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Bezahlt Low-Code 🇪🇺 EU-Server Zuletzt geprüft: Juni 2026

AthleteMonitoring

FITSTATS Technologies / AthleteMonitoring.com

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AthleteMonitoring ist eine umfassende Athlet-Management-Plattform für Sportmediziner, Physiotherapeuten und Trainer: Verletzungstracking, elektronische Krankenakten (SOAP-Notizen), Wellness-Befragungen, Belastungssteuerung (Acute:Chronic Workload Ratio) und Rückkehr-zu-Sport-Protokolle in einer Oberfläche. Die intelligenten Alerts basieren auf etablierten sportwissenschaftlichen Schwellenwerten, eine echte KI- oder Machine-Learning-Schicht für individuelle Verletzungs-Prädiktion ist nicht dokumentiert.

Kosten: Keine öffentlichen Preise. Alle Tarife werden individuell angeboten (Request a Free Quote). Pakete: Testing & Progress Tracking, Load & Readiness Management, Health & Sports Medicine, Complete AMS Platform. Rabatte für Mehrjahresverträge. 15 Sprachoptionen (Deutsch verfügbar)

Kategorien

Stärken

  • Vollständiger Verletzungs-Workflow: Erfassung, SOAP-Notizen, Reha-Protokoll, Freigabe in einem System
  • Wellness-Monitoring (Schlaf, Stress, Müdigkeit, Menstruationszyklus) als integraler Bestandteil
  • Acute:Chronic Workload Ratio als evidenzbasiertes Belastungsmetrikum
  • Integration mit GPS-Plattformen (Catapult, Polar, StatSports, Garmin) und Wearables
  • Evidenzbasierte Fragebögen (OSTRC, DASS-21, POMS) als Standard integriert
  • 15 Sprachen verfügbar inkl. Deutsch in der Oberfläche
  • HIPAA, PIPEDA und DSGVO-konform laut Anbieter; EU-Server-Option über app.athletemonitoring.eu

Einschränkungen

  • Kein dokumentierter KI/ML-Ansatz für individuelle Verletzungs-Prädiktion
  • Support nur auf Englisch und Französisch, kein deutscher Support trotz UI
  • Alle Preise nur auf Anfrage, keinerlei öffentliche Tarifangaben
  • EU-Server über app.athletemonitoring.eu verfügbar, aber kein automatisches EU-Routing, aktiv konfigurieren nötig
  • Für kleine Amateurvereine oft überdimensioniert, die Komplexität überwiegt den Nutzen
  • UI wirkt funktional, aber nicht modern, Onboarding braucht Zeit

Passt gut zu

Profiklubs und Nachwuchsleistungszentren mit eigenem Medizinteam Physiotherapiepraxen mit Sportmandat, die mehrere Teams betreuen Return-to-Play-Protokolle nach ACL, Muskelverletzungen und Überlastungsschäden

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du betreust ein professionelles oder semi-professionelles Team mit Medizinstab
  • Du brauchst auditfähige Dokumentation von Verletzungsverläufen und Reha-Protokollen
  • Du nutzt GPS-Tracking-Systeme und willst Belastung mit Verletzungsdaten verknüpfen
  • Du willst evidenzbasierte Fragebögen standardisiert auswerten

Wann nein

  • Du erwartest KI-basierte individuelle Verletzungs-Prädiktion
  • Du betreust nur einen kleinen Amateurverein mit 1 bis 2 Trainings pro Woche
  • Du brauchst zwingend deutsche Support-Hotline und deutsche Dokumentation
  • Du willst transparente, öffentliche Preise ohne Anfrageprozess

Kurzfazit

AthleteMonitoring ist eine vollständige Athlet-Management-Plattform für Profiklubs und semi-professionelle Sportumgebungen, vom Wellness-Check über Belastungssteuerung bis zum kompletten Verletzungs-Workflow mit SOAP-Notizen, Reha-Plänen und Return-to-Play-Freigaben. Die Stärke liegt im integrierten Workflow und in der breiten GPS- und Wearable-Integration. Was es nicht ist: ein KI-Tool im modernen Sinn. Die “intelligenten Alerts” basieren auf etablierten sportwissenschaftlichen Schwellenwerten (Acute:Chronic Workload Ratio, Wellness-Scores), nicht auf Machine-Learning-Modellen, die individuelle Verletzungsrisiken prädizieren. Drei Sterne, solides Workflow-Tool für Sportmedizin-Teams, aber kein KI-Spitzenprodukt.

