Kurzfazit: Für alle, die ein Skript, eine Anleitung oder einen Bericht lieber in einer Minute erklärt bekommen. Du lädst dein PDF in Gemini Notebook, bis Juli 2026 NotebookLM, und machst daraus ein Kurzvideo auf Deutsch. Deine Handgriffe dauern rund 10 Minuten. Das kostet 0 € mit einem Google-Konto, laut Limit-Tabelle sind 3 Videos pro Tag drin. Die ehrliche Grenze: Das Rendern kann laut Google über 30 Minuten dauern, und Stimme wie Bilder können Fehler enthalten.
Du hast ein PDF, das jemand verstehen soll: das Skript für die Lerngruppe, die Anleitung der neuen Heizung, den Elternbrief zur Klassenfahrt. Lesen wird es kaum jemand, ein Video von einer Minute schauen sich die meisten an. Gemini Notebook kennt dafür zwei Formate: das Kurzvideo mit etwa 60 Sekunden und ein längeres, das in der Oberfläche selbst Erklärvideo heißt. Stufe 1 baut das kurze, Stufe 2 das lange. Die 40 Minuten sind deine Handgriffe über alle drei Stufen, die Wartezeit aufs Rendern kommt dazu.
Was das kostet
| Baustein | Preis | Ehrliche Grenze |
|---|---|---|
| Gemini Notebook ohne Abo | 0 € mit einem Google-Konto | laut Tabelle 3 Video-Zusammenfassungen pro Tag und 50 Quellen pro Notebook, Kinomodus erst ab Pro, das sichtbare Wasserzeichen bleibt |
| mit Google AI Plus | 4,99 € pro Monat | laut Tabelle 6 Videos pro Tag, Wasserzeichen-Entfernung weiterhin nein |
| mit Google AI Pro | 21,99 € pro Monat | laut Tabelle 20 Videos pro Tag, davon 2 im Kinomodus, Wasserzeichen abschaltbar |
| Dein PDF | 0 € | bis 200 MB oder 500.000 Wörter pro Quelle |
Quellen: Googles Hilfeartikel zu Plänen und Limits, zu Nutzungslimits und zu Quellen sowie gemini.google/de/subscriptions für die Preise, abgerufen am 3. Oktober 2026. Google widerspricht sich: Seit dem 2. September 2026 rechnet Gemini Notebook nach Rechenaufwand ab, das Kontingent frischt sich alle 5 Stunden auf, bis ein Wochenlimit erreicht ist. Die feste Tabelle steht trotzdem noch in der Hilfe, mit dem Zusatz “Änderungen vorbehalten”. Für dich heißt das: Jedes generierte Video verbraucht Kontingent, auch eines, das dir nicht gefällt. Den Stand zeigt Gemini Notebook rechts oben unter Einstellungen und Nutzung.
Stufe 1: Anfänger, dein 60-Sekunden-Video aus einem PDF
Was du brauchst
- Ein Google-Konto. Gemini Notebook läuft laut Google-Hilfe im Browser für alle, die das Mindestalter ihres Landes erreicht haben.
- Ein Computer mit Browser. In der Handy-App ist die Funktion laut Hilfe “möglicherweise eingeschränkt”.
- Ein PDF mit einem klaren Thema, für den ersten Versuch eher 5 als 50 Seiten. Google schreibt ausdrücklich, dass du keine Dokumente hochladen sollst, an denen du keine Rechte hast. Dein eigenes Skript oder die Anleitung zu deinem Gerät sind ideal.
Schritt für Schritt
Die Schritte folgen Googles Hilfe zum Erstellen eines Notebooks und zu Video-Zusammenfassungen. Die Bezeichnungen stammen aus der deutschen Hilfe, die Google als teilweise maschinell übersetzt kennzeichnet, deine Oberfläche kann leicht abweichen. Auf Englisch heißt die Funktion Video Overview, die Formate Short, Explainer und Cinematic.
- Öffne notebook.google.com und melde dich an. Die alte Adresse notebooklm.google.com leitet dorthin weiter.
- Wähle Neues Notebook erstellen.
