Kurzfazit: Für alle, die ein Logo mit ihrem Namen brauchen, ohne Designer: Ideogram setzt Schrift im Bild zuverlässiger als die meisten Bildgeneratoren, und nach 10 Minuten lädst du dein erstes Logo herunter. Der Gratis-Plan kostet 0 USD und bringt wöchentliche Credits, wenn du dich mit Google, Apple oder Microsoft anmeldest. Die ehrliche Grenze: Du bekommst ein Pixelbild in 1K statt einer Vektordatei, und deine Entwürfe sind öffentlich, privat erst ab Plus für 20 USD im Monat.
Jeder KI-Bildgenerator kann dir ein hübsches Symbol malen. Aber sobald dein Name im Bild stehen soll, wird es zum Glücksspiel: Buchstaben verrutschen, aus “Meier” wird “Meeirr”. Genau daran scheitern die meisten Logo-Versuche mit Midjourney. Für Profilbild, Signatur und Briefkopf reicht ein Ideogram-Logo, für Fahrzeugbeschriftung nicht. Die 10 Minuten sind Stufe 1, die 25 Minuten die ganze Anleitung. In diesem Guide baust du drei Dateien.
| Was du baust | Seitenverhältnis | Wo du es einsetzt | Datei |
|---|---|---|---|
| Profil-Logo | 1:1 | LinkedIn, Instagram, WhatsApp Business | 1K als Originalgröße |
| Header-Logo | 16:9 | Website-Kopf, Titelfolie | 1K als Originalgröße |
| Freigestellte Fassung | 1:1 | E-Mail-Signatur, Briefkopf | PNG mit Transparenz |
Was das kostet
| Baustein | Preis | Ehrliche Grenze |
|---|---|---|
| Ideogram Free | 0 USD | langsame Credits wöchentlich für berechtigte Konten, eine feste Menge nennt Ideogram nicht, nur mit Anmeldung über Google, Apple oder Microsoft, Bilder öffentlich |
| Ideogram Plus | 20 USD pro Monat, 180 USD bei Jahreszahlung | 1.000 Priority-Credits pro Monat, private Generierung |
| Ideogram Pro | 60 USD pro Monat, 504 USD bei Jahreszahlung | 3.500 Priority-Credits pro Monat, Batch-Generierung |
Quellen: ideogram.ai/pricing, abgerufen am 17. September 2026, einen Basic-Plan führt die Preisseite nicht mehr. Die übrigen Angaben in diesem Tutorial stammen aus der Ideogram-Dokumentation und sind an Ort und Stelle verlinkt. Für dieses Tutorial zählt die erste Zeile: Wie viele Bilder die Gratis-Credits pro Woche ergeben, schwankt laut Ideogram, deshalb lohnt sich jeder gut vorbereitete Prompt.
Stufe 1: Anfänger, Dein erstes Logo in 10 Minuten
Warum ausgerechnet Ideogram?
Bildgeneratoren malen Buchstaben, sie schreiben sie nicht: Sie kennen die Formen aus Millionen Bildern, haben aber kein Konzept von Rechtschreibung. Ideogram wurde gezielt darauf trainiert, Schriftzüge korrekt zu setzen, und trifft kurze Wörter deutlich verlässlicher als die Konkurrenz. Dein Anteil daran hat zwei Hälften: Du markierst den gewünschten Text in Anführungszeichen, und alles Unerwünschte schreibst du nicht in den Prompt, sondern in das Negative-Prompt-Feld.
Anmelden
- Melde dich auf ideogram.ai mit deinem Google-, Apple- oder Microsoft-Konto an, Firmen nutzen SSO.
- Wichtig, sonst geht es nicht weiter: Laut Anmelde-Dokumentation enthalten Konten mit E-Mail und Passwort keine Gratis-Credits. Damit erzeugst du kein einziges Bild. Wer den Gratis-Plan ausprobieren will, nimmt Google, Apple oder Microsoft.
- Du wählst einen Benutzernamen, der öffentlich sichtbar ist und sich nicht mehr ändern lässt. Danach landest du im Generierungsbereich mit dem großen Textfeld, der Prompt Box. Eine Kreditkarte brauchst du nicht.
Der Starter-Prompt
Ersetze [DEIN NAME] durch deinen Namen oder Projektnamen. Kurz ist besser: Ein Wort trifft Ideogram fast immer, drei Wörter deutlich seltener.