Für wen ist AthleteMonitoring?

Profiklubs (Fußball, Basketball, Eishockey, Handball): Hauptzielgruppe. Mannschaften mit eigenem Medizinstab (Mannschaftsarzt, Physiotherapeuten, Athletiktrainer) bekommen einen integrierten Workflow vom Trainingsverletzungsfall über die Reha bis zur Freigabe. Das ersetzt die typische Excel-Akten-WhatsApp-Mischung, die im Alltag schnell unübersichtlich wird.

Nachwuchsleistungszentren und Internate: Wer 50 bis 200 jugendliche Athleten betreut, braucht standardisierte Wellness-Befragungen, Belastungs-Monitoring und Verletzungsdokumentation. AthleteMonitoring ist auf diese Multi-Team-Multi-Sport-Umgebungen ausgelegt, Stiftungen wie das DFB-Nachwuchssystem oder Olympia-Stützpunkte sind typische Anwender ähnlicher Plattformen.

Sportmedizinische Praxen und Physiotherapie-Zentren: Physiopraxen, die mehrere Vereine oder Mannschaften betreuen, profitieren von der zentralen Dokumentation, Patientenakten, SOAP-Notizen, Reha-Protokolle und Return-to-Play-Tests in einer Oberfläche. Wichtig: Die Software ist explizit als Health-Record-System ausgelegt und entsprechend rollenbasiert.

Hochschulsport- und Universitätsmannschaften: US-amerikanische College-Programme sind eine Kernzielgruppe; in Europa sind Hochschul- und Uni-Mannschaften (z. B. Spitzensport-Beauftragte an Sporthochschulen) potenzielle Anwender.

Sportverbände mit zentraler Athleten-Datenbank: Nationalmannschaften oder Verbände, die für mehrere Athletenkader Daten konsolidieren wollen, Wellness, Belastung, Verletzungshistorie über Olympia-Zyklen hinweg.

Weniger geeignet für: Kleine Amateurvereine ohne medizinischen Stab (zu komplex), Einzelpersonen oder Privattrainer (Funktionen sind auf Team-Workflows ausgelegt), Vereine ohne GPS-Tracking-Infrastruktur (die volle Stärke entfaltet sich erst mit Belastungsdaten), und alle, die KI-basierte individuelle Verletzungs-Prädiktion erwarten, das liefert das System ausdrücklich nicht.

Preise im Detail

PaketPreisWas du bekommst
Testing & Progress TrackingAuf AnfrageLeistungstests, Fortschrittstracking
Load & Readiness ManagementAuf AnfrageBelastungssteuerung, ACWR, Wellness-Monitoring
Health & Sports MedicineAuf AnfrageVerletzungsdokumentation, SOAP-Notizen, Reha-Protokolle
Complete AMS PlatformAuf AnfrageAlle Module, GPS-Integration, mehrere Mannschaften

Einordnung: AthleteMonitoring veröffentlicht keine Preise. Alle Tarife werden auf individuelle Anfrage (“Request a Free Quote”) mit Angebot innerhalb von 24 Stunden zugesandt. Rabatte für Mehrjahresverträge werden angeboten. Staff- und Admin-Accounts sind im Preis enthalten. Ein kostenfreier Testplan ist auf der Preisseite nicht beschrieben; wer die Plattform unverbindlich testen will, muss direkt beim Anbieter anfragen. Die Intransparenz erschwert den Vergleich mit Wettbewerbern erheblich.

Stärken im Detail

Vollständiger Verletzungs-Workflow in einem System. Vom ersten “Athlet hat sich beim Training verletzt”-Moment bis zur formalen “Trainingsbereit”-Freigabe läuft alles in einer Oberfläche: Vorfall erfassen, Diagnose dokumentieren, SOAP-Notiz schreiben, Reha-Plan anlegen, Meilensteine definieren (z. B. “symmetrische Kniebeugen-Kraft ≥ 90 %”), Tests durchführen, Freigabe-Entscheidung. Das ersetzt das Übliche: Excel-Tabelle der Physios, separate Patientenakte in der Praxis-Software, WhatsApp-Updates an den Trainer, halbverstandene Statusmeldungen. Mit AthleteMonitoring ist der Status eindeutig dokumentiert.

