Dubly.AI
Dubly.AI GmbH
Redaktionelle Einschätzung auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen (Anbieterangaben, Preislisten, unabhängige Bewertungsplattformen), kein Hands-on-Produkttest, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben. Die Sternebewertung ist eine Meinung der Redaktion.
Tool öffnenDubly.AI übersetzt Videos per KI in über 40 Sprachen, mit geklonter Originalstimme und Lippensynchronisation, gehostet in Deutschland. Der Anbieter aus Oberursel rechnet über Credits ab: 1 Credit entspricht einer Minute Video in einer Zielsprache, Lip Sync verdoppelt den Verbrauch. Der Einstieg kostet 89 Euro netto im Monat für 25 Credits. Stärkstes Argument gegenüber HeyGen, Synthesia und ElevenLabs ist die Herkunft: deutsche GmbH, deutschsprachiger Support und die Zusage, Kundenvideos nicht fürs KI-Training zu verwenden.
Kosten: Monatsplan ab 89 EUR netto (statt 99 EUR) für 25 Credits, das entspricht 3,56 EUR pro Credit. 1 Credit = 1 Minute Video in 1 Zielsprache, mit Lip Sync 2 Credits pro Minute. Größere Pakete bis zu 21 Prozent günstiger, Jahresplan mit Vorauszahlung bis zu 41 Prozent günstiger. Einmalkauf mit nicht verfallenden Credits, Enterprise-Konditionen auf Anfrage. Öffentlich beziffert ist nur der Einstiegstarif, alle weiteren Stufen laufen über einen Regler auf der Preisseite oder ein Vertriebsgespräch. Kostenloser Einstieg nur als persönliche Demo mit einem übersetzten Video, kein Self-Service-Gratistarif.
Stärken
- Voice Cloning: Der Sprecher behält seine eigene Stimme in jeder Zielsprache, keine austauschbare Synthesestimme
- Lip Sync bis 4K, laut Anbieter auch bei Verdeckungen, Seitenansichten und mehreren Sprechern im Bild
- Über 100 Quell- und über 40 Zielsprachen, pro Video unbegrenzt viele Zielsprachen
- Marken-Glossar für Produktnamen und Fachterminologie, dazu ein Editor mit unbegrenzten Revisionen
- Deutsche GmbH mit deutschsprachigem Support, Hosting in Deutschland laut Anbieterangabe
- Kundenvideos werden laut Anbieter nicht als KI-Trainingsmaterial verwendet
- Abrechnung nur über Credits, keine Lizenzkosten pro Nutzer und keine Feature-Stufen
- Unbegrenzte Videolänge, Upload bis 5 GB als MP4 oder MOV, YouTube-Import und API
Einschränkungen
- Öffentlich beziffert ist nur der Einstiegstarif, alles darüber steht hinter Regler oder Vertriebsgespräch
- Kein kostenloser Self-Service-Zugang, der Test läuft über einen persönlichen Demo-Termin
- Lip Sync verdoppelt den Credit-Verbrauch auf 7,12 EUR pro Minute und Zielsprache im Einstiegstarif
- Die Datenschutzerklärung nennt AWS Luxemburg, Vercel und Supabase in Delaware und schließt Drittlandübermittlungen nicht aus, das relativiert die Hosting-Zusage
- Junges Unternehmen mit kleinem Team, Anbieterrisiko höher als bei etablierten Plattformen
- Enger Funktionsumfang: lokalisiert vorhandene Videos, erzeugt aber keine, keine Avatare, kein Schnitt
- Keine ausgewiesene ISO-27001-Zertifizierung, der genannte TÜV-SÜD-Penetrationstest ist etwas anderes
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du hast fertige Videos und willst sie in mehrere Sprachen bringen, ohne neu zu drehen
- Die Stimme des Sprechers ist Teil der Marke und soll in allen Sprachen erhalten bleiben
- Dein Datenschutz verlangt einen deutschen Anbieter und die Zusage, dass Inhalte nicht ins Training laufen
- Du brauchst konsistente Produkt- und Fachbegriffe über viele Sprachen hinweg
Wann nein
- Du willst Videos erst erzeugen, aus Skript oder mit Avatar, statt vorhandene zu übersetzen
- Du willst ohne Vertriebsgespräch selbst ausprobieren und brauchst einen Gratistarif
- Dein Budget liegt unter 89 Euro netto im Monat oder du brauchst nur gelegentlich eine Minute
- Du brauchst Broadcast-Synchronisation mit schauspielerischer Leistung und Regie
Kurzfazit
Dubly.AI übersetzt bestehende Videos in über 40 Zielsprachen, klont dabei die Stimme des Sprechers und synchronisiert die Lippenbewegungen. Der Einstieg kostet 89 Euro netto im Monat für 25 Credits, also 25 Minuten Dubbing oder 12 Minuten mit Lip Sync. Stärkstes Argument gegenüber HeyGen und ElevenLabs ist die Herkunft: Anbieter aus Oberursel, Hosting in Deutschland, kein KI-Training mit Kundenvideos. Schwächster Punkt: oberhalb des Einstiegstarifs nennt die Preisseite keine Zahlen.