Warum dieser Prompt funktioniert: Der Schriftzug steht in Anführungszeichen, also weiß das Modell, welche Zeichenfolge gemeint ist. “A single wordmark” und “generous empty space below the letters” sagen positiv, was du sehen willst: genau eine Wortmarke, darunter freie Fläche. “Flat vector” und “two-color” halten das Ergebnis simpel, und simple Formen bleiben auch als 40 Pixel großes Profilbild erkennbar. “Plain white background” macht das Freistellen leicht.
Die Ausschlüsse gehören ins Negative-Prompt-Feld
Der häufigste Anfängerfehler ist, “no additional text, no watermark” in den Prompt zu schreiben. Ideogram rät im eigenen Leitfaden zu Verneinungen davon ab: Das Modell versteht Verneinungen schlecht und greift stattdessen das Schlüsselwort auf. Beispiel aus der Dokumentation: “a man without a beard” liefert einen Mann mit Bart. Für dein Logo heißt das, “no tagline” kann eine Tagline herbeirufen. Dafür gibt es ein eigenes Feld:
- Klick in die Prompt Box, damit die Einstellungen sichtbar werden.
- Öffne Tools, dann More.
- Trag im Feld Negative prompt deine Ausschlüsse ein, durch Kommas getrennt:
tagline, slogan, watermark, numbers, caption, frame.
Positiv formulieren im Prompt, ausschließen im Negative-Prompt-Feld: Das ist der Unterschied zwischen einem sauberen Logo und einem mit Fantasiewort darunter.
Einstellungen und Download
- Seitenverhältnis: Stell den Aspect Ratio auf
1:1. Quadratisch ist das Format für Profilbilder auf LinkedIn, Instagram und WhatsApp. - Magic Prompt: Diese Funktion schreibt deinen Prompt aus und fügt dabei gern Elemente hinzu, die du nicht bestellt hast. Für Logos stellst du sie auf Off. Das Menü mit Auto, On und Off sitzt in der Prompt Box, und laut Dokumentation entscheidet das gewählte Modell, ob es sich umstellen lässt. Wähle also zuerst das Modell.
- Generieren: Vier Varianten pro Durchgang sind ein guter Kompromiss zwischen Auswahl und Credit-Verbrauch. Plane Wartezeit ein: Priority-Verarbeitung gehört laut Plan-Übersicht zu den Bezahlplänen, im Gratis-Plan läuft deine Generierung über die langsame Warteschlange.
- Herunterladen: Klick die beste Variante an und nimm im Details-Panel den Download-Knopf, nicht das Rechtsklick-Menü des Browsers. Dort wählst du Dateityp (JPEG, PNG oder WebP) und Größe (1K als Originalgröße, 2K, 4K oder 8K als Hochskalierung, wo verfügbar). Die Download-Dokumentation sagt klar: Einzelne Dateitypen und Größen setzen ein Bezahl-Abo voraus, gesperrte Optionen zeigen einen Upgrade-Hinweis. Im Gratis-Plan bekommst du unter Umständen nur JPEG in 1K.
Das war es. Dein Logo ist noch nicht perfekt, aber es existiert, und ab hier wird nur noch verbessert.
Akademie-Training Platz vormerkbar
KI-Kompetenz nach Art. 4 KI-VO
490 € pro Platz, netto zzgl. USt. Einsteiger · 6 Wochen, online, im eigenen Tempo
Stufe 2: Fortgeschritten, Korrigieren und Steuern
Buchstabendreher gezielt beheben
Wenn im Bild “Bckerei” statt “Bäckerei” steht, hilft es nicht, denselben Prompt noch einmal zu schicken. Isoliere den Schriftzug stattdessen und wiederhole ihn.
Ins Negative-Prompt-Feld trägst du dazu extra text, numbers, tagline ein. Zwei weitere Hebel: Verzichte auf Umlaute und Sonderzeichen, und halte dich an ein einziges Wort, denn jedes weitere vervielfacht die Fehlerchance.
Stil steuern statt hoffen
Vier Stilrichtungen decken fast alles ab:
- Flat: Flächige Formen, klare Kanten, altert langsam
- Line art: Dünne Linien, wirkt hochwertig, gut für Beratung und Handwerk
- Retro: Dicke Serifen, warme Farben, gut für Gastronomie und Handgemachtes
- Monogram: Nur deine Initialen, das Kompakteste für kleine Profilbilder
Farben beschreibst du in Worten, nicht in Hex-Codes. Ein Bildgenerator kann #1E3A8A nicht auslesen, “deep navy blue” versteht er sofort. Nenne höchstens zwei Farben, sonst wird das Logo unruhig.
