das ist im Versicherungssegment Standard, die Integration in Guidewire, SAP oder in-house-Schadensysteme erfordert ohnehin Projektarbeit, aber kein Tool für Versicherer, die schnell und ohne Commitment einsteigen wollen.

Kfz-Stärke, schwächere Sach- und Personenschadenprozesse. Die Wurzeln liegen im Kfz-Bereich, dort ist die Tiefe und Automatisierung am höchsten. Gebäude- und Haftpflichtschäden werden abgedeckt, sind aber strukturell weniger automatisierbar (heterogenere Rechnungsstrukturen, weniger standardisierte Positionen). Für reine Sach- oder Personenschaden-Versicherer ist der Hebel kleiner als für Kfz-Spezialisten.

Intransparente Preise. Es gibt keine öffentliche Preisliste. Versicherer müssen für vergleichende Angebote (vs. Shift Technology, Audatex, ControlExpert) mehrere Wochen Vertriebsprozess durchlaufen. Das ist Versicherungs-Branchenrealität, macht den Vergleich aber zum Projekt, und Angebote variieren erheblich je nach Schadenvolumen, Sparten und Vertragslaufzeit.

Rebranding-Friktion. Die Umbenennung von Eucon Digital zu Vyda erfolgte im Februar 2025. Viele Online-Quellen, Drittsysteme, alte Verträge und interne Versicherer-Dokumentation verweisen noch auf den alten Namen. Das ist Kommunikationsaufwand, der die nächsten Jahre nicht vollständig verschwinden wird. Vyda muss aktiv Markenbildung betreiben, Eucon Digital ist über 20 Jahre eingeführt, Vyda ist 12 Monate alt.

Bildanalyse weniger spezialisiert als reine Wettbewerber. Bei reiner Bildanalyse (z. B. Total-Loss-Erkennung aus Fotos, Tiefen-Schaden-Klassifikation) sind Spezialisten wie Tractable oder ähnliche Computer-Vision-Anbieter präziser. Vydas Fotokalkulation ist solide für Erstindikation, aber kein State-of-the-art-Computer-Vision-System.

Fraud-Detection ist nicht Kerngeschäft. Während Shift Technology als reines Fraud-Detection-Tool aufgebaut ist (mit eigenen ML-Modellen und globalen Fraud-Mustern), ist Fraud bei Vyda eher Nebenprodukt der Plausibilitätsprüfung. Wer primär Versicherungsbetrug systematisch erkennen will, ist bei Shift besser aufgehoben, Vyda fokussiert auf Kostenoptimierung in legitimen Schäden.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Reine Fraud-Detection für Versicherungsbetrug brauchstShift Technology
Computer-Vision für Schadenfotos brauchstTractable
Klassische Kfz-Schadenkalkulation mit DAT/Audatex-Standard willstAudatex Qapter

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: ControlExpert (deutscher Wettbewerber für Kfz-Schaden-Kostenkontrolle, ähnliches Profil), DAT Group (Datenbasis für Kfz-Schaden-Kalkulation, häufig integriert in Vyda-Workflows), Five Sigma (Cloud-natives Claims-System aus Israel), und Snapsheet (US-Anbieter für virtuelles Claims-Handling). Im deutschen Markt ist die Auswahl überschaubar, Vyda und ControlExpert teilen sich den Kfz-Kostencontrolling-Markt, wobei Vyda die längere Historie und breitere Versicherer-Kundenbasis hat.

So steigst du ein

Schritt 1: Kontakt und Scoping. Nimm Kontakt über das Kontaktformular auf vyda.de auf und beschreib dein Schadenvolumen, deine Sparten (Kfz, Sach, Personen, Real Estate), dein aktuelles Schadensystem (Guidewire, SAP, in-house) und deinen heutigen Prüfprozess. Vyda bewertet daraufhin, ob und welches Modul passt. Plane mehrere Workshops mit Schadenmanagement, IT und Compliance ein.