Für wen ist Dubly.AI?
Industrie und Maschinenbau: Wer Servicetechniker, Händler oder Kunden in zehn Ländern schult, produziert Videos einmal auf Deutsch und lokalisiert sie danach. Genau dieser Fall ist Dubly.AIs Kernszenario: unbegrenzte Videolänge, Glossar für Bauteil- und Produktnamen, und die Stimme des eigenen Anwendungstechnikers bleibt in jeder Sprache dieselbe. Für sicherheitsrelevante Anleitungen ist das mehr wert als eine beliebige Synthesestimme.
Marketing- und Brand-Teams: Kampagnenvideos, Messefilme, Testimonials. Die Markenstimme ist ein Asset, und ein austauschbarer Text-to-Speech-Sprecher zerstört sie. Voice Cloning plus Marken-Glossar halten Tonalität und Produktbezeichnungen über alle Märkte hinweg stabil.
E-Learning und HR: Onboarding, Compliance-Schulungen, Pflichtunterweisungen. Diese Videos werden ohnehin selten neu gedreht, dafür aber jährlich in mehr Sprachen gebraucht. Das Credit-Modell ohne Nutzerlizenzen passt gut zu Abteilungen, die zwei- bis dreimal im Jahr in Wellen produzieren statt kontinuierlich.
Agenturen und Content-Studios: Wer Lokalisierung als Leistung weiterverkauft, bekommt mit API und Nutzerverwaltung eine Produktionsstrecke statt eines Einzelplatzwerkzeugs. Der Einmalkauf mit nicht verfallenden Credits passt zu projektbasierter Abrechnung.
Datenschutzsensible Organisationen: Kanzleien, Kliniken, Versicherer, öffentliche Träger. Eine deutsche GmbH mit deutschem Gerichtsstand, deutschsprachigem Support und der ausdrücklichen Zusage, hochgeladene Videos nicht als Trainingsmaterial zu verwenden, ist in dieser Kategorie ein handfestes Argument. Lies dazu aber unbedingt den Abschnitt zu DSGVO weiter unten, die Datenschutzerklärung ist differenzierter als die Startseite.
Weniger geeignet für: Einzelpersonen und kleine Kanäle, die unter 89 Euro netto im Monat bleiben müssen. Teams, die erst einmal ohne Vertriebsgespräch ausprobieren wollen, denn einen Self-Service-Gratistarif gibt es nicht. Alle, die Videos erst erzeugen statt übersetzen wollen, dafür sind Synthesia und HeyGen gebaut. Und Broadcast-Produktionen, bei denen Synchronsprecher mit Regie gefragt sind, nicht ein Modell.
Preise im Detail
| Modell | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Demo | 0 € | Persönlicher Termin mit einem übersetzten Video, kein Self-Service-Zugang |
| Monatsplan, Einstieg | 89 €/Monat netto (statt 99 €) | 25 Credits pro Monat, das sind 25 Minuten Dubbing oder 12 Minuten mit Lip Sync, 3,56 € pro Credit, monatlich kündbar |
| Monatsplan, größere Pakete | bis zu 21 % günstiger pro Credit | Mehr Credits pro Monat, exakte Stufen nur über den Regler auf der Preisseite |
| Jahresplan | bis zu 41 % günstiger pro Credit | Vorauszahlung für 12 Monate, Credits gelten das ganze Jahr und sind frei einteilbar |
| Einmalkauf | keine öffentliche Preisstufe | Einmalzahlung für ein festes Credit-Kontingent, die Credits verfallen nie |
| Enterprise | auf Anfrage | Volumenpreise und individuelle Vertragsbedingungen |
Alle Beträge sind Nettopreise zuzüglich Umsatzsteuer. Ein Credit übersetzt eine Minute Video in eine Zielsprache, Lip Sync kostet zwei Credits pro Minute. 100 Credits reichen also für 100 Minuten ohne oder 50 Minuten mit Lippensynchronisation.