Rollenbasierte Sichten trennen Medizin und Trainerteam. Trainer sehen Trainingsbereitschaft (grün/gelb/rot), Physios sehen volle medizinische Details, Athleten sehen ihre eigenen Wellness-Daten. Diese Trennung respektiert die ärztliche Schweigepflicht und ist gerade in deutschen Datenschutz-Kontexten wichtig, Trainer haben kein medizinisches Geheimnis-Recht und dürfen nicht sehen, was Diagnose lautete.

Wellness-Monitoring mit etablierten Fragebögen. Die Plattform bringt validierte Instrumente mit: OSTRC (Oslo Sports Trauma Research Centre) für Verletzungsbelastung, DASS-21 für mentale Belastung, POMS für Mood-State. Athleten beantworten die täglichen oder wöchentlichen Fragen in der App, Auffälligkeiten werden im Trainerstab markiert. Das ist nicht KI, sondern Sportwissenschaft, aber wirksam.

Acute:Chronic Workload Ratio als Standardmetrik. Die ACWR (Verhältnis akute zu chronische Belastung) ist eine in der Sportmedizin etablierte Metrik zur Verletzungsrisiko-Einschätzung. AthleteMonitoring berechnet sie automatisch aus GPS-Daten, RPE-Werten und Trainingseinheiten, Trainer sehen, welche Athleten in der “danger zone” (ACWR über 1,5) liegen. Wichtig: ACWR ist eine statistische Risikoindikation, kein KI-Modell, und in der Sportwissenschaft inzwischen auch durchaus kritisch diskutiert.

Breite Geräteintegration. Catapult, Polar, StatSports, Garmin, Whoop, Firstbeat, die wichtigsten GPS- und Wearable-Anbieter werden unterstützt. Das bedeutet: Du musst nicht das Tracking-System wechseln, sondern kannst AthleteMonitoring als Daten-Zentrale über bestehender Hardware nutzen. Das reduziert die Wechsel-Friction erheblich.

Mehrsprachige Oberfläche. Die Plattform unterstützt 15 Sprachen, darunter Deutsch. Damit funktioniert sie auch für Athleten, deren Englisch begrenzt ist (junge Nachwuchsathleten, internationale Spieler). Wichtig: Die UI ist auf Deutsch verfügbar, der Support bleibt aber Englisch/Französisch.

Compliance-Profil deckt Sportmedizin-Anforderungen. SOAP-Notizen, elektronische Signaturen, rollenbasierte Zugriffe, Audit-Trail. Die Plattform ist als medizinische Software konzipiert und entsprechend ausgestattet, auch wenn das spezifische deutsche Patientendatenschutzgesetz (PDSG) eine eigenständige Prüfung erfordert.

Schwächen ehrlich betrachtet

Keine echte KI-Schicht für Verletzungs-Prädiktion. AthleteMonitoring kommuniziert selbst keine ML-Modelle. Die “intelligenten Alerts” sind regelbasierte Trigger auf etablierten Schwellenwerten (ACWR > 1,5, Wellness-Score-Abfall um X %, OSTRC-Schweregradzunahme). Wer ML-basierte individuelle Risikoanalyse erwartet, also “Athlet Y hat in 14 Tagen 73 % Wahrscheinlichkeit einer Muskelverletzung”, wird enttäuscht. Diese Klasse von Tool gibt es bisher kaum am Markt, weil die Datenqualität und Trainingsbasis schlicht nicht ausreichen, um seriöse individuelle Prognosen zu liefern. AthleteMonitoring ist hier ehrlicher als manche Wettbewerber, die KI-Versprechen machen, die sie nicht halten können.

Kein deutscher Support trotz deutscher UI. Die Oberfläche ist eingedeutscht, der Support läuft auf Englisch oder Französisch. Für Vereine mit überwiegend deutschsprachigem Medizinstab ist das eine Friktion, nicht im täglichen Betrieb, aber bei Onboarding-Fragen oder Konfigurationsproblemen.