Varianten ableiten statt neu würfeln
Sobald dir eine Version gefällt, würfle nicht weiter. Ideogram hat dafür Remix: Dein bestes Bild wird zum Ausgangspunkt, im Prompt änderst du nur eine Sache, etwa die Farbe. Laut Remix-Dokumentation führen drei Wege hin: das More-Menü, wenn du im Bilderstrom über ein Bild fährst, der Remix-Knopf im Details-Panel, oder das Auswahlfenster, wenn du ein Bild in die Prompt Box einfügst. Der ursprüngliche Prompt steht danach im Feld, so bleibt die Handschrift deines Logos erhalten. Die verwandten Werkzeuge Reference und Edit laufen im Gratis-Plan laut Plan-Übersicht über die langsamen Credits, auf Bezahlplänen über Priority-Credits.
Denselben Weg nutzt du für das Querformat: gleiches Motiv, anderes Seitenverhältnis. Setze für [DEIN SYMBOL] ein einfaches Objekt auf Englisch ein, etwa a coffee cup oder a mountain ridge.
Stufe 3: Experte, Nutzbar machen und Grenzen kennen
Hintergrund freistellen
Für ein Profilbild reicht der weiße Hintergrund. Für Signatur und Briefkopf brauchst du das Logo freigestellt, also transparent.
Den kürzesten Weg hat Ideogram selbst eingebaut. Laut Dokumentation zum Background Remover findest du ihn in der Navigationsleiste unter Tools in den AI Apps, direkt erreichbar über ideogram.ai/apps/background-remover. Du lädst dein Logo hoch, entfernst den Hintergrund, siehst die Vorschau und lädst das Ergebnis als transparentes PNG herunter.
Ein Vorbehalt für den Gratis-Plan: Auch hier setzen laut Download-Dokumentation einzelne Dateitypen und Größen ein Bezahl-Abo voraus, und bei transparenten Bildern ist JPEG deaktiviert, weil es keine Transparenz speichert. Zeigt dein Download-Menü einen Upgrade-Hinweis auf PNG, kommst du an dieser Stelle nicht weiter. Dann stelle stattdessen mit remove.bg oder Photoroom frei. Beide begrenzen ihre Gratis-Stufe: mal ist die kostenlose Download-Auflösung klein, mal liegt ein Wasserzeichen auf dem Export. Prüfe das dort direkt, bevor du dich in einem Kundenprojekt darauf verlässt.
Wo dein Logo jetzt hingehört
- Profilbild: Die quadratische Fassung auf LinkedIn, Instagram, WhatsApp Business
- E-Mail-Signatur: Die freigestellte Fassung, etwa 150 Pixel breit
- Briefkopf: Das Querformat in die Kopfzeile von Word oder Google Docs
- Präsentation: Freigestellt auf die Titelfolie, sonst klebt ein weißer Kasten auf farbigem Grund
Die harte Grenze: Du bekommst Pixel, keinen Vektor
Das ist der wichtigste Satz dieses Guides. Die Ideogram-FAQ ist eindeutig: SVG-Downloads werden derzeit nicht unterstützt, es bleiben JPEG, PNG und WebP. Ein Agenturlogo ist dagegen eine Vektordatei, die du auf Plakatgröße ziehen kannst, ohne dass sie unscharf wird. Dein KI-Logo kann das nicht.
Praktische Konsequenz: Der Gratis-Download ist die Originalgröße 1K, größere Fassungen sind Hochskalierungen und hängen an Plan und Bild. Nimm die höchste freigegebene Größe und hebe die Originaldatei auf. Für Website, Social Media und Signatur reicht das. Sobald es an Fahrzeugbeschriftung, Stickerei oder Messebau geht, lässt du das Motiv von einer Designerin oder einem Designer in Vektor nachbauen. Dein KI-Entwurf ist dann die Vorlage, und das ist eine günstigere Ausgangslage als ein leeres Blatt.