Einordnung: Die eigentliche Rechengröße ist nicht der Monatspreis, sondern der Preis pro Minute und Zielsprache. Im Einstiegstarif sind das 3,56 Euro ohne und 7,12 Euro mit Lip Sync. Ein zehnminütiges Video in drei Sprachen mit Lippensynchronisation kostet damit rund 214 Euro netto, dieselbe Aufgabe ohne Lip Sync rund 107 Euro. Gegenüber einer klassischen Lokalisierungsagentur mit Übersetzung, Sprecheraufnahme und Tonmischung ist das eine andere Größenordnung, gegenüber einem einfachen Untertitel-Workflow deutlich teurer. Der Anbieter nennt uns gegenüber einen Jahresplan ab 69 Euro pro Monat und einen Einmalkauf ab 99 Euro. Beides konnten wir auf der öffentlichen Preisseite nicht bestätigen, dort steht mit Zahlen nur der Einstiegstarif, alle weiteren Stufen liegen hinter einem interaktiven Regler. Wer über 100 Minuten im Jahr liegt, sollte sich die Staffel schriftlich geben lassen und den effektiven Preis pro Credit vergleichen, nicht den Rabattprozentsatz.
Stärken im Detail
Voice Cloning ist hier der Kern, nicht ein Zusatz. Bei den meisten Übersetzungswerkzeugen bekommt das lokalisierte Video eine fremde Synthesestimme. Dubly.AI überträgt Klangfarbe und Sprechduktus des Originalsprechers in die Zielsprache. Für Erklär-, Schulungs- und Führungskräftevideos ist das der Unterschied zwischen “übersetzt” und “von uns”. Wer die Stimme lieber austauscht, kann alternativ auf Ersatzstimmen zurückgreifen.
Lip Sync in schwierigen Einstellungen. Der Anbieter wirbt damit, dass die Lippensynchronisation auch bei teilweise verdeckten Gesichtern, Seitenansichten, Bewegung und mehreren Sprechern im Bild funktioniert, bis in 4K-Auflösung. Das ist genau der Punkt, an dem einfachere Werkzeuge scheitern, weil sie eine frontale Halbnahaufnahme voraussetzen. Wir haben die Bildqualität nicht selbst geprüft, das ist eine Anbieterangabe und gehört in jede Demo als erste Testaufgabe: ein Video mit Schwenk, Handbewegung vorm Gesicht und zwei Sprechern.
Sprachumfang ohne Deckel pro Video. Über 100 Quellsprachen, über 40 Zielsprachen, und pro Video gibt es keine Obergrenze bei den Zielsprachen. Abgerechnet wird nur, was tatsächlich produziert wird. Das macht die Kalkulation für Rollouts über viele Märkte planbar: Minuten mal Sprachen mal Credit-Preis, fertig.
Glossar und Editor statt Blackbox. Ein Marken-Glossar hält Produktnamen, Bauteilbezeichnungen und feststehende Formulierungen über alle Sprachen konstant. Im Übersetzungseditor lässt sich anschließend wortgenau nachbessern, mit unbegrenzten Revisionen. Praktisch heißt das: einmal Glossar pflegen, dann sinkt der Korrekturaufwand mit jedem weiteren Video.
Deutsche GmbH mit deutschem Gerichtsstand. Dubly.AI GmbH sitzt in Oberursel, eingetragen als HRB 17407 beim Amtsgericht Bad Homburg, geführt von Maximilian Engler und Simon Pieren. Support auf Deutsch, Rechnung mit Umsatzsteuer, Ansprechpartner in derselben Zeitzone. Gegenüber HeyGen, Synthesia und ElevenLabs ist das der belastbarste Unterschied, unabhängig davon, wie man die Hosting-Frage bewertet.
Kein KI-Training mit Kundenvideos. Der Anbieter sagt ausdrücklich zu, hochgeladene Inhalte nicht als Trainingsmaterial zu verwenden. Bei vielen US-Plattformen ist die Nutzung zur Modellverbesserung dagegen Standard und muss aktiv abgewählt werden. Für unveröffentlichte Produktvideos, interne Schulungen oder Vorstandsbotschaften ist dieser Unterschied betriebswirtschaftlich relevant.
Credits statt Sitzplätze. Es gibt keine Lizenzkosten pro Nutzer und keine Funktionen, die hinter einer höheren Stufe liegen. Wer drei Personen im Marketing und zwei in der Technischen Dokumentation arbeiten lassen will, zahlt dafür nichts extra. Bei den meisten Wettbewerbern ist die Sitzplatzgebühr ein spürbarer Teil der Rechnung.