EU-Server verfügbar, aber nicht automatisch aktiv. AthleteMonitoring betreibt dedizierte EU-Server unter app.athletemonitoring.eu und speichert Daten von Nicht-US-Nutzern laut eigener Datenschutzrichtlinie ausdrücklich nicht auf US-amerikanischen Servern. Für DSGVO-sensitive deutsche Klubs ist jedoch zu beachten: Der EU-Server ist nicht das Standard-Routing. Vereine müssen beim Vertragsschluss aktiv die EU-Instanz auswählen und sich das vertraglich absichern. Die Datenschutz-Folgenabschätzung bleibt Pflicht, und der AVV muss vor Vertragsschluss vorliegen und geprüft werden.

Intransparente Preise für Teams. Wer AthleteMonitoring mit Wettbewerbern vergleichen will, muss erst ein Angebot anfordern. Das verzögert Entscheidungsprozesse, gerade in Vereinen, die zu Saisonstart oder Budgetphase entscheiden müssen.

UI wirkt funktional, aber nicht modern. Die Plattform ist als Krankenakten-System designt, nicht als Consumer-App. Das ist im Kontext des Medizin-Workflows korrekt, fühlt sich aber gegenüber moderneren Tools (z. B. Hudl-Suite oder neueren Trainer-Dashboards) altmodisch an. Onboarding für nicht-techaffine Trainer braucht Zeit.

Für kleine Amateurvereine überdimensioniert. Wer einen Hobbyverein mit 18 Spielern und zwei Trainings pro Woche betreut, wird die Komplexität nicht ausschöpfen. Einfache Tools wie Excel-Listen oder leichte Trainer-Apps erfüllen den Zweck genauso, ohne den Aufwand für die Konfiguration von Fragebögen, Reha-Protokollen und ACWR-Schwellen.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Echtzeit-Tracking mit präziser Indoor-Lokalisierung brauchstKinexon
Die führende GPS-Plattform für Outdoor-Mannschaftssport willstCatapult One
Schwerpunkt auf Heart Rate Variability und Stress-Adaption willstFirstbeat Sports
Video-Analyse als Hauptzweck brauchstHudl

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Kitman Labs (eine direkt vergleichbare Plattform mit deutlich teurerem Enterprise-Profil, stark im englischen Profifußball), Smartabase (eine etablierte Athleten-Datenbank, vor allem im Olympiabereich), Edge10, Coachwhisperer und Vald Performance. AthleteMonitoring positioniert sich im mittleren Profi- und Semi-Profi-Segment, günstiger als Kitman, breiter als reine GPS-Lösungen, mit ehrlicherem Tech-Profil als die Wettbewerber mit aggressiven KI-Versprechen.

So steigst du ein

Schritt 1: Auf athletemonitoring.com über das Formular ein Angebot anfordern. Öffentliche Preislisten existieren nicht, das Angebot kommt laut Anbieter innerhalb von 24 Stunden. Kläre dabei: EU-Instanz (app.athletemonitoring.eu) für DSGVO-konformes Hosting, gewünschte Module und Athletenzahl. Lege nach Freischaltung ein bis zwei Testathleten an und durchlaufe einen kompletten Workflow: Wellness-Erfassung, simulierte Verletzung, SOAP-Notiz, Reha-Plan.

Schritt 2: Eine echte Verletzung erfassen und den Reha-Workflow durchspielen. Verletzungsgrund dokumentieren, SOAP-Notiz schreiben, Reha-Protokoll mit Meilensteinen anlegen (z. B. “Schmerzfreies Joggen auf Laufband 10 min”, “Symmetrische Kraftwerte ≥ 90 %”). Prüfe, ob die Felder und Workflows zum Arbeitsalltag deines Physio-Teams passen oder ob die Konfiguration angepasst werden muss.

Schritt 3: GPS-Integration einrichten, falls Catapult One, Polar oder StatSports im Einsatz sind. Die kombinierten Belastungs- und Verletzungsdaten ermöglichen erst das vollständige Bild für Rückkehrentscheidungen. Plane für die Integration zusätzlich eine bis zwei Wochen technischen Vorlauf.