- Wähle im Fenster die Option zum Hochladen einer Quelle und lade dein PDF hoch. Nur dieses eine, damit das Video nicht über drei Dokumente gleichzeitig spricht.
- Warte, bis im Bereich Chat eine Zusammenfassung deiner Quelle steht. Taucht im Studio schon ein Video auf, hat Gemini Notebook es von sich aus erstellt: Solche Startartefakte zählen laut Google nicht auf dein Limit.
- Wähle im Bereich Studio die Video-Zusammenfassung. Passe sie an, bevor du generierst, denn ohne Anpassung nimmt Gemini Notebook die Standardeinstellungen. Je nach Version öffnen sich die Einstellungen direkt oder über das Stiftsymbol daneben, das die Hilfe für die App beschreibt.
- Wähle als Format Kurzvideo.
- Wähle als Sprache Deutsch.
- Kopiere den Starter-Prompt unten ins Feld für den Steuerungs-Prompt und ersetze die Stellen in eckigen Klammern.
- Wirf einen Blick auf den Balken unten: Laut Hilfe zu Nutzungslimits zeigt er, wie viel Kontingent die Generierung voraussichtlich kostet. Dann wähle Generieren.
Warum nur eine Kernaussage: 60 Sekunden reichen für einen Gedanken, nicht für ein Kapitel. Ohne Fokus wählt die KI selbst, oft das, was im PDF am meisten Platz einnimmt, nicht das, was dein Publikum braucht.
Der erste Fehler, gleich hier: Nach zehn Minuten ist das Video immer noch nicht fertig. Das ist normal. Laut Google kann eine Video-Zusammenfassung “manchmal mehr als 30 Minuten” brauchen, sie entsteht im Hintergrund, und du kannst den Tab schließen. Damit du es mitbekommst, schalte rechts oben unter Einstellungen und Benachrichtigungen die Web-Benachrichtigungen ein. Laut Hilfe markiert außerdem ein blauer Punkt im Studio jedes neue, ungeöffnete Ergebnis.
Ist das Video fertig, wählst du im Studio seinen Titel, der Player öffnet sich, und du startest es. So sieht ein gutes Ergebnis aus: rund eine Minute, deutsche Stimme, Animationen statt Folien, deine Kernaussage kommt vor, und alles darin steht auch in deinem PDF. Schau es einmal mit dem PDF daneben. Dann wähle Herunterladen.
Das ist dein erstes Ergebnis: ein Erklärvideo von etwa einer Minute über dein eigenes Dokument, als Datei auf deinem Rechner.
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Stufe 2: Fortgeschritten, das lange Erklärvideo mit eigenem Stil
Das Kurzvideo zeigt dir, ob der Fokus sitzt. Für ein ganzes Kapitel wechselst du auf das Format Erklärvideo. Google beschreibt es als strukturierte, umfassende Übersicht, die Zusammenhänge innerhalb deiner Quellen aufzeigt. Eine Länge nennt Google dafür nicht.
Struktur vorgeben statt hoffen
Mehr Länge heißt mehr Raum für Abschweifungen. Leg deshalb Publikum, Gliederung und Tabus fest:
Den Look wählen
Beim Erklärvideo bietet Gemini Notebook die Option Visueller Stil an: Klassisch, Whiteboard, Wasserfarben, Retro-Druck, Traditionell, Papierkunst, Kawaii und Anime. Du kannst auch Gemini Notebook wählen lassen oder unter Benutzerdefiniert einen eigenen Stil beschreiben. Als Faustregel von uns: Whiteboard für Abläufe und Anleitungen, Klassisch für Fachtexte, Kawaii eher für Kinder. Fehlen die Stile, greift eine von zwei Regeln aus der Hilfe: Stile gibt es nur ab 18 Jahren und nicht für Kurzvideo und Kinomodus.
Die drei Fehler, die dir garantiert begegnen
1. Das Video spricht Englisch. Symptom: Dein PDF ist deutsch, die Stimme nicht. Ursache: Die Sprache wurde vor dem Generieren nicht gewählt, oder du hast den Kinomodus genommen, den es laut Hilfe nur auf Englisch gibt. Standardmäßig richtet sich die Ausgabesprache laut Hilfe zur Ausgabesprache nach der bevorzugten Sprache in deinem Google-Konto. Lösung: Sprache im Dialog auf Deutsch stellen, dauerhaft rechts oben unter Einstellungen und Ausgabesprache.