Durchlaufzeit ist alltagstauglich. Laut Anbieter braucht ein zehnminütiges Full-HD-Video rund zehn Minuten Rechenzeit je Sprache, in 4K etwa zwanzig. Das ist kein Warten über Nacht, sondern eine Kaffeepause. Der begrenzende Faktor im Projekt bleibt die menschliche Korrekturschleife, nicht die Maschine.
Schwächen ehrlich betrachtet
Preisintransparenz oberhalb des Einstiegs. Öffentlich beziffert ist genau ein Punkt: 89 Euro für 25 Credits. Alles darüber steht hinter einem Regler oder einem Gespräch, und die beworbenen Rabatte von “bis zu 21 Prozent” und “bis zu 41 Prozent” sagen ohne Bezugsgröße wenig. Für eine Kategorie, in der die Konkurrenz vollständige Preistabellen veröffentlicht, ist das ein Rückschritt. Workaround: Lass dir vor dem Gespräch nicht die Prozente, sondern den effektiven Preis pro Credit für dein Jahresvolumen nennen, und rechne ihn selbst gegen 3,56 Euro.
Kein echter Selbsttest. Der kostenlose Einstieg ist eine persönliche Demo mit einem übersetzten Video, kein Zugang, den man abends ausprobiert. Wer ein Werkzeug erst anfassen will, bevor Vertrieb involviert ist, wird das als Hürde empfinden. Bei HeyGen und ElevenLabs klickt man sich in fünf Minuten selbst durch einen kostenlosen Tarif. Workaround: Bring in die Demo ein eigenes, bewusst schwieriges Video mit, kein Werbeclip des Anbieters.
Lip Sync verdoppelt die Rechnung. Zwei Credits pro Minute klingen harmlos, im Einstiegstarif sind das 7,12 Euro pro Minute und Zielsprache. Ein Rollout von zwei Stunden Material in fünf Sprachen liegt damit bei über 4.000 Euro netto, bevor irgendeine Korrekturschleife bezahlt ist. Workaround: Lip Sync nur dort einsetzen, wo ein Mensch im Bild spricht. Bei Screencasts, Kamerafahrten und Off-Kommentar bringt es nichts und kostet das Doppelte.
Die Hosting-Zusage ist in der Datenschutzerklärung nicht sauber gespiegelt. Die Startseite sagt “gehostet in Deutschland”. Die Datenschutzerklärung nennt AWS mit Sitz in Luxemburg, Vercel, Webflow und Supabase in Dover, Delaware, dazu Anthropic und Google APIs, und hält fest, dass eine Übermittlung personenbezogener Daten in Drittländer, insbesondere in die USA, stattfinden kann. Ein Teil davon betrifft plausibel den Website- und Marketing-Stack und nicht die Videoverarbeitung, das Dokument trennt beides aber nicht. Workaround: Lass dir den Verarbeitungsort speziell für hochgeladene Videos schriftlich bestätigen, bevor du sensible Inhalte hochlädst.
Junges Unternehmen mit kleinem Team. Die GmbH ist jung, im Impressum stehen zwei Geschäftsführer. Das ist kein Vorwurf, aber ein Risikofaktor: Wer eine Lokalisierungsstrecke fest in Prozesse einbaut, sollte einen Plan B haben und die Rohvideos sowie die freigegebenen Übersetzungstexte lokal archivieren, nicht nur in der Plattform.
Enger Funktionsumfang. Dubly.AI lokalisiert Videos, die es schon gibt. Es erzeugt keine, hat keine Avatare, keinen Schnitt, keine Vorlagen. Das ist eine bewusste Fokussierung und macht das Werkzeug gut in einer Sache, bedeutet aber ein weiteres Abo für alle, die auch produzieren wollen.
TÜV-SÜD-Pentest ist keine Zertifizierung. Der Anbieter wirbt mit einem Penetrationstest durch den TÜV SÜD, dazu mit AES-256-Verschlüsselung und Konformität zu DSGVO und EU AI Act. Ein Pentest ist eine Momentaufnahme der technischen Angriffsfläche, keine geprüfte Managementsystem-Zertifizierung wie ISO 27001. Eine solche weist Dubly.AI derzeit nicht aus. Für Ausschreibungen im Konzernumfeld ist das oft der Punkt, an dem nachgefragt wird.