Schritt 4: Rollen und Sichten konfigurieren. Trainer sollen nur “trainingsbereit/nicht trainingsbereit” sehen, Physios die vollen medizinischen Details, Athleten ihre eigenen Wellness-Daten. Diese Trennung ist nicht optional, sie ist sowohl rechtlich (Schweigepflicht) als auch kulturell (Athleten-Trainer-Verhältnis) wichtig.

Ein konkretes Beispiel

Ein Zweitligist nutzt AthleteMonitoring für 28 Spieler, Lizenz im Pro-Tier mit Catapult-Integration. Bei jedem Trainingsverletzungsfall füllt der Physio direkt auf dem iPad eine strukturierte Erfassung aus: Lokalisation, Diagnose, SOAP-Notiz, geplanter Reha-Pfad. Das System sendet automatisch eine Reha-Checkliste ans Trainerstab und trackt, welche Meilensteine (z. B. symmetrische Kniebeugen-Kraft ≥ 90 % der gesunden Seite, schmerzfreies Joggen 15 min) noch offen sind. Wenn alle Checkboxen abgehakt und der Mannschaftsarzt freigibt, markiert das System “Trainingsbereit”. Der Trainer sieht in seiner Ansicht nur “Grün” (trainingsbereit) oder “Rot” (noch in Reha), ohne Zugriff auf medizinische Detaildaten. Parallel wertet der Athletiktrainer wöchentlich die Acute:Chronic Workload Ratio aus den Catapult-Daten aus und identifiziert Spieler in der “danger zone”, die bekommen am Folgetag eine reduzierte Trainingsbelastung. Wirkung über die Saison: Verletzungsausfalltage sind im Vergleich zur Vorsaison um rund 18 % gesunken. Wichtig: Diese Verbesserung kommt nicht aus KI-Magie, sondern aus konsequenter Anwendung etablierter Sportwissenschaft, das Tool ist der Hebel, der die Disziplin überhaupt ermöglicht.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Anbieter ist FITSTATS Technologies Inc. (Kanada). Laut Datenschutzrichtlinie werden Daten von Nicht-US-Nutzern auf Servern in Kanada oder der EU gespeichert, ausdrücklich nicht auf US-Servern. EU-Instanz erreichbar unter app.athletemonitoring.eu. Für deutsche Profivereine beim Vertragsschluss die EU-Instanz explizit vereinbaren.
  • Datennutzung: Medizinische und sportwissenschaftliche Athletendaten werden zur Verarbeitung in der Plattform gespeichert. Nutzung für Modelltraining oder externe Analytics ist vertraglich auszuschließen, vor Vertragsschluss explizit prüfen.
  • Aufbewahrung: Konfigurierbar, für medizinische Verlaufsdaten lässt sich die in Deutschland geltende Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) abbilden.
  • Compliance: Anbieter gibt HIPAA-, PIPEDA- und DSGVO-Konformität an. Auftragsverarbeitung (AVV) auf Anfrage verfügbar, Voraussetzung für rechtskonforme Nutzung in DSGVO-pflichtigen Vereinen.
  • Rollenbasierte Zugriffe: Trennung von medizinischer und sportlicher Sicht ist Standard, für die Wahrung der ärztlichen Schweigepflicht essentiell.
  • Empfehlung für deutsche Vereine: Datenschutz-Folgenabschätzung durchführen, EU-Instanz vertraglich festschreiben und AVV vor Vertragsschluss prüfen lassen.

Gut kombiniert mit

  • Catapult One, als GPS-Tracking-Plattform für Outdoor-Mannschaftssport. AthleteMonitoring integriert die Catapult-Daten direkt und berechnet daraus Belastungsmetriken (ACWR), die in die Verletzungsdokumentation einfließen.
  • Kinexon, wenn präzises Indoor-Tracking (Hallensportarten) gefragt ist. Kinexon liefert die Tracking-Daten, AthleteMonitoring die Workflow- und Dokumentationsschicht für die Sportmedizin.
  • Firstbeat Sports, für die ergänzende HRV- und Stress-Analyse. Während AthleteMonitoring die Wellness-Fragebögen und Verletzungsworkflows hält, liefert Firstbeat die physiologische Stress-Indikation aus Herzfrequenzvariabilität.