Schritt 2: Pilotprojekt auf historischen Daten. Starte mit einem 3–6-monatigen Pilotprojekt auf einer definierten Schadenkategorie (z. B. Kfz-Karosserie-Reparaturen unter 5.000 EUR oder Sachschäden in einer Region). In der Pilotphase werden historische Rechnungsdaten gegen die Preisdatenbank gespiegelt, so siehst du, wie viel Abweichungspotenzial in deinem Portfolio steckt, bevor du die Vollintegration planst. Das ist der einzige verlässliche Weg, den ROI vorab abzuschätzen.

Schritt 3: Integration und Rollout. Integration in dein Schadensystem (Guidewire ClaimCenter, SAP FS-CD, in-house) über API oder Datei-Upload. Vyda liefert Prüfergebnisse als strukturierte Rückmeldung mit Abweichungskennzeichen, die dein Team im bekannten Workflow sieht. Starte mit einer Sparte, bewähre den Prozess, erweitere dann sukzessive um weitere Sparten oder Schadenklassen. Big-Bang-Rollouts erhöhen das Projektrisiko erheblich.

Ein konkretes Beispiel

Ein mittelgroßer deutscher Kfz-Versicherer mit 40.000 Kfz-Schäden pro Jahr (Schadenvolumen ca. 50 Mio. EUR) integriert Vyda in den Prüfprozess für Reparaturrechnungen. Pilotphase 4 Monate, Kosten ca. 60.000 EUR; Vollintegration weitere 8 Monate, Implementierungskosten 220.000 EUR plus Jahreslizenz ca. 350.000 EUR. Die automatisierte Prüfung identifiziert bei 8–12 Prozent der Rechnungen Positionen, die mehr als 15 Prozent über dem aktuellen regionalen Marktpreis liegen, die Prüfer adressieren diese Fälle systematisch mit den Werkstätten. Im Reparatur-Kasko-Bereich führt das zu einer Schadenkostensenkung von rund 2–4 Prozent, bei einem Schadenvolumen von 50 Mio. EUR entspricht das 1–2 Mio. EUR jährlich. Zusätzlich nutzt der Versicherer die Daten in Werkstattnetzwerk-Verhandlungen: Werkstätten mit systematisch hohen Aufschlägen werden in den nächsten Verhandlungsrunden gezielt adressiert. Amortisation des Gesamtprojekts: 12–14 Monate, danach wird der Vyda-Vertrag jährlich erneuert und um weitere Sparten erweitert (in dem Beispielfall im Folgejahr um Gebäudeversicherung).

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: EU-Region (Deutschland, Sitz Münster). Keine Datenverlagerung in Drittländer ohne explizite Vereinbarung.
  • Datennutzung: Schadendaten werden ausschließlich zur Bereitstellung des Dienstes und zur Pflege der Preisdatenbank (in aggregierter Form) verwendet. Direkter Personenbezug wird in der Preisdatenbank entfernt.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Standard für alle Versicherungs-Verträge; deutschsprachiges Vertragsdokument verfügbar; Subprozessor-Liste auf Anfrage.
  • Zertifizierungen: ISO 27001 und branchenrelevante Audits (BaFin-Anforderungen für Outsourcing).
  • Bafin-Outsourcing-Vorgaben: Vyda hat Erfahrung mit BaFin-Outsourcing-Anzeigen und liefert die notwendige Dokumentation (Risikobewertung, Notfallpläne, Prüfrechte) für Versicherer mit MaGo/MaRisk-Anforderungen.
  • Empfehlung für Unternehmen: Für deutsche Versicherer ist Vyda einer der unproblematischsten Anbieter im DSGVO-/BaFin-Kontext. AVV einholen, Verarbeitungsverzeichnis pflegen, Outsourcing-Anzeige an BaFin vorbereiten, dann ist der Compliance-Pfad sauber.