Referenzen sind Logos, keine Belege. Die Startseite wirbt mit über 1.200 Unternehmen und zeigt unter anderem BMW, Porsche, TUI, Hilti, REHAU und Havas. Wir konnten keine dieser Kundenbeziehungen unabhängig bestätigen, und die Referenzliste, die der Anbieter uns gegenüber nennt, deckt sich nur teilweise mit der Logoleiste. Behandle Logowände als Marketing, nicht als geprüfte Kundenliste, und frag in der Demo nach einem Referenzgespräch in deiner Branche.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Videos aus einem Skript erzeugen willst, mit Avatar und Vorlagen | Synthesia |
| Videoübersetzung und Avatar-Videos aus einem Werkzeug willst, mit kostenlosem Einstieg | HeyGen |
| nur die Tonspur brauchst, mit Voice Cloning und Text-to-Speech, ohne Bildbearbeitung | ElevenLabs |
| menschlich geprüfte Synchronisation in Sendequalität im Enterprise-Rahmen brauchst | Papercup |
| nur Texte und Untertiteldateien übersetzen willst, mit EU-Hosting | DeepL |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite sind Rask AI und Speechify Dubbing im günstigeren Selbstbedienungssegment sowie die Übersetzungsfunktionen, die YouTube und Adobe Premiere inzwischen selbst mitbringen. Für einen einzelnen Kanalbetreiber reicht das oft. Dubly.AI spielt bewusst eine Stufe höher: Es ist kein Massenwerkzeug für schnelle Untertitel, sondern für Unternehmen gebaut, die dieselben Videos in vielen Märkten in konsistenter Markenqualität brauchen und dafür eine deutsche Vertragspartei wollen.
So steigst du ein
Schritt 1: Such dir das schwierigste Video aus, das du hast. Nicht den sauber ausgeleuchteten Imagefilm, sondern das mit Schwenk, Handbewegung vorm Gesicht, zwei Sprechern und Fachvokabular. Genau daran entscheidet sich, ob Lip Sync und Voice Cloning für deinen Bestand taugen. Buche damit die kostenlose Demo, ein übersetztes Video ist enthalten.
Schritt 2: Leg das Glossar an, bevor du das erste große Paket kaufst. Produktnamen, Baugruppen, Rechtsbegriffe, Claims, alles was nicht übersetzt werden darf oder immer gleich lauten muss. Das ist die einzige Vorarbeit, die sich über jedes weitere Video amortisiert. Rechne für einen mittleren Produktkatalog mit ein bis zwei Stunden.
Schritt 3: Trenne Lip Sync von Nicht-Lip-Sync und kalkuliere dann. Zähl deine Minuten getrennt: Material mit sprechendem Menschen im Bild kostet zwei Credits pro Minute und Sprache, alles andere einen. Erst mit dieser Zahl gehst du ins Preisgespräch und vergleichst den effektiven Credit-Preis gegen die 3,56 Euro des Einstiegstarifs. Plane zusätzlich eine Korrekturschleife je Sprache ein, idealerweise durch jemanden im jeweiligen Markt.
Ein konkretes Beispiel
Ein Sondermaschinenbauer aus Ostwestfalen mit rund 400 Mitarbeitenden hat 14 Servicevideos im Bestand, im Schnitt sieben Minuten lang, aufgenommen mit dem eigenen Anwendungstechniker vor der Maschine. Bisher gab es sie nur auf Deutsch, die Servicepartner in Polen, Frankreich, Spanien, Mexiko und China arbeiteten mit einer PDF-Übersetzung. Für den Rollout in fünf Sprachen ergibt die Rechnung 98 Minuten mal fünf Sprachen, also 490 Credits, zum Einstiegspreis rund 1.744 Euro netto, im Jahresplan mit Staffel entsprechend weniger. Lip Sync wird nur für die sechs Videos aktiviert, in denen der Techniker direkt in die Kamera spricht, bei den Aufnahmen über der Schulter am Bedienpanel bringt es nichts. Das Glossar mit 60 Bauteil- und Menübezeichnungen legt die Technische Dokumentation an einem Vormittag an. Die Maschine rechnet je Video und Sprache rund sieben Minuten, die eigentliche Arbeit sind zwanzig bis dreißig Minuten Korrektur pro Sprache durch die jeweilige Landesgesellschaft. Ergebnis: Der Servicepartner in Puebla sieht dieselbe Schulung wie der Kollege in Bielefeld, mit derselben Stimme und denselben Bauteilnamen. Der Angebotsvergleich mit einer klassischen Lokalisierungsagentur inklusive Sprecheraufnahme lag deutlich darüber, die eingesparte Zeit für Neudreh und Studiotermine kommt obendrauf.
Nicht sicher, ob Dubly.AI zu euch passt?
Wir helfen bei der Tool-Auswahl und begleiten die Einführung in euren Arbeitsalltag, unverbindlich und kostenlos im Erstgespräch.