Unser Testurteil

AthleteMonitoring verdient 3 von 5 Sternen. Als integrierte Athlet-Management-Plattform für den Profi- und Semi-Profi-Bereich ist die Software ausgereift, evidenzbasiert und mit den wichtigsten GPS- und Wearable-Anbietern integriert. Der größte Pluspunkt ist das ehrliche Tech-Profil, die Plattform verspricht keine KI-Wunder, sondern liefert solides Workflow-Management mit etablierten sportwissenschaftlichen Metriken. Positiv: Eine EU-Server-Option ist verfügbar, was für DSGVO-sensible Vereine relevant ist. Punktabzug gibt es für die fehlende deutsche Support-Struktur, die vollständig intransparente Preisgestaltung (kein einziger öffentlicher Tarif), und die Tatsache, dass es im Kontext eines KI-Tool-Reviews ehrlich gesagt kein KI-Tool im modernen Sinn ist. Wer die Plattform als das nimmt, was sie ist, eine ausgereifte Workflow-Software für Sportmedizin, bekommt ein verlässliches Werkzeug. Wer KI-Magie erwartet, schaut woanders.

Was wir bemerkt haben

  • Stand Juni 2026, AthleteMonitoring kommuniziert in der offiziellen Produktdokumentation keine ML- oder KI-Schicht für individuelle Verletzungs-Prädiktion. Die “intelligenten Alerts” basieren auf regelbasierten Schwellenwerten (ACWR, Wellness-Scores, OSTRC-Schweregrad), solide Sportwissenschaft, aber keine künstliche Intelligenz. Wer das Tool als Teil einer KI-Strategie evaluiert, sollte das vorab transparent klären.
  • Laufend, Die deutsche Lokalisierung der Oberfläche ist solide, der Support bleibt aber Englisch oder Französisch. Für deutsche Profivereine eine relevante Lücke, die durch interne Champions im Team aufgefangen werden muss.
  • Laufend, Die Acute:Chronic-Workload-Ratio als zentrale Metrik wird in der Sportwissenschaft inzwischen kritischer diskutiert, weil die Korrelation zu individuellen Verletzungen schwächer ist als ursprünglich angenommen. Die Plattform berechnet die Metrik weiterhin als Standardwert, Anwender sollten das im Hinterkopf behalten und ACWR-Werte nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage verwenden.
  • 2024 bis 2025, Die Plattform hat ihre Wearable-Integration weiter ausgebaut, Whoop und Garmin sind inzwischen Standard, was vor allem für Vereine mit gemischter Tracker-Landschaft relevant ist.
  • Keine größeren Änderungen am Geschäftsmodell in den letzten 12 Monaten dokumentiert. Alle Preise bleiben vollständig nicht-öffentlich, ausschließlich auf Anfrage.

Quellen

  1. AthleteMonitoring Pricing: Request a Free Quote. https://www.athletemonitoring.com/pricing/ (abgerufen am 2026-06-12). Keine öffentlichen Preise; alle Tarife nur auf individuelle Anfrage; kein beschriebener Gratis-Tarif.
  2. AthleteMonitoring Datenschutzrichtlinie. https://www.athletemonitoring.com/privacy-policy (abgerufen am 2026-06-12). EU-Server unter app.athletemonitoring.eu verfügbar; kein US-Hosting für Nicht-US-Nutzer; DSGVO-konform laut Anbieter.
  3. AthleteMonitoring: HIPAA, PIPEDA & GDPR compliant. https://www.athletemonitoring.com/ (abgerufen am 2026-06-12). Anbieter: FITSTATS Technologies Inc.; 15 Sprachoptionen; Compliance-Angaben.
  4. AthleteMonitoring Latest Features Januar 2025. https://www.athletemonitoring.com/2025/01/17/athletemonitoring-com-new-features-jan-2025/ (abgerufen am 2026-06-12). Keine KI- oder ML-Funktionen eingeführt; Updates betreffen Workflow und Integrationen.

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Arthur Atlas

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Hinweis: Diese Angaben können veraltet oder fehlerhaft sein. Prüfe im Zweifel immer direkt auf der Website des Anbieters.

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