Gut kombiniert mit

  • Shift Technology, viele Versicherer betreiben Vyda und Shift parallel: Vyda für Kostencontrolling und Rechnungsprüfung, Shift für Fraud-Detection. Beide Tools adressieren unterschiedliche Risiken im Schadenprozess und überschneiden sich kaum.
  • Audatex Qapter, als klassisches Kfz-Schadenkalkulationssystem liefert Audatex die Reparatur-Daten, die Vyda dann gegen Marktpreise prüft. Die Kombination ist in vielen deutschen Versicherern Standard-Stack.
  • Guidewire ClaimCenter / SAP FS-CD, Vyda integriert sich als Service-Layer in die zentralen Versicherungs-Kernsysteme. Die Integration ist Standard-Implementierungspfad und der saubere Architekturansatz.

Unser Testurteil

Vyda (vormals Eucon Digital) verdient 4 von 5 Sternen. Die Plattform ist im deutschen Versicherungsmarkt für Kfz-Kostencontrolling und Rechnungsprüfung einer der etabliertesten Spezialisten, mit über 25 Jahren Branchenerfahrung, einer einzigartig tiefen DACH-Preisdatenbank, deutschem Support und EU-Hosting. Für die Zielgruppe (mittlere und große Kfz-Versicherer mit 5.000+ Schäden/Jahr) refinanziert sich die Lösung typisch in 12–18 Monaten und bringt nachhaltige Margenverbesserungen. Punkte verliert die Plattform für intransparente Preise, fehlenden Self-Service-Einstieg, schwächere Bildanalyse als Spezialisten (Tractable) und Fraud-Detection als Nebenprodukt statt Kerngeschäft (dort ist Shift Technology besser). Für eine Bestnote fehlt eine zugängliche Self-Service-Variante für kleinere Versicherer und eine klarere Marktkommunikation nach dem Rebranding. Im Kern bleibt Vyda eine seriöse Wahl, die im deutschen Versicherungs-Stack über Jahre trägt.

Was wir bemerkt haben

  • Februar 2025, Eucon Digital wurde in Vyda GmbH umbenannt. Das ist mehr als kosmetisches Rebranding: Vyda positioniert sich klarer als horizontale Daten- und KI-Plattform jenseits reiner Versicherung (Real Estate, weitere Industrien). Die Eucon-Gruppe bleibt als separates Unternehmen mit Fokus auf Automotive-Aftermarket-Daten erhalten, beide Marken sind jetzt klar getrennt.
  • März 2025, Strategische Partnerschaft mit adesso angekündigt. Adesso ist einer der größten deutschen IT-Dienstleister mit starkem Versicherungs-Footprint, die Partnerschaft beschleunigt potenziell die Integration in bestehende adesso-Versicherungs-Projekte und erweitert den Vertriebskanal.
  • 2024, Vyda (damals noch Eucon Digital) gewann drei ZIA-Innovation-Radar-Awards für Real-Estate-Lösungen, darunter für costREview. Strategisch zeigt das die Expansion über die Versicherung hinaus, Real Estate ist jetzt ein zweites Geschäftsfeld neben Insurance.
  • 2025, Vyda erweitert die KI-Komponenten kontinuierlich: KI-basierte Schadenprüfung, automatische Fotokalkulation, intelligente Postraum-Lösungen. Das positioniert Vyda als Daten- und KI-Plattform, nicht mehr als reine Rechnungsprüfungs-Software, eine Verschiebung, die langfristig die Marge stärken sollte.
  • Mai 2026, Vyda zählt rund 400 Mitarbeitende und über 50 Versicherer als Kunden, darunter Allianz, Provinzial und VGH. Die Marktposition im deutschen Kfz-Kostencontrolling ist stabil, Hauptwettbewerber bleibt ControlExpert, der ähnliche Tiefe in der DACH-Preisdatenbank bietet.

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Arthur Atlas

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