DSGVO & Datenschutz
- Anbieter: Dubly.AI GmbH, Zimmersmühlenweg 27, 61440 Oberursel, Geschäftsführer Maximilian Engler und Simon Pieren, eingetragen als HRB 17407 beim Amtsgericht Bad Homburg, USt-IdNr. DE368837547. Deutsche Vertragspartei, deutscher Gerichtsstand, deutschsprachiger Support.
- Hosting laut Anbieter: Server in Deutschland, AES-256-Verschlüsselung, Penetrationstest durch den TÜV SÜD, Konformität mit DSGVO und EU AI Act. Diese Angaben stammen von der Startseite des Anbieters, wir haben sie nicht unabhängig überprüft.
- Was die Datenschutzerklärung ergänzt: Sie nennt AWS mit Sitz in Luxemburg, Webflow, Vercel und Supabase in Dover, Delaware, als Dienstleister sowie Anthropic und Google APIs, und hält ausdrücklich fest, dass eine Übermittlung personenbezogener Daten in Drittländer, insbesondere in die USA, stattfinden kann, abgesichert über Standardvertragsklauseln. Das Dokument trennt Website-Stack und Videoverarbeitung nicht. Wer die Zusage “Hosting in Deutschland” für die hochgeladenen Videos vertraglich braucht, sollte sie sich gesondert schriftlich bestätigen lassen. Aus diesem Grund führen wir Dubly.AI als hybrides Hosting und nicht als reines DE-Hosting.
- KI-Training: Der Anbieter sagt zu, dass hochgeladene Videos nicht als Trainingsmaterial verwendet werden. Das ist eine der wenigen Zusagen in dieser Kategorie, die als Standard und nicht als Opt-out formuliert ist.
- Aufbewahrung: Server-Logs werden laut Datenschutzerklärung maximal 14 Tage vorgehalten, sonstige Daten bis zum Wegfall des Zwecks oder Ablauf gesetzlicher Aufbewahrungspflichten. Konkrete Löschfristen für hochgeladene Videodateien nennt das Dokument nicht, frag sie ab.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Der Anbieter stellt einen AVV in Aussicht. Ein Standard-AVV ist in der öffentlichen Datenschutzerklärung nicht verlinkt, fordere ihn vor dem ersten Upload an und lass die Unterauftragnehmerliste beilegen.
- Stimmrechte nicht vergessen: Voice Cloning klont die Stimme eines realen Menschen. Hol dir vor der Nutzung die schriftliche Einwilligung des Sprechers, auch bei eigenen Mitarbeitenden, und regele, was nach dem Ausscheiden mit dem Stimmmodell passiert. Das gilt für jedes Klon-Werkzeug, wird aber regelmäßig übersehen.
- Empfehlung für Unternehmen: Für interne Schulungs- und Produktvideos ist Dubly.AI datenschutzseitig eine der bequemeren Optionen im Markt. Bei unveröffentlichten Produktankündigungen, personenbezogenen Inhalten oder regulierten Branchen gilt trotzdem: AVV vorher, Verarbeitungsort schriftlich, Löschfristen geklärt.
Gut kombiniert mit
- Synthesia, wenn das Ausgangsvideo noch gar nicht existiert. Synthesia erzeugt aus einem Skript ein Video mit Avatar, Dubly.AI bringt es anschließend in die weiteren Märkte. So bleibt der Produktionsteil beim Spezialisten für Erzeugung und der Lokalisierungsteil beim Spezialisten für Übersetzung.
- DeepL für alles rund ums Video: Beschreibungstexte, Landingpages, Handbücher, Untertiteldateien. Wer das Dubly-Glossar und die DeepL-Glossarfunktion mit derselben Begriffsliste füttert, bekommt Video und Begleitmaterial in konsistenter Terminologie.
- ElevenLabs für reine Audioformate. Podcast-Folgen, Telefonansagen, Audioguides brauchen kein Lip Sync und keine Videoverarbeitung. Dort ist ein spezialisiertes Sprachwerkzeug günstiger und flexibler, während Dubly.AI die Videostrecke übernimmt.
Häufige Fragen zu Dubly.AI
Was kostet Dubly.AI? Der Einstieg kostet 89 Euro netto im Monat statt regulär 99 Euro und enthält 25 Credits, also 3,56 Euro pro Credit. Ein Credit übersetzt eine Minute Video in eine Zielsprache, mit Lippensynchronisation sind es zwei Credits pro Minute. Größere Monatspakete sind laut Anbieter bis zu 21 Prozent günstiger, der Jahresplan bis zu 41 Prozent. Öffentlich beziffert ist nur der Einstiegstarif.