Rechtliches in drei Sätzen
Baue kein bestehendes Logo nach, auch nicht “im Stil von”. Ideogram erhebt laut FAQ keinen Eigentumsanspruch auf deine Ergebnisse und schränkt deine Rechte daran nicht ein, verantwortlich für Gesetze und fremde Rechte bleibst du. Ein generiertes Zeichen ist zudem keine geprüfte Marke: Vor eine Markenanmeldung gehört eine Ähnlichkeitsrecherche, beim DPMA oder über eine Kanzlei.
Öffentlich sichtbar im Gratis-Plan
Bilder sind laut FAQ standardmäßig öffentlich. Private Generierungen gibt es laut Dokumentation dazu erst ab dem Plus-Plan für 20 USD im Monat, laut Preisseite dem günstigsten Bezahlplan. Gesteuert wird das über den Knopf Change visibility in der Prompt Box, Optionen Published und Unpublished. Im Gratis-Plan heißt das: Andere sehen deine Entwürfe. Für ein Logo ist das meist unkritisch. Soll dein Projekt bis zum Launch geheim bleiben, rechne den Plus-Plan ein, bevor du anfängst.
Häufige Fragen zu Logos mit Ideogram
Wie viele Bilder sind kostenlos?
Eine feste Zahl nennt Ideogram nicht. Laut Preisseite bekommen berechtigte Gratis-Konten wöchentlich langsame Credits, die Menge kann schwanken. Unsere frühere Angabe von rund zehn Bildern pro Tag stammt aus einem älteren Plan-Modell und gilt so nicht mehr. Wie viele Credits eine Generierung kostet, hängt zudem von Modell, Geschwindigkeit, Bildanzahl und Auflösung ab. Und noch einmal, weil sonst gar nichts läuft: Gratis-Credits gibt es nur bei der Anmeldung über Google, Apple oder Microsoft.
Darf ich das Logo geschäftlich nutzen?
Ideogram erhebt laut FAQ keinen Eigentumsanspruch auf deine Ergebnisse und beschränkt deine Rechte daran nicht. Verantwortlich dafür, dass dein Motiv keine fremden Rechte verletzt, bleibst du. Prüfe vor geschäftlicher Nutzung die aktuellen Nutzungsbedingungen deines Plans.
Warum schreibt die KI Buchstaben falsch?
Weil Bildmodelle Buchstaben als Formen malen und nicht als Sprache schreiben. Je länger das Wort, desto höher die Fehlerchance. Gegenmittel: ein einziges kurzes Wort in Anführungszeichen, im Prompt wiederholt, dazu alle Ausschlüsse im Negative-Prompt-Feld.
Bekomme ich eine SVG-Datei?
Nein. Die FAQ sagt klar, dass SVG-Downloads derzeit nicht unterstützt werden. Du bekommst ein Pixelbild in JPEG, PNG oder WebP, einzelne Dateitypen und größere Auflösungen setzen ein Bezahl-Abo voraus.
Was kann Ideogram besser als Midjourney?
Text im Bild. Bei Schriftzügen, Claims und Logos ist Ideogram klar vorn, Midjourney bleibt bei Fotorealismus und Lichtstimmung die stärkere Wahl. Für ein Logo mit deinem Namen nimmst du Ideogram, für ein Stimmungsbild Midjourney.
Dein nächster Schritt
Du hast jetzt ein Logo, mehrere Varianten und eine freigestellte Fassung. Wichtiger als die Dateien ist das Prinzip: Text in Anführungszeichen, alles Unerwünschte ins Negative-Prompt-Feld, gute Ergebnisse per Remix weiterentwickeln statt neu würfeln.
Dein erstes Logo ist 10 Minuten entfernt. Öffne ideogram.ai, melde dich über Google, Apple oder Microsoft an, kopiere den Starter-Prompt aus Stufe 1 und setz deinen Namen ein. Danach lohnen sich zwei Richtungen:
- Dein erstes KI-Bild mit Midjourney, wenn du Stimmungsbilder und Fotorealismus brauchst, also alles, wo kein Text im Bild steht.
- Dein erstes Design mit Canva-KI, wenn du dein frisches Logo direkt in Visitenkarten, Social-Media-Posts und Präsentationen einbauen willst.
Alle Kontingente, Preise und Grenzen im Überblick findest du auf unserer Ideogram-Toolseite.
Wie gut kennst du Logos mit Ideogram?
10 Fragen, vom Anführungszeichen-Trick bis zur fehlenden Vektordatei. Wer mindestens 8 richtig beantwortet, bekommt ein Zertifikat zum Teilen.