2. Das Video erzählt über das Falsche. Symptom: Es kommen Inhalte aus einem anderen Dokument vor, oder ein Nebenkapitel bekommt die meiste Zeit. Ursache: Gemini Notebook macht das Video aus den Quellen in deinem Notebook, und je mehr dort liegen, desto mehr mischt es. Lösung: ein eigenes Notebook pro Video, denn jedes Notebook ist laut Google eigenständig. Zusätzlich nennst du im Steuerungs-Prompt Kapitel oder Seitenbereich.
3. “Limit erreicht”. Symptom: Gemini Notebook meldet zum Beispiel “Limit erreicht. Alle Funktionen sind nach 15:00 Uhr verfügbar.” Ursache: Dein Kontingent ist verbraucht, laut Tabelle nach 3 Videos am Tag, nach den neuen Regeln je nach Rechenaufwand. Lösung: Im Browser kannst du laut Hilfe unten Später generieren wählen, dann entsteht das Video im Lauf einiger Stunden. Für die Zukunft: Teste den Fokus erst mit einem Kurzvideo.
Stufe 3: Experte, dein Video teilen, ohne dein PDF mitzuschicken
Für das Teilen nennt die Google-Hilfe drei Wege. Der Unterschied, den man leicht übersieht: was der Empfänger außer dem Video noch sieht.
| Weg | So geht’s | Was mitgeht |
|---|---|---|
| Datei schicken | Herunterladen wählen, dann die Datei in den Klassen-, Team- oder Familienchat | nur das Video |
| Link teilen | Im Player Freigeben, das Notebook muss für den Empfänger freigegeben oder öffentlich sein, mit Zugriff auf Gesamtes Notebook | das Notebook, also auch dein PDF |
| Notebook freigeben | Freigeben im Notebook, Leserechte per E-Mail-Adresse | Video, Quellen und Notizen, dazu der Chat zum Nachfragen |
Der Link wirkt bequem, hat aber eine Folge: Wer ein freigegebenes Notebook sehen darf, hat laut Hilfe zum Teilen Lesezugriff auf alle Quelldokumente. Auch der Link zur Chatansicht blendet die Quellen laut Hilfe nur aus, er entzieht den Zugriff nicht vollständig. Für alles Interne ist deshalb die heruntergeladene Datei der richtige Weg. Die Freigabe des ganzen Notebooks lohnt sich für eine Lerngruppe, die auch Fragen stellen soll: Mit einem privaten Gmail-Konto teilst du laut Hilfe mit bis zu 50 Personen.
Erst prüfen, dann verschicken
Google schreibt selbst, dass Video-Zusammenfassungen “Ungenauigkeiten oder Audiofehler enthalten” können. Bevor das Video in einer Gruppe mit 30 Leuten landet, lass dir im Chat desselben Notebooks eine Prüfliste geben, mit einem anklickbaren Verweis auf die Textstelle an jeder Aussage.
Dann schau das Video mit der Liste daneben: Was im Video vorkommt und auf der Liste fehlt, prüfst du an der Originalstelle.
Rechte, Daten, Wasserzeichen
Rechte. Google beansprucht laut Hilfe keine Eigentumsrechte an dem, was du in Gemini Notebook erstellst. Das Skript deiner Dozentin bleibt trotzdem ihr Werk: Ein Video für dich selbst ist etwas anderes als eines, das öffentlich im Netz steht. Das ist keine Rechtsberatung.
Daten. Laut Datenschutz-Hilfe nutzt Google die Inhalte in Gemini Notebook nicht direkt zum Training seiner Basismodelle, außer du gibst Feedback. Genau das passiert, wenn du beim Video auf Gutes Video oder Schlechtes Video klickst. Dann erfasst Google laut Hilfe die zugehörigen Inhalte, auch deine Uploads und das Video, lässt sie von geschulten Teams prüfen und bewahrt sie bis zu 3 Jahre auf, getrennt von deinem Konto. Bei internen Dokumenten klickst du also kein Feedback, und Namen oder Daten anderer Menschen gehören gar nicht erst in ein privates Notebook.