Gibt es eine kostenlose Version von Dubly.AI? Nein, einen dauerhaften Gratistarif gibt es nicht. Kostenlos ist eine persönliche Demo, in der ein Video übersetzt wird. Wer einen Self-Service-Gratiseinstieg sucht, findet ihn bei HeyGen, Synthesia und ElevenLabs.
Wo werden die Videos verarbeitet? Der Anbieter gibt Hosting in Deutschland an. Die Datenschutzerklärung nennt daneben AWS mit Sitz in Luxemburg, Vercel und Supabase in Delaware und schließt eine Übermittlung in Drittländer, insbesondere die USA, auf Basis von Standardvertragsklauseln nicht aus. Wer den Verarbeitungsort für die Videodateien vertraglich braucht, sollte ihn separat schriftlich bestätigen lassen.
Wie viele Sprachen unterstützt Dubly.AI? Über 100 Quellsprachen und über 40 Zielsprachen. Pro Video gibt es keine Begrenzung, wie viele Zielsprachen erzeugt werden, abgerechnet wird über die Credits.
Was ist der Unterschied zwischen Dubly.AI und HeyGen? HeyGen ist eine breite Videoplattform mit Avataren, Vorlagen und einer Übersetzungsfunktion, sitzt in den USA und bietet einen kostenlosen Einstieg. Dubly.AI macht nur Lokalisierung vorhandener Videos, ist eine deutsche GmbH mit Hosting-Zusage in Deutschland und der ausdrücklichen Zusage, Kundenvideos nicht fürs KI-Training zu verwenden, verlangt dafür aber ein Vertriebsgespräch und mindestens 89 Euro netto im Monat.
Unser Fazit
Dubly.AI bekommt 4 von 5 Sternen. Für die eine Aufgabe, die es sich vorgenommen hat, vorhandene Videos mit der Originalstimme und synchronen Lippen in viele Märkte zu bringen, ist der Funktionszuschnitt stimmig: Voice Cloning statt Fremdstimme, Glossar statt Terminologie-Chaos, Credits statt Sitzplatzlizenzen, dazu eine deutsche GmbH mit deutschem Support und der Zusage, Kundenvideos nicht ins Training zu geben. In einer Kategorie, in der HeyGen, Synthesia, ElevenLabs und Papercup durchweg US- oder global gehostet sind, ist das ein echter Unterschied und nicht nur Marketing.
Den fünften Stern kosten drei Dinge. Erstens die Preisintransparenz: Ein einziger öffentlich bezifferter Tarif und zwei Rabattprozentsätze ohne Bezugsgröße sind zu wenig, um vor dem Vertriebsgespräch rechnen zu können. Zweitens der fehlende Selbsttest, denn eine Demo mit Termin ist eine höhere Hürde als ein Gratiszugang. Drittens die Lücke zwischen der Hosting-Werbung auf der Startseite und der Unterauftragnehmerliste in der Datenschutzerklärung, die AWS Luxemburg, Vercel und Supabase in Delaware nennt und Drittlandübermittlungen ausdrücklich offenlässt. Das ist kein Ausschlusskriterium, aber es bedeutet, dass die stärkste Verkaufsbotschaft des Anbieters vor Vertragsschluss nachverhandelt gehört. Wer diese drei Punkte im Gespräch klärt, bekommt ein fokussiertes Werkzeug für einen Fall, den viele Mittelständler gerade zum ersten Mal ernsthaft angehen.
Was wir bemerkt haben
- September 2026, Dubly.AI hat sich bei uns selbst zur Aufnahme vorgeschlagen. Wir haben alle Angaben gegen Website, Preisseite, Impressum und Datenschutzerklärung geprüft. Was sich dort nicht belegen ließ, ist auf dieser Seite als Anbieterangabe gekennzeichnet.
- September 2026, auf der Preisseite steht öffentlich nur ein einziger bezifferter Tarif: 89 Euro netto für 25 Credits, herabgesetzt von 99 Euro. Die weiteren Stufen laufen über einen Regler. Der Anbieter nennt uns gegenüber einen Jahresplan ab 69 Euro pro Monat und einen Einmalkauf ab 99 Euro, beides ließ sich auf der Seite nicht bestätigen.
- September 2026, die Werbung sagt “gehostet in Deutschland”, die Datenschutzerklärung nennt AWS (Luxemburg), Vercel und Supabase (Dover, Delaware) und hält fest, dass eine Übermittlung in Drittländer, insbesondere in die USA, stattfinden kann. Das muss kein Widerspruch sein, weil das Dokument Website-Stack und Videoverarbeitung nicht trennt, ist aber der Punkt, an dem jede Datenschutzprüfung hängen bleiben wird.
- September 2026, die englische Preisseite sagt, Credits seien das Einzige, was man kauft, ausdrücklich ohne Sitzplätze und Feature-Gates. Der Anbieter beschreibt gleichzeitig eine Funktion namens Native Speaker Control als kostenpflichtiges Add-on. Klär vor Vertragsabschluss, was davon gilt.
- September 2026, die Logoleiste auf der Startseite (unter anderem BMW, Porsche, TUI, Hilti, REHAU, Havas, dazu die Angabe “über 1.200 Unternehmen”) und die Referenzliste, die uns der Anbieter selbst genannt hat, überschneiden sich nur teilweise. Unabhängig bestätigen konnten wir keine dieser Kundenbeziehungen.
Quellen
- Dubly.AI – Startseite. https://dubly.ai/ (abgerufen am 2026-09-10). Lip Sync mit 2 Credits pro Minute, Umgang mit verdeckten Gesichtern und mehreren Sprechern, Voice Cloning, über 40 Zielsprachen, Hosting in Deutschland, AES-256-Verschlüsselung, Penetrationstest durch TÜV SÜD, keine Nutzung von Kundeninhalten fürs KI-Training, Rechenzeit rund 10 Minuten je Sprache für ein 10-minütiges Full-HD-Video und rund 20 Minuten in 4K, Werbung mit über 1.200 Unternehmen und Logos von BMW, Porsche, TUI, Hilti, REHAU und Havas.
- Dubly.AI – Preise. https://dubly.ai/preise/ (abgerufen am 2026-09-10). Monatsplan 89 EUR statt 99 EUR für 25 Credits, 3,56 EUR pro Credit, 25 Minuten Dubbing oder 12 Minuten mit Lip Sync, Rabatt bis zu 21 Prozent im Monatsplan und bis zu 41 Prozent im Jahresplan, Einmalkauf mit nicht verfallenden Credits, über 100 Quell- und über 40 Zielsprachen, Upload MP4 und MOV bis 5 GB, YouTube-Import, API-Zugang, kostenlose Demo mit einem übersetzten Video, 100 Credits entsprechen 50 Minuten mit Lip Sync.
- Dubly.AI – Pricing (englische Fassung). https://dubly.ai/en/pricing/ (abgerufen am 2026-09-10). Alle Preise sind Nettopreise zzgl. Umsatzsteuer, Credits sind laut Anbieter das Einzige, was gekauft wird, keine Sitzplätze und keine Feature-Gates, Enterprise-Konditionen und Volumenpreise auf Anfrage.
- Dubly.AI – Impressum. https://dubly.ai/impressum/ (abgerufen am 2026-09-10). Dubly.AI GmbH, Zimmersmühlenweg 27, 61440 Oberursel, Geschäftsführer Maximilian Engler und Simon Pieren, HRB 17407 beim Amtsgericht Bad Homburg, USt-IdNr. DE368837547.
- Dubly.AI – Datenschutzerklärung. https://dubly.ai/datenschutzerklaerung/ (abgerufen am 2026-09-10). Als Dienstleister werden AWS (Luxemburg), Webflow, Vercel und Supabase (Dover, Delaware, USA) genannt, dazu Anthropic und Google APIs. Eine Übermittlung personenbezogener Daten in Drittländer, insbesondere in die USA, kann stattfinden, abgesichert über Standardvertragsklauseln. Server-Logs werden maximal 14 Tage aufbewahrt..
Diesen Inhalt teilen:
Arthur Atlas
KI-Analyst
So entsteht diese Bewertung
Diese Seite bewerten wir redaktionell, mit kräftiger Unterstützung von Arthur Atlas, unserem KI-Analysten. Er prüft Bewertungen nach und markiert veraltete Angaben, sobald sich der Markt dreht. Unsere Angaben stammen überwiegend aus öffentlich zugänglichen Quellen wie Anbieter-Website, Doku und Preislisten. Preise und Funktionen können sich ändern.
Hinweis: Diese Angaben können veraltet oder fehlerhaft sein. Prüfe im Zweifel immer direkt auf der Website des Anbieters.
Preise geändert, Feature veraltet oder etwas fehlt?
Wir freuen uns über Hinweise und Ergänzungen.
Du arbeitest bei Dubly.AI GmbH?
Gib uns einen Testzugang, dann schauen wir tiefer rein und ergänzen die Bewertung aus erster Hand.
KI-Tools und Trends
KI-Wochenbriefing: jeden Freitag KI-News, Praxistipps und Tools
Kostenlos abonnieren, jederzeit abmeldbar, kein Spam.