Wasserzeichen. Laut Limit-Hilfe versieht Google generierte Bilder und Videos mit einem sichtbaren Wasserzeichen, abschalten lässt es sich erst ab Google AI Pro. Rechne also damit, dass man deinem kostenlosen Video die KI ansieht. Für ein Lernvideo ist das eher ein Vorteil.
Häufige Fragen zu Erklärvideos mit NotebookLM
Kann NotebookLM Videos erstellen?
Ja. NotebookLM heißt seit dem 16. Juli 2026 Gemini Notebook, die Funktion heißt Video-Zusammenfassung, auf Englisch Video Overview, und steht im Bereich Studio. Das Kurzvideo mit etwa 60 Sekunden kam laut Google-Blog vom 15. September 2026 dazu, in über 80 Sprachen.
Ist das Erklärvideo in NotebookLM kostenlos?
Ja, für 0 € mit einem Google-Konto. Laut Limit-Tabelle sind ohne Abo 3 Video-Zusammenfassungen pro Tag drin, mit Google AI Plus für 4,99 € im Monat 6, mit Google AI Pro für 21,99 € im Monat 20. Seit September 2026 kommt ein Kontingent nach Rechenaufwand dazu, das sich alle 5 Stunden auffrischt.
Wie lange dauert es, ein Video mit NotebookLM zu erstellen?
Eine feste Zeit nennt Google nicht. Laut Hilfe kann es “manchmal mehr als 30 Minuten” dauern, das Video entsteht im Hintergrund, und du kannst das Notebook so lange verlassen.
Gibt es NotebookLM-Videos auf Deutsch?
Ja, für Kurzvideo und Erklärvideo steht Deutsch in Googles Sprachliste. Nur den Kinomodus gibt es laut Hilfe ausschließlich auf Englisch, und zwar ab 18 Jahren.
Kann ich das Video aus NotebookLM herunterladen?
Ja, über Herunterladen, in der App über das Dreipunkt-Menü rechts oben. Eine Ausnahme nennt Google: Hast du ein E-Book aus Google Play Bücher als Quelle genutzt, kann der Download je nach Verlag gesperrt sein.
NotebookLM oder HeyGen: Womit mache ich ein Erklärvideo?
Für ein Video aus einem vorhandenen Dokument mit Gemini Notebook, für eine Botschaft mit Gesicht mit HeyGen. Bei HeyGen schreibst du den Text selbst und ein Avatar spricht ihn, Gemini Notebook schreibt die Erklärung aus deinem PDF. Wie HeyGen funktioniert, steht in deinem ersten Avatar-Video mit HeyGen.
Dein nächster Schritt
Ein Format, das jemand anschaut, schlägt ein Dokument, das keiner liest. Die Arbeitsteilung bleibt dabei dieselbe: Die KI produziert, du gibst den Fokus vor und prüfst. Je enger der Fokus, desto weniger Prüfarbeit.
Dein erstes Erklärvideo ist 10 Minuten entfernt. Gemeint ist deine Arbeit, das Rendern läuft danach im Hintergrund. Öffne notebook.google.com und nimm den Starter-Prompt aus Stufe 1. Danach lohnen sich zwei Wege:
- Dein erstes KI-Dokument wird zum Podcast, wenn du dasselbe Notebook auf dem Weg zur Arbeit hören statt sehen willst.
- Dein erster Lernzettel aus 40 Seiten Skript, wenn das Video nur der Einstieg war und du den Stoff danach wirklich abfragen willst.
Welche Grenzen Gemini Notebook sonst hat, steht in unserer Übersicht zu Gemini Notebook, ehemals NotebookLM.
Wie gut kennst du Erklärvideos mit Gemini Notebook?
10 Fragen, vom Kurzvideo bis zum sicheren Teilen. Wer mindestens 8 richtig beantwortet, bekommt ein Zertifikat zum Teilen.